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Tarifrunde 2012: Jetzt ist Zahltag

dapdFrühere Warnstreiks, mehr Druck auf die Arbeitgeber: Im aktuellen Tarifpoker gehen die Gewerkschaften härter zur Sache als in früheren Jahren - zu Recht. Jetzt ist es an der Zeit, dass Millionen Beschäftigte für ihre jahrelange Bescheidenheit kräftig belohnt werden. Gerade wegen der Krise.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...820047,00.html
  1. #30

    Zitat von Mo2 Beitrag anzeigen
    Lustig, dass Sie von "nachplappern" sprechen. Was eine Projektion ist, wissen Sie schon?

    Wenn Sie erklärt haben möchten, wer wie die entsprechenden Gesetze ändern kann, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihren Gemeinschaftskundelehrer. Dass es nicht die Kommunen sind, wissen Sie ja schon. Aber vielleicht gibt es irgendwelche Zusammenhänge zwischen Staat und Kommunen?
    Diese Zusammenhänge wird es wohl geben, wobei mir dann abwer immer noch nicht klar ist, inwieweit die Kommunen die ursprünglich erwähnten Einnahmequellen dem Grunde und der Höhe nach steuern können. Offensichtlich geht es nämlich - trotz der von Ihnen erwähnten Zusammenhänge - nicht, anderenfalls wir die prekäre wirtschaftliche Situation der meisten Kommunen nicht hätten.

    Sie mögen es vielleicht nicht hören wollen, aber ich stehe eben auf dem Standpunkt, dass man nicht - dauerhaft - mehr Geld ausgeben kann, als man einnimmt. Wenn also die Personalausgaben unter anderem der Kommunen spürbar steigen sollen, muss doch vorher genauso spürbar die Einnahmenseite verändert werden.

    Mag schon sein, dass dies nicht die ureigenste Aufgabe von VerDi als Interessenvertreter der Arbeitnehmer des ÖD ist, dies anzusprechen. Ich als einer der zahlreichen Steuerzahler, welche das letztlich werden finanzieren müssen, darf es aber durchaus ansprechen und tue dies auch.
  2. #31

    Zitat von Mo2 Beitrag anzeigen
    Lustig, dass Sie von "nachplappern" sprechen. Was eine Projektion ist, wissen Sie schon?

    Wenn Sie erklärt haben möchten, wer wie die entsprechenden Gesetze ändern kann, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihren Gemeinschaftskundelehrer. Dass es nicht die Kommunen sind, wissen Sie ja schon. Aber vielleicht gibt es irgendwelche Zusammenhänge zwischen Staat und Kommunen?
    Naja, ich dachte Sie wüßten es, wer diese staatlichen Einnahmequellen steuert, da Sie ja das Gespräch darauf gebracht hatten. Ich kann aber gerne auch meinen "Gemeinschaftskunbdelehrer" fragen ... :-) ... !!??
  3. #32

    Wie sagt der schwäbische Wirt?

    Zitat von old_black_tiger Beitrag anzeigen
    Das sehe ich auch so. Und um mit Volker Pispers zu sprechen: "Die Steuern müssen nicht gesenkt werden. Die Steuern müssen bezahlt werden."
    Und außerdem:
    die Reaktion der Arbeitgeberverbände (mit ihrer fetten Lobby-Apanage) ist doch geradezu lächerlich.
    Egal, in welcher ....

    Freibier gibt's morgen!!
  4. #33

    Zitat von Sawubona Beitrag anzeigen
    Daran sind also die Beschäftigten schuld??
    Sie sollten für sich erstmal auflisten, welche Dienstleistungen der öffentliche Dienst für Sie erbringt!!
    Vom öffentlichen Dienst haben Sie offenbar soviel Ahnung, wie ein Karpfen vom Stabhochsprung!
    Ich habe ganz sicher nicht die Behauptung aufgestellt, dass die Beschäftigten selbst schuld sind, genauso wenig habe ich behaptet, der Fachmann für den ÖD zu sein! Es geht auch nicht darum, welche Leistungen der ÖD konkret für mich erbringt! Mir geht es doch um die schlichte Feststellung, dass die Kommunen kein Geld für eine Gehaltserhöhung haben, da sie ohnhin schon defizitär sind! Das wollen Sie doch nicht ernsthaft in Abrede stellen!? Und wenn dann jemand dafür ist, dass die Kommunen für eine Gehaltserhöhung ihrer Bediensteten ihre Schuldenlast noch erhöhen, dann möge er dies dann bite auch ausdrücklich so vertreten! Ich jedenfalls bin dagegen!
  5. #34

    Zitat von juleswdd Beitrag anzeigen
    ... :-) ... !!??
    Was sollte das denn werden? Haben Sie die Interpunktion ihres gesamten Posts gesammelt und am Ende angehangen? Dem Lesefluss würde es gut tun, wenn Sie in Zukunft Satzzeichen an den richtigen Stellen einbauen würden.
  6. #35

    Titelzwang wird bestreikt

    Zitat von Mo2 Beitrag anzeigen
    Und mir bleibt völlig unerfindlich, warum Sie nicht nach den Ursachen für die defizitären Haushalte fragen. "Horrend" sind nicht die Personalkosten sondern die mangelnde Besteuerung von Vermögen, Erbschaften und Finanzspekulationen z.B.
    Wenn man "Einkommen aus Vermögen" dem "Einkommen aus Arbeit" gleichstellt, würden sich so einige Drückeberger an der Finanzierung unseres Landes beteiligen müssen?! Von diesem Einkommen sollten ebenso Lohnsteuer, GKV, RKV etc einbehalten werden?! Finanzspekulanten gehören ebenso zur Kasse gebeten wie große Erbschaften über einem gewissen Freibetrag (also nicht Oma's Haus).

