Tarifrunde 2012: Jetzt ist Zahltag

dapdFrühere Warnstreiks, mehr Druck auf die Arbeitgeber: Im aktuellen Tarifpoker gehen die Gewerkschaften härter zur Sache als in früheren Jahren - zu Recht. Jetzt ist es an der Zeit, dass Millionen Beschäftigte für ihre jahrelange Bescheidenheit kräftig belohnt werden. Gerade wegen der Krise.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...820047,00.html
  1. #120

    Zitat von bürgerschreck Beitrag anzeigen
    Was außer Bürokratischem Irrsinnn und Knöllchen wird denn vom Staat erwirtschaftet? Gearbeitet wird in der Industrie... dort wird das Geld verdient, dass dann alle verprassen. Besonders Vater Staat und seine Millionen Diener.
    deutschland bietet jedem unternehmer schutz für seine investitionen und seinem besitz. wir haben einen einmaligen wiederaufbau geschafft, den gilt es zu erhalten. es gibt in deutschland viele wirtschaftlich gut arbeitende unternehmer, nicht nur in der industrie!
    wieviel millionen diener vermuten sie, und wie ist das "verprassen" zu verstehen? meinen sie "ehrensold" oder "ungehörig hohe managergehälter" oder meinen sie etwa die 1400 brutto p.m. für die knöllchenschreiberin? maulen kann jeder?
  2. #121

    Hallo,

    Zitat von Argosch Beitrag anzeigen
    Es kommt am Ende doch eh wie immer.
    Im öffentlichen Dienst 2,x% mehr plus eine Einmalzahlung in Höhe von ca. 200€ auf eine Laufueit von 2 jahren.
    es steht zu befürchten. Die Ärzte haben´s damals richtig gemacht. Die Lokführer auch. Wie´s bei den Vorfeldleuten ausgegangen ist, weiß ich nicht... ...jedenfalls leidet die Verdi unter Mitgliederschwund.
    Einzige Hoffnung: Einem von dir genannten Ergebnis stimmen dann hoffentlich die Mitglieder hinterher nicht zu.
  3. #122

    xxx

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Ihr Beitrag enthält mehrere unrichtige Angaben. Die Erste wäre das Märchen von den Aktionären, die die Vorstandseinkommen bestimmen. Vorstandsverträge und -einkommen werden von den Aufsichtsräten beschlossen. Da sollten Sie einmal nachsehen, von welchen Personen, auf der Kapitalseite, denn auf dieser Seite liegt gesetzlich festgelegt immer die Mehrheit, Aufsichtsräte gebildet werden. Da sind ......
    Aktiengesellschaften sind private Angelegenheiten - wir leben nicht in einem sozialistischen /kommunistischen Verbrecherstaat der behauptet das alles ihm gehört.
    Das GG können Sie diesbezüglich ruhig beiseite legen.
    Wenn Sie keien Aktie haben, gehen Sie die Gehälter der AG null komm null an.
    Durch die progressive Besteuerung von Einkommen profitieren Sie als Bürger aber am Ende doch von hohen Einkommen der Vorstände - freuen Sie sich.

    Über Vorstände von AGs entscheiden die Besitzer, also die die Mehrheit haben, ob die gewählten Vorstände noch in anderen Betriebe hocken ist dabei egal, auch dort sind Sie ja von den Besitzern installiert worden.
    Auch das geht Sie als Nichtaktionär - null- an.

    Sie sind ja offenbar ein Durchblicker in Sachen Selbstständigkeit.
    Ein Großteil sind Durchschnittsverdiener, mit meist längerer Arbeitszeit (Thema Selbstausbeutung) und ohne Arbeitslosenversicherung.
    Ist nicht so toll wie man oft meint...

    Arbeitnehmer können selbstverständlich streiken um Ansprüche durchzusetzen. Gewerkschafter bei uns haben aber begriffen, dass man die Kuh die man melken möchte nicht schlachten darf.
    In anderen Ländern ist das oft anders.
    Deshalb stehen diverse Euroländer so blöd da.
  4. #123

    Artikel 14 Abs. 2 GG

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen
    Aktiengesellschaften sind private Angelegenheiten - wir leben nicht in einem sozialistischen /kommunistischen Verbrecherstaat der behauptet das alles ihm gehört.
    Das GG können Sie diesbezüglich ruhig beiseite legen.
    Wenn Sie keien Aktie haben, gehen Sie die Gehälter der AG null komm null an.
    Durch die progressive Besteuerung von .....
    Artikel 14 Abs. 2 GG: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
    Auf was würden Sie denn diesen Artikel beziehen?

