Taufe der "Aida Mar": Greenpeace im Boot

SPIEGEL ONLINEErdgas im Tank, Strom von der Schute: Aida Cruises bemüht sich um Kurs in Richtung grünere Kreuzfahrt. Zum Hamburger Hafengeburtstag wird ihr neuestes Schiff getauft. Mit dabei ist Monika Griefahn, Greenpeace-Gründerin und neue Umweltdirektorin der Rostocker Reederei.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...832176,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erdgas im Tank, Strom von der Schute: Aida Cruises bemüht sich um Kurs in Richtung grünere Kreuzfahrt. Zum Hamburger Hafengeburtstag wird ihr neuestes Schiff getauft. Mit dabei ist Monika Griefahn, Greenpeace-Gründerin und neue Umweltdirektorin der Rostocker Reederei.

    Aidamar-Taufe: Monika Griefahn wird Umweltdirektorin von Aida Cruises - SPIEGEL ONLINE
    Na, dann ist Frau Griefhahn ja auch gut versorgt. Das ist ja schön.
  2. #2

    ...

    Umweltdirektorin!?
    Gibts dazu ne Berufs/Rollenbeschreibung?
    Wo ist die Position denn aufgehängt? Operations? Marketing? Oder doch Unternehmenskommunikation? ;)
  3. #3

    Erdgas statt Schweröl?

    Hm... Was soll denn mit dem gesamten Schweröl gemacht werden. Ich dachte, Schiffsverkehr ist der wesentliche Wirtschaftsbereich, wo man damit was anfangen kann.
    Wichtiger als ein anderer fossiler BRENNstoff, der momentan ein ökologisches Image hat, scheinen mir Rußpartikel-/Stickoxid-/Schwefeldioxid-Filter zu sein.

    Wenn sich jemand besser auskennt, lasse ich mich gerne belehren.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erdgas im Tank, Strom von der Schute: Aida Cruises bemüht sich um Kurs in Richtung grünere Kreuzfahrt. Zum Hamburger Hafengeburtstag wird ihr neuestes Schiff getauft. Mit dabei ist Monika Griefahn, Greenpeace-Gründerin und neue Umweltdirektorin der Rostocker Reederei.

    "AIDAmar"-Taufe: Monika Griefahn wird Umweltdirektorin von Aida Cruises - SPIEGEL ONLINE

    Die Dame beweist mal wieder: erst kommt das Fressen, dann die Moral. Als Pseudoumweltaktivistin für einen Konzern zu arbeiten, der für die größten Dreckschleudern und Energiefresser verantwortlich ist. Auf Rückgrat lässt das nicht schließen.
  5. #5

    Ist

    doch klar, jeder versucht am meisten für sich einzustreichen. Sei es über die Grünen oder Greenpeace,
    ganz mal abzusehen. was die Bundesrepublik lfd. neue gut dotierte Stellen schafft. Man musss sich mal schlau machen, was für unnütze Positionen dort neu geschaffen werden. Wahrscheinlich nur - wie es sich in einer Behörde gehört - Sesselfurzer......
  6. #6

    ? Grüne Kreuzfahrten ?

    Das darf alles nicht wahr sein!
    Glaubt Frau Griefahn das etwa selbst?

    Die sind doch alle käuflich!

    Unsere Führungseliten lassen unseren Planeten mit Vollgas gegen die Wand fahren! ( Mir fällt keine Metapher ein, die die Wandlung unserer Atmosphäre hin zu Mars- oder Venusähnlichen Verhältnissen passend beschreiben könnte! )

    Bei der Verbrennung von Erdgas entsteht dieselbe Menge an CO2,
    und bei der Herstellung des Schiffs dürfte eine ähnlich Energiemenge verjubelt worden sein, wie die Hansestadt Hamburg sie pro Jahr verbraucht!

    Ganz zu schweigen von den Mittel- und Langstreckenflügen der Kreuzfahrtgäste!

    Wenn das vorgelebte Umweltbewußtsein so aussieht, werde ich künftig die Frühstücksbrötchen wieder mit dem Auto holen, die Heizung ganzjährig voll aufdrehen, die Fenster zum Durchzug öffnen und niemals, niemals wieder die allmorgendliche Diskussion mit meiner Tochter führen, dass sie mit dem Rad zur Schule fahren soll, damit sie später keine Atemmaske mit Sauerstoffflasche auf dem Rücken braucht, wenn sie "an die frische Luft" gehen will.

