Zitat von
Michael Giertz
Die Mär vom Wachstum: jeder, der sich ein klein wenig Zeit nimmt, wird irgendwann zum Schluss kommen, dass "Wachstum" irgendwann an natürliche Grenzen stößt. In unserem Falle sind die Grenzen u.a. die Verfügbarkeit von (günstigen) Rohstoffen und kaufkräftigen Kunden.
Wenn nun immer mehr Menschen immer weniger Geld in den Taschen haben, sinkt deren Kaufkraft, d.h. der Markt kann nicht mehr wachsen, sondern wird schrumpfen. Diesen Effekt kann man durch neue Märkte außerhalb der Volkswirtschaft kaschieren, aber irgendwann ist auch da Schluss mit Wachstum.
Wenn nun auch noch die Rohstoffe knapper und teurer werden, bremst dies ebenfalls das Wachstum, führt langfristig zum Schrumpfen der Wirtschaft.
Warum dann die Maxime vom Wachstum? Die liegt im Zinssystem begründet. Schulden wachsen von allein, dank des Schuldzinses. Auch Vermögen wachsen, allerdings nicht von allein, sondern durch Arbeit, auch wenn diese nicht direkt gesehen wird. Vermögen können AUCH wachsen durch Zinsen und OHNE Arbeit, allerdings stehts auf Kosten anderer, also durch Schuldenberge.
Damit die überall inzwischen gigantischen Schuldenberge wenigstens nicht weiterwachsen, müssen die Staaten wenigstens genug Steuereinnahmen generieren, um die Schuldzinsen zu begleichen. Dies gelingt aber, wie man am Beispiel der USA sieht, nicht immer, d.h. es müssen mehr Schulden aufgenommen werden, um die Schuldzinsen zu bezahlen. Dadurch steigt aber die Belastung durch Schuldzinsen, die Wirtschaft muss wachsen, um diesen Effekt zu kompensieren.
Um mal das ganze wirklich SIMPEL zu halten: ohne Zinsen bräuchten wir auch kein Wirtschaftswachstum, eine gleichmäßig stabile Wirtschaft genügt.