    Noch einmal für Sie. Die Verträge der Vorstände von Aktiengesellschaften werden vom Aufsichtsrat geschlossen. Damit hat die Hauptversammlung, also die Aktionäre, nichts zu tun. Die Hauptversammlun erteilt dem Aufsichtsrat lediglich Entlastung, bestätigt also, dass der Aufsichtsrat korrekt gearbeitet hat. Kein Aktionär kann bei diesen Verträgen irgend etwas mitbestimmen.

    Um Ihr Beispiel mit der Kuh auf die Bundesrepublik Deutschland anzuwenden. In diesem Land werden die Kühe, die Milch geben, immer mehr gemästet, was bedingt das diese immer fetter werden. Nur mehr Milch geben sie nicht. Im Gegenteil, sie werden immer träger und gieriger nach mehr Futter. Daher sollte bei einigen die Futterration reduziert werden. Um es genau zu sagen, einige Steuern sollten eingeführt und z.B. der Spitzensteuersatz sollte erhöht werden.
  5. #124

    Die reinste Freude mit H4

    Zitat von RioTokio Beitrag anzeigen

    Sie sind ja offenbar ein Durchblicker in Sachen Selbstständigkeit.
    Ein Großteil sind Durchschnittsverdiener, mit meist längerer Arbeitszeit (Thema Selbstausbeutung) und ohne Arbeitslosenversicherung.
    Ist nicht so toll wie man oft meint...

    .
    Jeder in diesem Land, auch ehemalige und Pleite gegangene Selbständige, haben Anspruch auf H4 Leistungen. Da von einem gewissen Personenkreis immer behauptet wird, die H4 Leistungen sind so großzügig bemessen. sollte doch auch für den Personenkreis der ehemaligen Selbständigen ein Leben mit dem H4 Satz die reinste Freude sein. Ist doch toll.
  6. #125

    Das Erreichte zerstoeren = Gewerkschaftspolitik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frühere Warnstreiks, mehr Druck auf die Arbeitgeber: Im aktuellen Tarifpoker gehen die Gewerkschaften härter zur Sache als in früheren Jahren - zu Recht. Jetzt ist es an der Zeit, dass Millionen Beschäftigte für ihre jahrelange Bescheidenheit kräftig belohnt werden. Gerade wegen der Krise.

    Tarifrunde 2012: Jetzt ist Zahltag - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    nur weil wir ein Jahr gut dastehen, muessen wir beweisen das wir nicht verstehen, das Europa noch immer ein grosses Krisengebiet ist. Uebrigens, was hat der oeffentlich Dienst denn getan um der Wirtschaft zu helfen! Wir bezahlen immer noch zu viel fuer Muell!
  7. #126

    .

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Artikel 14 Abs. 2 GG: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
    Auf was würden Sie denn diesen Artikel beziehen?

    Noch einmal für Sie. Die Verträge der Vorstände von Aktiengesellschaften werden vom Aufsichtsrat geschlossen. Damit hat die Hauptversammlung, also die Aktionäre, nichts zu tun. Die Hauptversammlun erteilt dem Aufsichtsrat lediglich Entlastung, bestätigt also, dass der Aufsichtsrat korrekt gearbeitet hat. Kein Aktionär kann bei diesen Verträgen irgend etwas mitbestimmen.

