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Tarifgespräche: Neuer Streik am Flughafen Frankfurt

dapdSchlechte Nachricht, für alle Flugreisende in Deutschland: Der Flughafen Frankfurt wird ab Sonntagabend erneut bestreikt. Der Ausstand der Vorfeldlotsen soll am Sonntagabend beginnen und bis Donnerstagmorgen andauern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...817586,00.html
  1. #80

    Stimmungsmache

    Zitat von FrankDr Beitrag anzeigen
    Sie wissen schon, dass die aktuell Streikenden mit Ihrem aktuellen gehalt bereits zu den ca. 10% der Bestverdienenden in Deutschland gehören!?
    Und die haben jetzt die Gier nach über 50% gehaltserhöhung und sind dazu bereit Tausenden Anderen in diesem Land den Urlaub zu versauen.
    Die aktuell ....
    Leider muss ich Ihnen noch einmal wiedersprechen. Hier habe ich nur den Vergleich bei den Gehaltssteigerungen zweier Gruppen, die im selben Unternehmen angestellt sind, herangezogen. Wenn die Vorstände, die auch nur Angestellte des Unternehmens Fraport sind, sich ihre Gehälter um 130% erhöhen lassen, dann ist die Forderung anderer Berufsgruppen allemal gerechtfertigt. Weiterhin gehört die Gruppe, die im Moment streikt, auch bei der geforderten Erhöhung, nicht zu Bestverdienern in diesem Lande.
    Die Gier in diesem Land ging nicht von den normalen Arbeitnehmern aus, sondern von den Leuten in den Vorständen, deren Gehaltssteigerungen in den letzten Jahren jegliches Maß vermissen ließen. Wie schon einmal erwähnt, schlechte Beispiele verderben die guten Sitten.
    Versuchen Sie bitte nicht, mit den armen Urlaubern Stimmung zu machen. Alle Fernflüge finden statt, nur innereuropäische und innerdeutsche Flüge fallen aus. Da Urlauber, die von Frankfurt aus fliegen, Frakfurt auch mit der Deutschen Bahn erreichen können, ist dieser Personenkreis von dem Streik am wenigsten betroffen. Lediglich bei den Spesenrittern wird es einige Terminschwierigkeiten geben. Aber dieser Personenkreis macht ja gern unbezahlete Überstunden.
  2. #81

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Da viele der Fahrer Geisterfahrer sind, ist Ihr Vergleich durchaus zutreffend. Nur einige, wenige Namen: Middelhoff, Funke, Mehdorn (lässt gerade eine Fluggesellschaft abstürzen), Schrempp, Sommer (Telekom), Esser. Eine beliebig fortsetzbare Liste. Alles Versager die meinten, sie können steuern.
    Was wollen Sie - die Vorgenannten habe alle ihr persönliches Leben in die richtige Richtung "gesteuert".
    Nur darauf kommt es an ! Die streikenden Mitarbeiter sind doch auch nur für ihren persönlichen Vorteil in den Ausstand getreten.
    So wenig, wie die Streikenden an die Passagiere denken, so wenig muß ein Manager an jeden einzelnen Mitarbeiter denken - für beide zählt doch nur, was am Ende in Zahlen herauskommt.

    Und nur an Zahlen wird der Erfolg gemessen und wenn für die Vorfeldmitarbeiter die Zahlen nicht befriedigend sind, so sollte jeder einzelne Mitarbeiter darüber nachdenken, warum er nur das bekommt, was er bekommt ?!
  3. #82

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Jeder ist zu ersetzen, so auch jeder Vorstand. Sie überschätzen diese Kaste gewaltig. Oftmals ist das Können im krassen Gegensatz zu ihrem Können. Nirgendwo in der Arbeitswelt sind soviel Nieten und Blender unterwegs.
    Nur eine Frage:

    Was befähigt Sie, so über andere Menschen und ihre berufliche Tätigkeit zu urteilen, welche beruflichen Qualifikationen ermöglichen es Ihnen Managertätigkeiten zubewerten ?