    Dann bräuchte noch der Deutsche Städtetag, als Interessenvertreter der meisten Kommunen, noch ein bissi A..... in der Hose um von Ländern und Bund für die zusätzlich aufgebürdeten Lasten, einen in voller Höhe entsprechenden Ausgleich zu fordern und durchzusetzen!

    Für den oberen Absatz wäre der Bund zuständig, für den unteren der Deutsche Städtetag.
    Leider kann ich nix erkennen was auch nur annähernd in diese Richtung laufen würde. :(
  7. #36

    Fachkräftemangel ist in der Pflege schon voll angekommen. Selbst in Ostdeutschland kann ich mir als Pfleger mit Erfahrung auf Intensivstation die Jobs aussuchen.
    Ist nur logisch, dass die Gehälter steigen werden.
    Die Zeiten dass man den Job nur fürs gute Gefühl machte, sind lange vorbei.
    Ich verdien schon überdurchschnittlich für die Region und als Ausbildungsberuf, aber wenn man Verantwortung (ich kann mit einem Fehler jederzeit einen Menschen umbringen) und Arbeitsbelastung (ich muss solche Fehler vermeiden, auch in der größten Hektik) sieht, finde ich eine Bezahlung wie für Akademiker angemessen. Und offensichtlich braucht es auch soviel Kohle, damit man genügend Interessenten findet.

    Ein Kollege ging ins Ausland mit den Worten: da verdien ich netto soviel, wie hier der Oberarzt Brutto bekommt.
    Die Pflege ist die größte Berufsgruppe in Deutschland, bis jetzt war sie ziemlich duldsam, aber die Zeiten ändern sich.
  8. #37

    Zitat von wannewupp Beitrag anzeigen
    Von der Politik werden umfangreiche Maßnahmen beschlossen, die die Finanzierungslücken in den öffentlichen Haushalten immer größer werden lassen. Die Bereitschaft oder Möglichkeit bei Transferleistungen, kulturellem Angebot, Kinderbetreuung etc. Leistungen zu kürzen ist (sicherlich aus häufig gutem Grund) nicht vorhanden. Dann aber bei der Tarifrunde diese Finanzierungslücke als Argument zu bringen ist schon sehr simpel.
    Simpel oder nicht, ich sehe eben, dass - aus welchen Gründen auch immer - jedenfalls bei den Kommunen kein Geld für höhere Gehälter vorhanden ist. Der erste Schritt müsste also sein, die Einnahmeseite zu verbessern, bevor man mehr Geld ausgibt. Nichts anderes wollte und will ich zum Ausdruck bringen!
  9. #38

    xxx

    Zitat von denkdochmalmit Beitrag anzeigen
    Nö, nicht auf Pump, sondern durch massive Steuererhöhungen z.B. bei der Erbschaftssteuer und eine Abgabe auf große Vermögen.
    Die meisten kleinen Gemeinden sind nur im Minus weil die Gemeindeumlagen der Länder viel niedriger ausfallen als früher.
    Und denen bleibt nur die Grundsteuer oder die Hundesteuer zu erhöhen.
    Die Lösung aller finanziellen Probleme der Republik sind durch MASSIVE Steuerhöhungen für sehr reiche Menschen zu lösen - einfach so !
    Massive Steuererhöhungen auf versteuerten Privatbesitz ist letztlich Diebstahl.
    Verbrecherische Politiker die glauben sich bereichern zu können und es dann an Ihre Klientel umzuverteilen - die ja nichts dafür geleistet haben - werden auch nicht lange daran Freude haben.
    Vor so einem Willkürstaat werden alle die können und alle Leistungsträger sowie Firmen das weite suchen.

    Dann bricht hier alles zusammen und die Arbeitslosigkeit wird neue Rekorde erreichen..toll
  10. #39

    Crisis in the east, crisis in the west

    Zitat von juleswdd Beitrag anzeigen
    Ich sehe es nicht als meine persönliche Aufgabe an, die öffentlichen Kassen zu sanieren, da sind schon ganz andere Leute gescheitert. Ich stelle doch nur fest, dass die öffentlichen Arbeitgeber das Geld für eine Gehaltserhöhung durch neue Schulden finanzieren müssten. Und ich meine, dass die Schulden in Deutschland mit rund 2000 Milliarden schon groß genug sind. Ob das alles gerecht ist, das sei dahingestellt!
    Und wofür sind diese Schulden entstanden?

    Durch fehlende Einnahmen im Bereich der Großverdiener, durch verschiedene kapitalistische Wirtschaftskrisen wie Bankenrettungen etc. und eine völlig verfehlte Vereinigungspolitik.
    Warum sollen da die Arbeitnehmer dafür einstehen?
    Vielleicht sollte man mal die Leute ranziehen, die die Krisen verursacht haben und diejenigen, die sich an diesen Krisen bereichert haben, oder?


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