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"Taximörder vom Bodensee": Ausbruch dank eines Nagel

Der gefürchtete "Taximörder vom Bodensee"*war 36 Stunden lang auf freiem Fuß. Wie konnte es*Andrej W.*gelingen, aus einer hoch gesicherten Psychiatrie zu fliehen? Der 29-Jährige sagt, er habe seine Fußfesseln mit einem einfachen Nagel gelöst - und*sei in die Freiheit spaziert.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...761499,00.html
  1. #30

    Die Saat ist ausgebracht

    Zitat von wohin Beitrag anzeigen
    ....interessiert mich, was ein Mensch erlebt und durchgemacht haben muß (Familie, Umfeld), um so zu werden, wie er heute ist. J e d e r Schwerverbrecher war mal ein Kind - klein und niedlich. Also Leute, gebt Euch Mühe mit der Erziehung Eurer Kinder, laßt es nicht schleifen. Es ist harte Arbeit - jeden Tag und jede Minute! Aber es lohnt sich.
    Das Dumme ist nur, dass gerade jetzt die sozialen Umstände wie jahrelange Arbeitslosigkeit und Armut die Menschen erst recht in die Kriminalität und möglicherweise auch Gewalt treiben werden. Perspektivlose Eltern können ihren Kindern kaum vermitteln, dass Arbeit Wohlstand bringt, wenn sie selbst keine haben (und bekommen).

    Mit der rasant anwachsenden Unterschicht aus prekär Beschäftigten, Alleinerziehenden und Hartz-IV-Familien sorgen wir dafür, dass die nächste Generation kaum noch einen produktiven Beitrag zur Gesellschaft leisten werden.
  2. #31

    und weil der Mann so gefährlich ist...

    ... kann der da einfach mal so rausspazieren. Klasse. Da scheint ja jede Parkkralle sicherer zu sein als die Fussfesseln. Ach ja, ich vergass, mit der Parkkralle kann man Geld verdienen, der Typ da kostet nur Geld... dann ist das ja logisch.
    Hoffe mal der verantwortliche Anstaltsleiter wird entlassen....
  3. #32

    .

    Zitat von Rooo Beitrag anzeigen
    Wissen Sie was das kostet? Man sollte sich in Deutschland dringend Gedanken machen, wie man die Gefangenen in Deutschland so einsetzen kann, dass sie wenigstens einen Teil der Kosten, die sie verursachen, wieder erwirtschaften.
    Es gab da mal einen Bericht im TV über einen US Sheriff, der hatte ein Lager, die Gefangenen in pinker Unterwäsche (wird nicht geklaut) und Fußketten, und dann ab aufs Feld.
    :-)
    Schade dass es so etwas nicht bei uns gibt für solche und andere Straftäter
  4. #33

    angeboren oder anerzogen?

    Zitat von wohin Beitrag anzeigen
    ....interessiert mich, was ein Mensch erlebt und durchgemacht haben muß (Familie, Umfeld), um so zu werden, wie er heute ist. J e d e r Schwerverbrecher war mal ein Kind - klein und niedlich. Also Leute, gebt Euch Mühe mit der Erziehung Eurer Kinder, laßt es nicht schleifen. Es ist harte Arbeit - jeden Tag und jede Minute! Aber es lohnt sich.
    Zunächst einmal stimme ich Ihnen zu: klein, niedlich, unschuldig sind sie, unsere Kindchen!
    Hier stellt sich die uralte Frage: angeboren oder anerzogen? In der Tat müssen meiner Meinung nach die Ursachen erforscht werden. Nur dann können wir "besser" werden. Die "Kopf-ab-Methode" nützt nun wirklich niemandem. Das Problem ist nur, dass wir in dieser Forschung offensichtlich seit hundert Jahren in den Anfängen stecken und nicht weiter kommen. "Was ist es, was in uns hurt, stiehlt und mordet?" fragt schon Büchner.
    Wir wissen sicherlich schon viel, jedoch geben wir lieber für andere Dinge unser Geld aus. Kümmern wir uns mehr um unsere Kinder. Geben wir ihnen das was sie brauchen: Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Vor allem aber Zeit. Zeit, sich entwickeln zu können zu eigenständigen Wesen mit Charakter. Manchen muss mehr, manchen weniger geholfen werden. Helfen wir ihnen. Sparen wir nicht am falschen Ende!
    a) den Opfern muss geholfen werden, da wir alle mitschuldig sind
    b) der Täter darf keine Gelegenheit haben, weitere Straftaten zu verüben
    Frage: Ist denn das so schwer? Die Beamten und Angestellte müssen sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst sein. Ist das über Jahre hinweg möglich? Gibt es ein burn-out oder ähnliches?
    Wir haben nun die Aufgabe, die Ursache des Entkommens zu klären und daraus Schlüsse zu ziehen.
  5. #34