    Autofahren ist hingegen leicht erlernbar ...
  4. #83

    Kritik muss sein

    Zitat von gaga007 Beitrag anzeigen
    Nur eine Frage:

    Was befähigt Sie, so über andere Menschen und ihre berufliche Tätigkeit zu urteilen, welche beruflichen Qualifikationen ermöglichen es Ihnen Managertätigkeiten zubewerten ?

    Autofahren ist hingegen leicht erlernbar ...
    Um andere Menschen zu bewerten, braucht es keiner besonderen Qualifikation. Wir beurteilen jeden Tag andere Menschen. Wir kritisieren jeden Tag unsere Politiker anhand der bekanntgewordenen Ergebnisse ihrer Tätigkeit. Genauso wie Politiker haben Manager eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Schon aus dem Grundgesetz heraus. Wenn Leute in solch einer herausgehobenen Stellung zum Schaden der Gesellschaft ihre Tätigkeit ausüben, ist Kritik mehr als berechtigt. Gerade in den letzten Jahren ist diese Gruppe ihrer gesellschaftlichen Aufgabe oft nur ungenügend nachgekommen.
    Ich möchte nicht ausschließen, dass es Manager gibt, die das ihnen anvertraute Unternehmen gut führen und auch den sonstigen geforderten Anforderungen entsprechen. Als Beispiel sei nur VW zu nennen. Ein Unternehmen, welches wirtschaftlich äußerst erfolgreich ist und welches auch im Umgang mit den Beschäftigten vorbildlich ist. Aber welche anderen Manager erfüllen in diesem Land ihre Aufgaben ebenso gut?
    Da aber wie oben erwähnt, auch Manager eine gesellschaftlich wichtige Funktion wahrnehmen, ist auch jeder berechtigt, gegenüber diesem Personenkreis Kritik zu üben wie auch Kritik gegenüber Politikern geübt werden muss.
  5. #84

    Auch die Mafia handelt so

    Zitat von gaga007 Beitrag anzeigen
    Was wollen Sie - die Vorgenannten habe alle ihr persönliches Leben in die richtige Richtung "gesteuert".
    Nur darauf kommt es an ! Die streikenden Mitarbeiter sind doch auch nur für ihren persönlichen Vorteil in den Ausstand getreten.
    So wenig, wie die Streikenden an die Passagiere denken, so wenig muß ein Manager an jeden einzelnen Mitarbeiter denken - für beide zählt doch nur, was am Ende in Zahlen herauskommt.

    Und nur an Zahlen wird der Erfolg gemessen und wenn für die Vorfeldmitarbeiter die Zahlen nicht befriedigend sind, so sollte jeder einzelne Mitarbeiter darüber nachdenken, warum er nur das bekommt, was er bekommt ?!
    Na, dann müsste Ihre ganze Sympathie den Streikenden gelten. Denn für Sie sind doch Menschen erfolgreich, wenn sie nur soviel wie möglich, egal wie, für sich herausholen. Die GdF handelt doch nur nach diesen Vorgaben.
    Übrigens auch die Mafia handelt nach dieser Devise. Ob sich damit ein Gemeinschaftswesen, wie ein Staat es ist, zusammenhalten lässt, bezweifle ich.
  6. #85

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Na, dann müsste Ihre ganze Sympathie den Streikenden gelten. Denn für Sie sind doch Menschen erfolgreich, wenn sie nur soviel wie möglich, egal wie, für sich herausholen. Die GdF handelt doch nur nach diesen Vorgaben.
    Übrigens auch die Mafia handelt nach dieser Devise. Ob sich damit ein Gemeinschaftswesen, wie ein Staat es ist, zusammenhalten lässt, bezweifle ich.
    Nun ist es leider so, dass ich aus tiefster Überzeugung auf der Seite der Unternehmer und Manager stehe - sorry.

    Sie liegen garnicht so verkehrt - die Machtstrukturen und der Wille die eigenen Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen sind mir nicht unbekannt - nur es kommt eben darauf an, auf welcher Seite man steht, abhängiger Arbeitnehmer war ich nie ...

