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Technologiediebstahl: Softwarefirma verklagt China auf 2,2 Milliarden Dollar
Zeichen gegen Produktpiraterie: Eine Softwarefirma aus Kalifornien hat China auf 2,2 Milliarden Dollar verklagt. Die Liste der Vorwürfe reicht vom Verstoß gegen das Copyright bis hin zu Verschwörung. Denn mit der Technologie wurden offenbar nicht genehme Websites gesperrt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...670358,00.html
- #1 06.01.2010 08:28 von
Da hat Amerika viel zu viel Angst vor China
Nicht Gerichte sondern die Völker sollten chinesische Firmen strafen. Dies geht nur über einen Boykott "made in China". Denn wenns am Geldbeutel weh tut, denkt auch ein chinesischer Manager oder Minister mal um. Im chinesischen Inland lässt sich die im Land produzierte Ware nicht so leicht absetzen.
- #2 06.01.2010 09:31 von
Berichterstattung höchst leichtgewichtig
Ich denke, dieser Artikel ist eine Luftnummer.
Wieso erfahre ich als Leser nicht einmal, bei welchem Gericht die Klage eingereicht wurde, und auf Grund welcher völkerrechtlicher Abkommen China in den Zuständigkeitsbereich dieses Gerichtes fällt?
Wenn alles nur ein PR-Gag des Anklage erhebenden Unternehmens ist, die Quelle womöglich dieses Unternehmen selbst, dann erwarte ich von einem Beitrag, der unter der Marke SPIEGEL erscheint, dass auf diesen Sachverhalt kurz hingewiesen wird.
Findet ihr diese Art von Berichterstattung OK? - #3 06.01.2010 09:41 von
Unrecht Gut
Von meiner Großmutter habe ich auch heute noch geltenden spruch mit auf den Weg bekommen:
Unrecht Gut - hier Zensursoftware - gedeihet nicht. - #4 06.01.2010 09:50 von SuPo
Einmischung
Wahrscheinlich erzählt dann wieder ein Regierungsprecher Chinas man verbitte sich Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas.
- #5 06.01.2010 09:51 von
Wer unschuldig ist werfe ....
Das sich nun ausgerechnet die Amerikaner über das Ausspähen von Industrie Geheimnissen aufregen finde ich ja schon interessant, ich würde gerne den Begriff Echolon in die Runde werfen. Hat sich nun doch endlich ein Land gefunden, das diese Technologie noch verfeinert hat und offensichtlich besser durchführt als die Vereinigten Staaten. Willkommen in der globalisierten Welt, möchte man den Cybersittern zurufen.
Oder haben die Chinesen etwa den Teil der Cybersitter Software entfernt, der die Listen der vergeblichen (weil geblockten) Aufrufen auf die Server von CIA und NSA überträgt? Wie verwerflich.
Sorry, ich habe dafür kein Verständnis. - #6 06.01.2010 10:06 von
wer hätte das gedacht
Da verklagt ein Unternehmen aus einem radikalen und über Leichen gehendes kapitalistisches Land ein noch vor kurzer Zeit radikal antikapitalistisches Land.
Nur, weil dieses antikapitalistische Land das kapitalistische Land mit seinen eigenen Waffen schlägt.
Dies ist so, als würde sich ein Folterer bei seiner eigenen Folter über die Foltermethoden beschweren.
Die Griechen gingen unter, die Römer gingen unter, der Gröfatz ging unter und eines Tages wird dieses imperialistische Land USA auch in die Bedeutungslosigkeit versinken. - #7 06.01.2010 10:08 von
- #8 06.01.2010 10:10 von
David, Goliath und Duldungsstarre
Man muss nur zwei worte zusammenbringen "Wirtschaft" und "China" (dasselbe geht auch mit "Menschenrechte" und "China" oder "Tibet" und "China"), und schon verfälllt alle welt (voran die journaille) in eine stammelnde duldungsstarre.
"David gegen Goliath" (wie es im referenzierten artikel heisst) ... bitte wer ist da der Goliath? China? - Mit seinem Pro-Kopf-BIP (Bruttoinlandsprodukt) zwischen Turkmenistan und Tonga? (Quelle: http://www.indexmundi.com/g/r.aspx?v=67&l=de ). Lassen wir doch mal die Kirche im Dorf!
Klar, das zentralistisch geführte China hat's versucht, meist erfolgreich, die regeln des internationalen marktes, in diesem speziellen fall im bereich patente und lizenzen, zu seinen gunsten zurechtzubiegen. Zurecht!
Wer tut dies nicht, wenn er eine realistische aussicht auf erfolg hat?
China hat leider noch einen weiten weg zu gehen, bis es in der sog. "internationalen gemeinschaft" (auch der wirtschaftsgemeinschaft) angekommen sein wird. Was allerdings nicht ausschließlich das verschulden der Chinesen ist: Man muss sie auch ankommen lassen!
Und dazu gehört auch, die dinge ersteinmal realistisch einzuschätzen (wie war das nochmal mit dem Goliath?) oder z.B. in einem ganz normalen verfahren China gleich zu behandeln. - Und sei's eben in einem gerichtlichen klageverfahren wegen lizenzverletzungen.
Ja, China hat seine besonderheiten, und man muss sich mit ihm vielleicht intensiver auseinandersetzen als mit anderen weltgegenden. Aber hin und wieder einfach mehr gelassenes "business as usual" täte beiden seiten manchmal gut. - #9 06.01.2010 10:11 von
Re: völkerrechtlicher Abkommen China in den Zuständigkeitsbereich dieses Gerichtes
Vielleicht in Zuständigkeit des WTO (Welthandelsorganisation), die auch China wohl unterzeichnet hat. Sicher wird kein amerikanisches Urteil in China vollstreckt werden, aber die verklagten Minister und Chefs der chinesischen Firmen werden wohl bei der nächsten Einreise in die USA Probleme bekommen. Ist doch wohl auch einigen Managern von Schweizer Banken letztens passiert...
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