    Mittelalter

    Mann, Mann, Mann, was hier so zusammengesülzt wird, ist ja unterste Schublade und finsterstes Mittelalter. Wir leben hier in einem zivilisierten Land, das sich humane Grundsätze zugelegt hat, zumindest meistens. Das beinhaltet auch, dass man Menschen, die abscheuliche Taten begangen haben eben nicht genauso abscheulich behandelt. Das nennt man Menschlichkeit, Artikel 1 usw.. Wem das nicht passt, der kann ja gerne nach Afghanistan auswandern.
    Dass es ein unglaubliches Versagen dieser Institution ist, so einen Typen entkommen zu lassen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wo und wieso dieser Kerl dann untergebracht wird, kann hier sowieso keiner beurteilen ausser er war am gerichtlichen Gutachten beteiligt. Dass man Fragen zur angeblichen Debilität stellt, wenn der Mann dann alle Hochsicherheitssysteme umgehen kann, ist dann trotzdem durchaus erlaubt, ich denke, das wird auch geschehen von Leuten, die dann alle näheren Umstände kennen.
    Und für alle, die hier ohne Ahnung herumproleten die Info: Lebenslänglich in Deutschland kann durchaus lebenslänglich bedeuten, in vielen Fällen ist das dann auch so. Das bedeutet nur, dass man nach 15 Jahren erstmals die Möglichkeit bekommt, eine Entlassung auf Bewährung zu beantragen. Wenn jemand wie dieser Mörder eine besonders schwere Tat begangen hat und auch noch immer potenziell gefährlich ist, bleibt der in idR für immer im Knast.
    Sicherheitsverwahrung hat damit übrigens nichts zu tun, das erkläre ich hier aber nicht, kann man googeln, bevor man hier wieder unqualifizierte Dummheiten von sich gibt und gegen angebliche Gutmenschen (wer soll das überhaupt sein?) wettert und so einen Mist absondert von wegen Blumen auf dem Nachttisch. Wer des Lesens halbwegs mächtig ist, hätte aus dem Artikel entnehmen können, dass die Zellen nicht einmal einen Fernseher haben und 23 Stunden dicht sind. Das hört sich für mich nicht nach einem angeblichem Hotelvollzug an, der immer wieder unterstellt wird.
  6. #35

    Rache ist so geil

    Wenn unser Strafrecht so liberal und "Täterfreundlich" ist, warum ist dann unsere Mordrate im internationalen Vergleich so niedrig ? Verglichen etwa mit den USA wo es für Mord noch die Todesstrafe gibt.

    Fast würde man meinen, es hätte etwas damit zu tun, dass man hier mehr auf Prävention anstatt auf die Befriedigung der Rachegelüste irgendwelcher konservativer Christen achtet die noch an freien Willen, sowie den Osterhasen und den Weihnachtsmann glauben. Aber zum Glück weiß ich ja, dass ich mit dieser Ansicht ein Gutmenschenspinner wäre und sie somit falsch sein muss.

    Foglich müssen wir die Todesstrafe einführen wie in den USA, aufdass sich die Anzahl unserer Knastinsassen verdreißigfacht und die Mordrate sich verzehnfacht. Erst dann sind wir eine anständige christlich, konservative Gesellschaft die Opferschutz statt Täterschutz durchführt und die Eigenverantwortung aller von Gott höchst persönlich erschaffenen Menschen respektiert.

    Pferchen wir Menschen die mit den Anforderungen einer kapitalistischen Gesellschaft nicht klarkommen doch einfach in Ghettos und stecken dann jeden 10. dieser Leute in den Knast. Au ja...so wie die Amerikaner müssen wir werden. Dann sind wir eine ganz tolle blutrachegeile Gesellschaft. Sabber schlurz hechel !!
  7. #36

    Weg mit der Kommentarfunktion bei so´nem Dreck

    Zitat von heinz4444 Beitrag anzeigen
    Die Verantwortlichen gehörten eigentlich auch hinter Gitter.
    Es war ein Glück,dass es nicht ein weiteres Opfer auf seinem "Spaziergang" gab.

    Mehr will ich dazu nicht schreiben,sonst kommt gleich ein kollektives Aufheulen der Gutmenschen Fraktion.
    Ich glaube es wäre sinnvoll die Kommentarfunktion für solche Artikel abzuschalten. Was sonst hier verbal rauskommt ist oft nicht zivilisierter als das, was Täter mit Opfern anstellen.
    Es hilft nur niemandem mehr, so what?
  8. #37

    Klinik Schließen und Anzeige für die Polizei

    So eine Klinik bekommt doch sicher einen haufen Geld für ihre "Patienten"? Wie kann es da einen Ausbruch geben und warum sieht die Klinik im Fernsehen aus wie ein Gebäude in Abbotabad?
    Und warum darf oder muss die Polizei einen auf dem Fahrrad flüchtenden Menschen mit dem Auto anfahren? Hat da schon jemand Anzeige gegen die Beamten erstattet?
    Das ist zwar ein Verbrecher aber noch lange kein Freiwild!
  9. #38

    Wo ist die eigene Nase?

    Zitat von GyrosPita Beitrag anzeigen
    Wir haben hier (westliches NRW) auch so eine Einrichtung wo die "Creme de la Creme" eingebunkert ist (Rhein-Ruhr-Ripper, der Satanist von Witten, etc. pp.). Ich behaupte mal das diese Dinger......
    Gegen die Zeitbomben die da draußen rumlaufen, kann man nichts tun. Jeder von ihnen hält sich für normal, bis er austickt. Und in dieser Gesellschaft kann man schon mal austicken. Das werden wir in Zukunft öfters sehen. Nicht jeder lässt sich einklapsen oder schließt sich im stillen Kämmerlein ein und bringt sich um.

    Nur was kann man ändern? Diese Gesellschaft lässt sich kaum verändern. Jeder einzelne könnte was tun und Toleranz üben und versuchen, Verständnis aufzubringen, aber psychische Probleme sind immer noch eins der vielen Tabuthemen. Selbst wenn es nicht immer hilft, schaden würde es auf keinen Fall.

    Aber solange sich die Mehrheit für "normal" erachtet, egal wie psychopathisch sie ist, wird sich nicht viel ändern, und die Gesellschaft wird Taximörder um Taximörder hervorbringen.

    Je unmenschlicher diese Gesellschaft wird, desto mehr Kranke wird sie generieren (und wird mit ihnen umgehen müssen, für sie zahlen müssen).
  10. #39

    Versicherung

    Ist eine Anstalt eigentlich gegen Ausbruch und seine Folgen versichert, oder darf das Risiko wie bei Atomkraftwerken die Allgemeinheit tragen?


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