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Tarifrunde 2012: Jetzt ist Zahltag
dapdFrühere Warnstreiks, mehr Druck auf die Arbeitgeber: Im aktuellen Tarifpoker gehen die Gewerkschaften härter zur Sache als in früheren Jahren - zu Recht. Jetzt ist es an der Zeit, dass Millionen Beschäftigte für ihre jahrelange Bescheidenheit kräftig belohnt werden. Gerade wegen der Krise.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...820047,00.html
- #120 09.03.2012 13:32 von
deutschland bietet jedem unternehmer schutz für seine investitionen und seinem besitz. wir haben einen einmaligen wiederaufbau geschafft, den gilt es zu erhalten. es gibt in deutschland viele wirtschaftlich gut arbeitende unternehmer, nicht nur in der industrie!
wieviel millionen diener vermuten sie, und wie ist das "verprassen" zu verstehen? meinen sie "ehrensold" oder "ungehörig hohe managergehälter" oder meinen sie etwa die 1400 brutto p.m. für die knöllchenschreiberin? maulen kann jeder? - #121 09.03.2012 13:35 von
Hallo,
es steht zu befürchten. Die Ärzte haben´s damals richtig gemacht. Die Lokführer auch. Wie´s bei den Vorfeldleuten ausgegangen ist, weiß ich nicht... ...jedenfalls leidet die Verdi unter Mitgliederschwund.
Einzige Hoffnung: Einem von dir genannten Ergebnis stimmen dann hoffentlich die Mitglieder hinterher nicht zu. - #122 09.03.2012 14:04 von
xxx
Aktiengesellschaften sind private Angelegenheiten - wir leben nicht in einem sozialistischen /kommunistischen Verbrecherstaat der behauptet das alles ihm gehört.
Das GG können Sie diesbezüglich ruhig beiseite legen.
Wenn Sie keien Aktie haben, gehen Sie die Gehälter der AG null komm null an.
Durch die progressive Besteuerung von Einkommen profitieren Sie als Bürger aber am Ende doch von hohen Einkommen der Vorstände - freuen Sie sich.
Über Vorstände von AGs entscheiden die Besitzer, also die die Mehrheit haben, ob die gewählten Vorstände noch in anderen Betriebe hocken ist dabei egal, auch dort sind Sie ja von den Besitzern installiert worden.
Auch das geht Sie als Nichtaktionär - null- an.
Sie sind ja offenbar ein Durchblicker in Sachen Selbstständigkeit.
Ein Großteil sind Durchschnittsverdiener, mit meist längerer Arbeitszeit (Thema Selbstausbeutung) und ohne Arbeitslosenversicherung.
Ist nicht so toll wie man oft meint...
Arbeitnehmer können selbstverständlich streiken um Ansprüche durchzusetzen. Gewerkschafter bei uns haben aber begriffen, dass man die Kuh die man melken möchte nicht schlachten darf.
In anderen Ländern ist das oft anders.
Deshalb stehen diverse Euroländer so blöd da. - #123 09.03.2012 15:54 von
Artikel 14 Abs. 2 GG
Artikel 14 Abs. 2 GG: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Auf was würden Sie denn diesen Artikel beziehen?
Noch einmal für Sie. Die Verträge der Vorstände von Aktiengesellschaften werden vom Aufsichtsrat geschlossen. Damit hat die Hauptversammlung, also die Aktionäre, nichts zu tun. Die Hauptversammlun erteilt dem Aufsichtsrat lediglich Entlastung, bestätigt also, dass der Aufsichtsrat korrekt gearbeitet hat. Kein Aktionär kann bei diesen Verträgen irgend etwas mitbestimmen.
Um Ihr Beispiel mit der Kuh auf die Bundesrepublik Deutschland anzuwenden. In diesem Land werden die Kühe, die Milch geben, immer mehr gemästet, was bedingt das diese immer fetter werden. Nur mehr Milch geben sie nicht. Im Gegenteil, sie werden immer träger und gieriger nach mehr Futter. Daher sollte bei einigen die Futterration reduziert werden. Um es genau zu sagen, einige Steuern sollten eingeführt und z.B. der Spitzensteuersatz sollte erhöht werden. - #124 09.03.2012 16:13 von
Die reinste Freude mit H4
Jeder in diesem Land, auch ehemalige und Pleite gegangene Selbständige, haben Anspruch auf H4 Leistungen. Da von einem gewissen Personenkreis immer behauptet wird, die H4 Leistungen sind so großzügig bemessen. sollte doch auch für den Personenkreis der ehemaligen Selbständigen ein Leben mit dem H4 Satz die reinste Freude sein. Ist doch toll.