    Was Ihre Träume von einem Arbeiter- und Bauernstaat anbelangt, so hat uns die Geschichte gezeigt, dass dieses "Gemeinschaftswesen" nicht funktioniert.
  7. #86

    Nicht ewig

    Zitat von gaga007 Beitrag anzeigen
    Nun ist es leider so, dass ich aus tiefster Überzeugung auf der Seite der Unternehmer und Manager stehe - sorry.

    Sie liegen garnicht so verkehrt - die Machtstrukturen und der Wille die eigenen Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen sind mir nicht unbekannt - nur es kommt eben darauf an, auf welcher Seite man steht, abhängiger Arbeitnehmer war ich nie ...

    Was Ihre Träume von einem Arbeiter- und Bauernstaat anbelangt, so hat uns die Geschichte gezeigt, dass dieses "Gemeinschaftswesen" nicht funktioniert.
    Was Ihre Träume von einer Diktatur des Kapitals anbelangt, so hat ebenfalls die Geschichte bewiesen, dass auch dieses Gemeinwesen nicht funktioniert. Irgendwann hat die die große Masse der Menschen keine Hemmungen mehr und holt sich ihren Anteil. Auch mit Gewalt. Alle Aufstände hatten bisher ihre Ursachen in einer zu weit ausanderklaffenden Verteilung der erarbeiteten Werte.
    Das wussten auch die Verfasser des Grundgesetzes aus eigener Erfahrung. Denn ohne die soziale Ungleichheit hätte es ein "Drittes Reich" nie gegeben. Aber was interessieren solche Erfahrungen, wenn man nur noch von der Gier geleitet wird.
    Sie liegen falsch. Mein Wunsch ist es, wenn in diesem Land die erarbeiteten Werte gerechter verteilt werden, nach dem Muster der sozialen Marktwirtschaft, die unter dem Slogan von Erhard "Wohlstand für alle" stand. Mit dieser sozialen Marktwirtschaft hat dieses Land seine besten Jahre gehabt und diese Wirtschaftsform war auch bei der Masse des Volkes akzeptiert. Im Gegensatz zu der jetzigen, nur auf Brutalität und Entmenschlichung gegenüber den Beschäftigten praktizierten Wirtschaftsform. Glauben Sie bloß nicht, dass die Menschen sich das ewig gefallenlassen.
  8. #87

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    ... mein Wunsch ist es, wenn in diesem Land die erarbeiteten Werte gerechter verteilt werden, nach dem Muster der sozialen Marktwirtschaft, die unter dem Slogan von Erhard "Wohlstand für alle" stand. Mit dieser sozialen Marktwirtschaft hat dieses Land seine besten Jahre gehabt und diese Wirtschaftsform war auch bei der Masse des Volkes akzeptiert. Im Gegensatz zu der jetzigen, nur auf Brutalität und Entmenschlichung gegenüber den Beschäftigten praktizierten Wirtschaftsform. Glauben Sie bloß nicht, dass die Menschen sich das ewig gefallenlassen.
    Nun, mit den Wünschen ist das so eine Sache ...

    Zur Zeit hat das Kapital die Richtlinienkompetenz und es weiß, wie es seine Macht erhält.

    Gleichwohl gab es in der Geschichte immer mal wieder Aufstände gegen die herrschende Klasse, ob es nun die französische Revolution oder die Wiedervereinigung waren, am Ende hat sich nicht viel für "die Strasse" verändert.

    Heute sind Millionen blitzschnell online "umgebucht" und selbstverständlich hat man(n) nicht nur einen Wohnsitz.

    Abgesehen von Nordkorea, Kuba gibt es keine "Gemeinschaftswesen" in Ihrem Sinne - selbst China hat den Kapitalismus entdeckt.

