Offensichtlich kann sich selbst der Tatort nicht dem Trend entziehen: Egal ob Frauentausch, Popstars, X-Faktor, Y-Faktor oder Z-Faktor; von Gerichts- bis zur Mietershow, allüberall wird zunächst und vor allem "empfunden". Gefühle explodieren, Emotionen kochen hoch, die Unterhaltungslautstärke pengelt sich auf durchschnittlich 100 Dbz ein und irgendwo dazwischen (abzüglich dem was die Werbung übrig lässt) findet man auch noch kleine Bröckchen von Handlung.
Inzwischen bräuchte der Normalseher vermutlich 1/2 Stunde um festzustellen was da gerade gesendet wird; gäbe es nicht eine paar diskrete Hinweise am Bildschirmrand, der Rest versinkt notorisch im emotionalen Chaos.
Wahrscheinlich wird der Trend weiter gehen:
"Benjamin Blümchen dreht ab!"
(Benjamin Blümchen vs. Schimpansengehege, ein Talkshow unter der Leitung von Carla Columna unter dem Titel: Warum werft Ihr Säue eigentlich die Banenschalen auf den Gehweg.)
..und zu den Nachrichten referiert der Moderator 20 Minuten über seine häusliche Situaton, dem Nachbarschaftsstreit und Probleme mit den Kindern, danach das Wetter.
Wird hier in dieser Republik überhaupt noch irgendetwas GEMACHT?
Oder bin ich der einzige?
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