- #125 09.03.2012 17:13 von
Das Erreichte zerstoeren = Gewerkschaftspolitik
- #126 09.03.2012 20:20 von
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Sie wissen aber schon, wer den Aufsichtsrat zusammensetzt/wählt. Das macht die Hauptversammlung. Am Ende eines jeden Wirtschaftsjahres wird der Aufsichtsrat dann von der HV entlastet, sofern diese die Arbeit entsprechend gut finden. Der Aufsichtsrat spiegelt die Interessenvertreter der Eigentümer wider. In Deutschland ist dieser zu gleichen Teilen von Anteilseigner-und Arbeitnehmervertreter besetzt (Ab 1000 Angestellten nach Montan-Mitbestimmung).
Warum wollen Sie den Spitzensteuersatz erhöhen, wie wäre es mit dem Eingangsteuersatz, da hätten alle was von, Sie sicher auch. Ihrem Post nach sind Sie vom Spitzensteuersatz nicht betroffen, daher stellt der eine gute Grundlage für Erhöhungen dar, nicht wahr?
Aus Ihren GG Zitat würde ich nicht schließen, dass der Staat, die Vergütung der Angestellten im Vorstand zu regeln hat, sondern das der Staat Eigentum ermöglichen und schützen soll (Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG) und gleichzeitig die Sozialpflichtigkeit gewähren muss (Art. 14 Abs 2 GG). Nun stellt sich die Frage, wann eine Unternehmung der Sozialpflichtigkeit gerecht wird.
Zu allererst geht die herrschende Rechtmeinung davon aus, dass das GG als Grundlage zu Gestaltung des rechtlichen Rahmens der Bundesrepublik gilt, d.h. der Staat hat die Gesetze so auszugestalten, dass ein Unternehmen im Privatbesitz bei Befolgung der Gesetzeslage nicht gegen das Grundgesetz verstößt. Das Aktiengesetz, das GmbH-Gesetz, das BGB, das HGB, das EStG und div. andere Gesetze sollen die Sozialpflichtigkeit herstellen. Zu nennen sind z.B. die div. Mitbestimmungsgesetze, im BGB dann die Haftungsklauseln bei Schlechtleistung, die progessive Einkommenbesteuerung im EStG nach §32a usw.
Wie würden Sie Art 14 GG interpretieren? - #127 09.03.2012 20:28 von
- #128 09.03.2012 20:46 von
Ach, Sie bekommen Weihnachtsgeld? Sowas kennt man in weiten Teilen der Wirtschaft schon gar nicht mehr. Und einen Nettolohnverlust haben viele hinnehmen müssen. ABER, die sind nicht unkündbar, und das ist ein unschätzbarer Vorteil (den ich Ihnen wohlgemerkt nicht neide, aber bitte vergessen Sie das nicht)! GErade heutzutage!!!
- #129 09.03.2012 20:47 von
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Entschuldigen Sie, ich hatte mich im Jahr geirrt, 2008 Gesamtjahresvergütung Dr. Josef Ackermann
1.389.586 EUR (1.150.000 Grundgehalt + 239.586 sonstige Leistungen)
2007:
Grundgehalt: 1.150.000
sonst. Leistungen: 151.517
erfolgsabh. Komponenten ohne langfr. Anreizwirkung: 8.148.725
erfolgsabh. Komponenten mit Langfr. Anreizwirkung: 4.531.250
Gesamt: 13.981.492
Macht einen Rückgang von 90%
Geschäftsbericht 2008 S.131
Propagandafloskeln sind Ihre Stärke, vergessen Sie doch immer wieder darauf zu verweisen, dass der fixe Gehaltsbestandteil bei Vorstandsvergütungen i.d.R weit unter 50% liegt und die Gehälter aufgrund der Kopplung an den Unternehmenserfolg steigen, auch vergessen Sie nur zu gern darauf hinzuweisen, dass der Aufsichtsrat von der Hauptversammlung, also den Eigentümern, gewählt wird.
Btw.: Die Zahlungen der Automobilindustrie sind freiwillig und kein Tarif-/Gehaltsbestandteil, daher gibt es auch kein Ärger vom DGB. Der DGB hätte aber sehr wohl ein Problem damit, wenn man vorschlagen würde. Das Gehalt nur zu 50% zu fixieren und den Rest an den wirtschaftlichen Erfolg zu koppeln. Er hätte auch bereits Probleme, das aktuelle Gehaltsniveau zu fixieren und die anstehende Erhöhung der IGM als variablen Bestandteil zu akzeptieren.
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