    Um Ihr Beispiel mit der Kuh auf die Bundesrepublik Deutschland anzuwenden. In dieseiese immer fetter werden. Nur mehr Milch geben sie nicht. Imm Land werden die Kühe, die Milch geben, immer mehr gemästet, was bedingt das d Gegenteil, sie werden immer träger und gieriger nach mehr Futter. Daher sollte bei einigen die Futterration reduziert werden. Um es genau zu sagen, einige Steuern sollten eingeführt und z.B. der Spitzensteuersatz sollte erhöht werden.
    Sie wissen aber schon, wer den Aufsichtsrat zusammensetzt/wählt. Das macht die Hauptversammlung. Am Ende eines jeden Wirtschaftsjahres wird der Aufsichtsrat dann von der HV entlastet, sofern diese die Arbeit entsprechend gut finden. Der Aufsichtsrat spiegelt die Interessenvertreter der Eigentümer wider. In Deutschland ist dieser zu gleichen Teilen von Anteilseigner-und Arbeitnehmervertreter besetzt (Ab 1000 Angestellten nach Montan-Mitbestimmung).
    Warum wollen Sie den Spitzensteuersatz erhöhen, wie wäre es mit dem Eingangsteuersatz, da hätten alle was von, Sie sicher auch. Ihrem Post nach sind Sie vom Spitzensteuersatz nicht betroffen, daher stellt der eine gute Grundlage für Erhöhungen dar, nicht wahr?
    Aus Ihren GG Zitat würde ich nicht schließen, dass der Staat, die Vergütung der Angestellten im Vorstand zu regeln hat, sondern das der Staat Eigentum ermöglichen und schützen soll (Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG) und gleichzeitig die Sozialpflichtigkeit gewähren muss (Art. 14 Abs 2 GG). Nun stellt sich die Frage, wann eine Unternehmung der Sozialpflichtigkeit gerecht wird.
    Zu allererst geht die herrschende Rechtmeinung davon aus, dass das GG als Grundlage zu Gestaltung des rechtlichen Rahmens der Bundesrepublik gilt, d.h. der Staat hat die Gesetze so auszugestalten, dass ein Unternehmen im Privatbesitz bei Befolgung der Gesetzeslage nicht gegen das Grundgesetz verstößt. Das Aktiengesetz, das GmbH-Gesetz, das BGB, das HGB, das EStG und div. andere Gesetze sollen die Sozialpflichtigkeit herstellen. Zu nennen sind z.B. die div. Mitbestimmungsgesetze, im BGB dann die Haftungsklauseln bei Schlechtleistung, die progessive Einkommenbesteuerung im EStG nach §32a usw.
    Wie würden Sie Art 14 GG interpretieren?
  8. #127

    .

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Jeder in diesem Land, auch ehemalige und Pleite gegangene Selbständige, haben Anspruch auf H4 Leistungen. Da von einem gewissen Personenkreis immer behauptet wird, die H4 Leistungen sind so großzügig bemessen. sollte doch auch für den Personenkreis der ehemaligen Selbständigen ein Leben mit dem H4 Satz die reinste Freude sein. Ist doch toll.
    ALG II ist was anderes als die Arbeitslosenversicherung, das ist Ihnen klar oder? Im Rahmen der Arbeitslosenversicherung wird ALG I bezahlt.
  9. #128

    Zitat von nick115 Beitrag anzeigen
    Sie haben anscheinend nicht viel Ahnung vom öffentlichen Dienst. Die horrenden Personalkosten sind u.a. deswegen vorhanden, damit Sie lieber Bürger die Leistungen diese haben wollen auch bekommen. Wer soll denn die Baugenehmigungen erlassen, Führerschein und Personalausweis ausstellen, Ihre Kinder betreuen, Sie innerhalb der Stadt zur Arbeit fahren, Ihren Müll entfernen und Ihre Straße Instand setzen? Dafür braucht es Menschen die zu 95%!!! seit 10 Jahren immer weniger haben, um sich ein angemessen Lebenstil mit eigener Wohnung, kleinstem Auto und vielleicht einem Urlaub im Jahr leisten zu können, bei einer 39 bzw. 41 Stunden Woche.

    (Wohl gemerkt ausgenommen sind hier die Wasserköpfe der obersten Führungskräfte mit 4 Referenten und 5 Assistenten mit EG 13/ A14+.)
    Insoweit Zäumen Sie das Pferd von der falschen Seite auf. AUFGABENREDUKTION ist erforderlich, dann kann man auch Personal sparen. Nur Personal sparen bei gleichen Aufgaben führt z.B. bei der Stadtverwaltung Köln zu einem Krankenstand (länger als 6 Wochen im Jahr) von aktuell ca. 2500 Mitarbeitern bei knapp 16.000 MA.
    In meiner Gehaltsgruppe habe ich ca. 110 € Kaufkraft weniger als 2000! bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 2 Stunden mehr pro Woche, nur noch 30% Weihnachtsgeld und einer Kostendämpfungspauschale von min. 150 € pro Jahr.