    Ich kann Greenpeace-Chef Kumi Naidoo nur beipflichten, daß wir den Planeten leider wirklich verlieren bzw. schon verloren haben, weil KEINE der praktikablen Lösungen die rechtzeitige Abkehr von den fossilen Brennstoffen umgesetzt wurde!
  7. #7

    Sehr optimistisch

    "Der Kreuzfahrttourismus hat das Potential, eine der heute verfügbaren Reiseformen mit dem geringsten Einfluss auf die Umwelt zu werden", tönt die Reederei.
    Pro Passagier und Stunde werden fast 2l Schweröl verbrannt...Macht also fast 50l am Tag pro Passagier.
    Wenn eine vierköpfige Familie 1000 km mit dem Auto in Urlaub hin und zurück fährt, verbraucht das weniger Öl als 3 Passagiere auf dem Schiff an einem Tag, ohne Anreise.
    Die Potentiale der Reederei sind also sehr optimistisch!
  8. #8

    Preis.

    Zitat von Reg Schuh Beitrag anzeigen
    Hm... Was soll denn mit dem gesamten Schweröl gemacht werden. Ich dachte, Schiffsverkehr ist der wesentliche Wirtschaftsbereich, wo man damit was anfangen kann.
    Wichtiger als ein anderer fossiler BRENNstoff, der momentan ein ökologisches Image hat, scheinen mir Rußpartikel-/Stickoxid-/Schwefeldioxid-Filter zu sein.

    Wenn sich jemand besser auskennt, lasse ich mich gerne belehren.
    Schweröl/Bunker C hat sich von Raffinerieabfall, den man nachgeschmissen bekam, zu einem Treibstoff entwickelt, dessen Preis sich in Richtung Diesel entwickelt. Auf der Suche nach preiswerten Alternativen sind daher bspw. für Gastanker Triple-Fuel-Maschinen (Schweröl+Marinediesel+Gas) in der Entwicklung, die den ehedem einfach abgeblasenen 'Boil-Off' verwerten. Die Gaszündung (im Dieselmotor) wird dann über die Piloteinspritzung einer geringen Menge Schweröls/Diesels initiiert.
    Ihre Anmerkungen bzgl. Schadstofffilter sind vollkommen berechtigt, wie jeder weiß, der schon mal eine Erdgasentschwefelungsanlage gesehen hat. Naturgas ist eben auch nicht schwefelfrei. Zu bedenken bleibt aber, daß Schweröl sich nicht so leicht entschwefeln läßt wie Erdgas: zum einen die Siedetemperatur, zum anderen der ganze Dreck, den die übrigen Raffinerieprodukte im Sumpf übriglassen. Daher erscheint es tatsächlich sinnvoll, aus zu verbrennendem Schweröl nicht vorher ein Edelprodukt zu machen, sondern erst die Abgase der 'Müllverbrennungsanlage Schiff' zu filtern. Auch hierzu wird bereits experimentiert (letzten/vorletzten Monat in der Schiff & Hafen).

    Grüße, tutmosis
  9. #9

    Und ob.

    Zitat von Mannheimer011 Beitrag anzeigen
    "Der Kreuzfahrttourismus hat das Potential, eine der heute verfügbaren Reiseformen mit dem geringsten Einfluss auf die Umwelt zu werden", tönt die Reederei.
    Pro Passagier und Stunde werden fast 2l Schweröl verbrannt...Macht also fast 50l am Tag pro Passagier.
    Wenn eine vierköpfige Familie 1000 km mit dem Auto in Urlaub hin und zurück fährt, verbraucht das weniger Öl als 3 Passagiere auf dem Schiff an einem Tag, ohne Anreise.
    Die Potentiale der Reederei sind also sehr optimistisch!
    Und ob das zwei Liter sind! 2l/h halte ich sogar für optimistisch. Jeder kann sich das eigentlich einfach ausrechnen: Unter 150g/kWh ist die Energie einer Wärmekraftmaschine derzeit nicht zu haben (Schweröl wiegt ungefähr 1kg/l). Auch bei Intensivhaltung der Touristen wird sich -in Fahrt- eher ein Verbrauch jenseits von 4l/h*pax einstellen.
    m*v2 -auch eines Schiffes- ist nun mal kinetische Energie. Die kriegt man nur aus anderen Energieformen raus (hier die chem. Bindungen des Dieselkraftstoffs). Erster Haupts...

    Das gilt allerdings auch für Caravanisten, und, ob der Redakteur glauben mag oder nicht, auch für Zugreisende. Seine Conclusio:
    "Solange man den Hotelbetrieb der Ozeanriesen jedoch nicht auf Schienen setzen kann, wird dies wohl eher Utopie bleiben."
    ist daher besonders angesichts des noch schlechteren Wirkungsgrades des Schienentransports totaler Mumpitz.

    Aus Ihrem Beitrag höre ich Zweifel, ob es vernünftig ist, mehrere tausend Menschen in eine Stahlkiste zu pferchen und diese zwangsbespaßt herumzuschippern. Diesen Zweifeln kann ich mich als Seemann nur anschließen.

    Grüße, tutmosis