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Techniken gegen Stress : Wenn du es eilig hast, setze dich

Nasser ManouchehriDie Sonne grüßen, Bäume umarmen oder beim Federball Vollgas geben - was hilft wirklich gegen die Alltagshektik, Uni-Stress und die Schnelligkeit des Seins? Studentin Yalda Franzen hat fünf Entspannungsmethoden getestet und festgestellt: Manches hilft dem Herz-Qi, anderes ist Eso-Mumpitz.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...815515,00.html
  1. #1

    Die Natur des Problems

    Man kann nicht ein Problem lösen, dessen Natur man nicht verstanden hat. Ein unruhiger Geist ist nicht der natürliche Seinszustand des Menschen, er ist ein Ausdruck inneren Konflikts. Die Unruhe aufzulösen ohne den Konflikt zu beenden ist Symptombehandlung und führt auf Dauer zu noch mehr Konflikt, denn die Auswirkungen des Konfliktes beseitigen zu wollen ohne sich des Konfliktes gewahr zu sein bewirkt noch mehr Konflikt, weil das Bekämpfen der Unruhe immer wieder ein Hinweis auf die vorhandene Unruhe und den ungeheilten Konflikt ist und somit im krassen Gegensatz zum gewünschten Seinszustand steht.

    Ich fühle mich nicht so wie ich mich fühlen möchte.
    Ich tue etwas, damit ich anders fühlen kann.
    Dieses Tun weisst mich darauf hin, dass ich mich nicht so fühle, wie ich mich fühlen möchte.
    Also tue ich etwas, damit ich mich anders fühlen kann.

    So funktioniert es nicht.
    Ein Teufelskreis.
  2. #2

    Manche können es

    Zitat von Boone Beitrag anzeigen
    Man kann nicht ein Problem lösen, dessen Natur man nicht verstanden hat.
    Man kann es nicht, aber manche können es, weil sichso der Weg zur Natur des Problems wie von selbst öffnet.
  3. #3

    Ja das stimmt, durch das wiederholte Scheitern kann sich Einsicht entwicklen oder wie der Buddhist sagt "Aus Einsicht in das Leid...".
  4. #4

    Hans Selye hat "Strain" gemeint !

    Stressor

    Das kommt davon, wenn man als Ungar nur halbwegs Englisch kann.

    Hans Selye
  5. #5

    Chillout

    Ein Urteil nach 1x Autogenem Training ist leider wenig aussagekräftig. Das dauert mindestens ein halbes Jahr bis das man das tatsächlich beherscht. Und wenn man das dann mal drauf hat, Glückwunsch, dann kann man in wenigen Minuten sich in einen weit entspannteren Zustand versetzen. Der Vorteil von z.B. Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson oder der vollständigen Yogaentspannung nach Sivananda ist, dass man nicht so lange üben muss bis man schon gute Ergebnisse erzielt. Allerdings benötigt eine Sitzung autogenes Training, wenn man es beherrscht, weniger Zeit.
  6. #6

    Es ist schon erstaunlich...

    Die Verstümmelung der Inhalte macht auch vor der ältesten Methode in diesem Bereich und vor der Online-Ausgabe des Spiegel nicht halt - es heißt bei Schulz (und in jedem seriösen Lehrbuch, wie z.B. dem Standardwerk von Herbert Mensen) "Mein rechter Arm IST ganz schwer und warm." Warum? Weil beim Autogenen Training nur das wahrgenommen wird, was wahr ist (z.B. ein Arm von ca. 2 kg Gewicht, der ungefähr 36 Grad warm ist).

    Mit "wird" oder "werden" kommt man/frau nicht weit, es sei denn, die neurologischen Generalisierungsphänomene suchen sich einen Bypass zum Unsinn dieses schlichtweg falschen "werden"-Satzes.

    Wir überlassen aber eine genaue Recherche und Darstellung lieber den Hobby-AutorInnen. Wo kämen wir denn hin, wenn es eine Methode gäbe (wie das Autogene Training oder die Feldenkrais-Methode), die ihre Anwender zu autonomen Individuuen machte? "Gestresste Seelen" und "Skeptiker" (die vielleicht auch der Gravitationstheorie gegenüber skeptisch eingestellt sind, denn das Autogene Training ist eine rein physiologische Kausalkette) sollten dann doch lieber ins nächste Pilates-Studio gehen, oder sich was aus Asien gönnen - das kommt von so schön weit her, daß muß doch einfach gut sein! ;-)
  7. #7

    Kurieren an Symptomen

    Es ist auch hilfreich, sich zu beruhigen, aber besser ist, wenn man sein inneres ich gefunden hat.
    Dann braucht man sich nicht mehr zu aergern.
    Dann kann man sich und andere lieben.
    Dadurch wird man ein ausgeglichener Mensch - und nebenbei der, der man eigentlich ist.
    Dann muss man auch nicht mehr schauspielern.
    Yoga ist gut, aber nur Kurieren an Symptomen, wenn man ruhig werden will.

    Um zu sich selbst zu finden, ist kein esoterischer Selbstfindungstrip noetig. Eine Atem- oder Hypnosetherapie reicht, aber man muss es auch wollen.


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