    Und da soll ich Verdi bzw. komba nicht unterstützen????? Die Arbeitgeber haben jetzt zu liefern und zwar mindestens die 200,00 €!
    Ach, Sie bekommen Weihnachtsgeld? Sowas kennt man in weiten Teilen der Wirtschaft schon gar nicht mehr. Und einen Nettolohnverlust haben viele hinnehmen müssen. ABER, die sind nicht unkündbar, und das ist ein unschätzbarer Vorteil (den ich Ihnen wohlgemerkt nicht neide, aber bitte vergessen Sie das nicht)! GErade heutzutage!!!
  10. #129

    .

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Wo Sie Ihre Zahlen her haben, ist ein Rätsel. Wahrscheinlich sind Sie irgendeiner Falschmeldung von Ackermann und der PR Abteilung der Deutschen Bank aufgesessen. Bei Ihrer Gäubigkeit und Anbetung solcher Leute gegenüber scheint mir das kein Wunder zu sein.
    Nun zu den Tatsachen:
    Einkommen des Vorstandsvorsitzenden Ackermann 2009
    7.472.500 Euro
    Einkommen des Vorstandsvorsitzenden Ackermann 2010
    6.304.449 Euro
    (Finanzbericht Deutsche Bank 2010, Seite 132)

    Wenn Ackermann mal imJahr eine Million weniger Einkommen hat, geht das bei diesem Mann bestimmt nicht andie Substanz. Bei einem Beschäftigten mit 1.500 Euro netto würden z.B. 100 Euro weniger Einkommen schon an die Substanz gehen.
    Wie zusätzliche Prämien für die Beschäftigten aussehen könnten, zeigt im Moment die Automobilindustrie. Hier werden aufgrund der guten Geschäftsergebnisse Zusatzzahlungen von mehren Tausend Euro an jeden Beschäftigten ausgezahlt. Zu diesen Zahlungen habe ich keinerlei negative Kommentare der DGB Gewerkschaften gehört. Also bitte nicht weiter mit Propagandafloskeln argumentieren.
    Entschuldigen Sie, ich hatte mich im Jahr geirrt, 2008 Gesamtjahresvergütung Dr. Josef Ackermann
    1.389.586 EUR (1.150.000 Grundgehalt + 239.586 sonstige Leistungen)
    2007:
    Grundgehalt: 1.150.000
    sonst. Leistungen: 151.517
    erfolgsabh. Komponenten ohne langfr. Anreizwirkung: 8.148.725
    erfolgsabh. Komponenten mit Langfr. Anreizwirkung: 4.531.250
    Gesamt: 13.981.492
    Macht einen Rückgang von 90%
    Geschäftsbericht 2008 S.131

    Propagandafloskeln sind Ihre Stärke, vergessen Sie doch immer wieder darauf zu verweisen, dass der fixe Gehaltsbestandteil bei Vorstandsvergütungen i.d.R weit unter 50% liegt und die Gehälter aufgrund der Kopplung an den Unternehmenserfolg steigen, auch vergessen Sie nur zu gern darauf hinzuweisen, dass der Aufsichtsrat von der Hauptversammlung, also den Eigentümern, gewählt wird.

    Btw.: Die Zahlungen der Automobilindustrie sind freiwillig und kein Tarif-/Gehaltsbestandteil, daher gibt es auch kein Ärger vom DGB. Der DGB hätte aber sehr wohl ein Problem damit, wenn man vorschlagen würde. Das Gehalt nur zu 50% zu fixieren und den Rest an den wirtschaftlichen Erfolg zu koppeln. Er hätte auch bereits Probleme, das aktuelle Gehaltsniveau zu fixieren und die anstehende Erhöhung der IGM als variablen Bestandteil zu akzeptieren.