Tea-Party-Blockierer: Feinde im System

Sie verachten Kompromisse, politisches Miteinander interessiert sie nicht:*Die*radikale Tea-Party-Bewegung hat im US-Schuldenstreit gezeigt, wie Demokratie in ihrer aggressivsten Form ein ganzes Land blockieren kann. Doch am Ende werden die Erzkonservativen scheitern - am Wähler.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...777201,00.html
  1. #330

    New Orleans

    Zitat von spiegel-hai Beitrag anzeigen
    Sie wissen anscheinend nicht, was in den USA unter dem verstanden wird, was wir mit "staatlich" übersetzen.

    Sie haben von us-amerikanischer Befindlichkeit keine Ahnung. Im Gegensatz zum homo teutonicus sozialdemokratii, der immer und für alles nach dem Staat ruft, setzen die Amis im allgemeinen auf Eigeninitiative und karikatives Engagement.

    Was Sie in dem Zusammenhang mit der Macht der Kirchen meinen, weiß ich nicht. Ich weise lediglich darauf hin, daß sich die Amis lieber über die Kirche und sonstige private Institutionen sozial engagieren, als das Vater Staat anzuvertrauen.
    Als besonders schönes Beispiel für die amerikanische Eigeninitiative und karikatives Engeagement wäre der Wiederaufbau von New Orleans nach der Sturmkatastrophe zu benennen.
    Mahlzeit
    jolip
  2. #331

    American Way

    Zitat von bürostuhlpilot Beitrag anzeigen
    Aus welchem Werbebüchlein des Rotary-Clubs haben Sie denn dieses Märchen?

    Der Rotary-Club ist - wie sein deutscher Ableger - zunächst eine brillante Vereinigung, in der man sich über steuerliche Abschreibungsmodelle informieren kann.

    Ziel: Verminderung der Steuerlast - davon hat kein Krankenhaus in den Staaten etwas und ein Patient schon gar nicht.



    Klar. Das Motto: "Wen jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht..."

    Wer glaubt, das amerikanische Gesundheitssystem finanziere sich aus Wohltaten und der Freiwilligkeit wohlhabender Amerikaner, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

    Die Tea-Party-Truppe ist ein Club durchgeknallter Eiferer, mehr nicht. Und wer glaubt, Privatisierung und Freiwilligkeit seien der Schlüssel zu einer gesunden und wohlhabenden Gesellschaft, der soll sich mal in die U-Bahn in New York setzen und in einen der Außenbezirke fahren... .

    Viel Spaß dabei.
    Das ist nun mal der American Way, mittlerweile auch in Deutschland topaktuell:

    Zuerst seine Mitbürger um die ein oder andere Million betrügen und dann im Rahmen einer Charity Veranstaltung mit großem Getöse und Medienrummel 100.000 vom geraubten Geld spenden, die man dann sogar noch von der Steuer absetzen kann.
    MFG
    jolip
  3. #332

    Zitat von Berliner_Senf Beitrag anzeigen
    Wie ich schon weiter oben im Forum schrieb haben die USA pro Kopf dasselbe Steueraufkommen wie Deutschland. Die Frage ist: warum schaffen die USA es mit niedrigerer Steuerquote genauso viele Einnahmen zu generieren? Vielleicht liegt es ja auch daran, dass die Wirtschaft dort (aufgrund der geringeren Steuerlast) dynamischer wachsen kann?

    Kurzfristig könnte man sicher die Steuereinnahmen stark steigern. Wenn das aber zu Lasten des langfristigen Wachstums geht haben die USA nichts gewonnen.
    ..... Deutschland 80 Mrd. USA 300 Mrd. Einwohner das selbe Steueraufkommen ???
  4. #333

    Schon mal was von.......

    ...... Dienstleistungen gehört ?
    Abgesehen davon muss eine Wirtschaft nicht wachsen, um Wohkstand zu bewahren. Das reden uns diverse Ökonomen rin, die sich diese Kennziffer als Wohlstandsanzeiger ausgesucht haben !!!! - Längst überholt und nicht zukunftfähig.......



    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Die Mär vom Wachstum: jeder, der sich ein klein wenig Zeit nimmt, wird irgendwann zum Schluss kommen, dass "Wachstum" irgendwann an natürliche Grenzen stößt. In unserem Falle sind die Grenzen u.a. die Verfügbarkeit von (günstigen) Rohstoffen und kaufkräftigen Kunden.

    Wenn nun immer mehr Menschen immer weniger Geld in den Taschen haben, sinkt deren Kaufkraft, d.h. der Markt kann nicht mehr wachsen, sondern wird schrumpfen. Diesen Effekt kann man durch neue Märkte außerhalb der Volkswirtschaft kaschieren, aber irgendwann ist auch da Schluss mit Wachstum.
    Wenn nun auch noch die Rohstoffe knapper und teurer werden, bremst dies ebenfalls das Wachstum, führt langfristig zum Schrumpfen der Wirtschaft.

    Warum dann die Maxime vom Wachstum? Die liegt im Zinssystem begründet. Schulden wachsen von allein, dank des Schuldzinses. Auch Vermögen wachsen, allerdings nicht von allein, sondern durch Arbeit, auch wenn diese nicht direkt gesehen wird. Vermögen können AUCH wachsen durch Zinsen und OHNE Arbeit, allerdings stehts auf Kosten anderer, also durch Schuldenberge.

    Damit die überall inzwischen gigantischen Schuldenberge wenigstens nicht weiterwachsen, müssen die Staaten wenigstens genug Steuereinnahmen generieren, um die Schuldzinsen zu begleichen. Dies gelingt aber, wie man am Beispiel der USA sieht, nicht immer, d.h. es müssen mehr Schulden aufgenommen werden, um die Schuldzinsen zu bezahlen. Dadurch steigt aber die Belastung durch Schuldzinsen, die Wirtschaft muss wachsen, um diesen Effekt zu kompensieren.

    Um mal das ganze wirklich SIMPEL zu halten: ohne Zinsen bräuchten wir auch kein Wirtschaftswachstum, eine gleichmäßig stabile Wirtschaft genügt.
  5. #334

    #

    Zitat von a.weishaupt Beitrag anzeigen
    In den USA auch nicht, Notfälle werden nicht abgewiesen.
    Und wer bezahlt deren Behandlungskosten?
  6. #335

    selbst erlebt

    Zitat von CaptainSubtext Beitrag anzeigen
    Und wer bezahlt deren Behandlungskosten?
    Wenn sie keine Kreditkarte dabei haben und der Kumpel nicht zahlt, läßt man sie sterben. Es gibt Abertausende Beispiele hierfür in den Medien der USA.
  7. #336

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    Zitat von CaptainSubtext Beitrag anzeigen
    Und wer bezahlt deren Behandlungskosten?
    Kann man so einfach nicht beantworten, das das US-Gesundheitssystem fürchterlich kompliziert ist. Der Patient ist auf jeden Fall der Schuldner, sprich im Zweifelsfalle der Patient. Hat der Nixhts, so bleibt das KKH auch schon mal auf den Kosten sitzen.
  8. #337

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    Zitat von Kalaharry Beitrag anzeigen
    Wenn sie keine Kreditkarte dabei haben und der Kumpel nicht zahlt, läßt man sie sterben. Es gibt Abertausende Beispiele hierfür in den Medien der USA.
    Das sind leider die nicht legalen Auswüchse des Kostenrisikos welches dem trotz fehlende Versicherungsschutz behandelnden KKH auferlegt werden.