    Und im Übrigen, bin ich davon überzeugt, dass auch in diesem Land mehrheitlich die Menschen recht zufrieden sind - der Rest ist eine vernachlässigbare Größe.
  9. #88

    Nicht so sicher sein

    Zitat von gaga007 Beitrag anzeigen
    Nun, mit den Wünschen ist das so eine Sache ...

    Zur Zeit hat das Kapital die Richtlinienkompetenz und es weiß, wie es seine Macht erhält.

    Gleichwohl gab es in der Geschichte immer mal wieder Aufstände gegen die herrschende Klasse, ob es nun die französische Revolution oder die Wiedervereinigung waren, am Ende hat sich nicht viel für "die Strasse" verändert.

    Heute sind Millionen blitzschnell online "umgebucht" und selbstverständlich hat man(n) nicht nur einen Wohnsitz.

    Abgesehen von Nordkorea, Kuba gibt es keine "Gemeinschaftswesen" in Ihrem Sinne - selbst China hat den Kapitalismus entdeckt.

    Und im Übrigen, bin ich davon überzeugt, dass auch in diesem Land mehrheitlich die Menschen recht zufrieden sind - der Rest ist eine vernachlässigbare Größe.
    Dann sollten Sie mal das Interview in der heutigen Spiegel Ausgabe mit einer Type aus dem Oetker-Clan lesen. Auch sollten Sie nicht so sicher sein, dass die Masse alles so ruhig über sich ergehen lässt wie Schafe, die zur Schlachtbank geführt werden.
    Da es aber bei Ihnen nur schwarz oder weiß zu geben scheint und Sie alberne Beispiele wie China , Nordkorea oder Cuba anführen, scheinen Sie nicht verstehen zu wollen, dass es zwischen der jetzigen Brutalo Variante und dem zusammengebrochenen Kommunismus noch viele Varianten der Gestaltung der Wirtschaftsordnung gibt. Ich sprach von einer dem Grundgesetz entsprechenden Wirtschaftsordnung, bei der die soziale Variante ein Teil des Systems ist. Sollten Sie vielleicht mal lesen. Übrigens, es wäre für dieses Land kein Verlust, wenn einige dieser "Leistungsträger" das Land verlassen würden. Der verurteilte Straftäter Zumwinkel hat ja ein Beispiel gegeben. Auf solche Typen kann das Land gerne verzichten, noch dazu wenn sie kriminell werden. Aber zwischen alles zum eigenen Vorteil tun und der Kriminalität ist der Übergang ja fließend.
  10. #89

    .

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Na dann schmeißen wir die Leute doch einfach raus. Da werden dann nur Existenzen vernichtet, denn für viele ist der Arbeitsplatz ihre Existenz. Aber hauptsache der Gier der oberen 10% der Bevölkerung wird immer noch mehr bedient. Aber Menschen, die von ihrer Arbeit leben, sind für einige natürlich keine Menschen sondern nur noch Sachen und diese widerum Kostenfaktoren.
    Natürlich werden mit einer Abschaffung des Kündigungsschutzes die Beschäftigten erpressbarer und die Unternehmen tragen immer weniger Risiko. Der Gewinn kann dann von heute auf morgen durch den Rausschmiss von Beschäftigten wieder erhöht werden falls es mal nicht so läuft. Wo liegt überhaupt noch bei Unternehmen ein Risiko, wenn solche Zustände, wie Sie sie propagieren, in diesem Lande einreißen.
    Wir brauchen keine Wegwerfbeschäftigten in diesem Land, sondern wir brauchen eine Rückbesinnung auf die soziale Marktwirtschaft, mit der dieses Land nach 1945 groß geworden ist.
    Zum Glück steht solcher Wirtschaftsbrutalität unser Grundgesetz entgegen, welches festschreibt, dieses Land ist ein sozialer Rechtsstaat. Und das ist sehr gut so.
    Mit Ihren Ansichten wollen Sie sicher nicht die soziale Marktwirtschaft aus der Nachkriegszeit zurück, denn da war die soziale Komponente weit weniger entwickelt als in der heutigen.
    Sie scheinen zwar die Ansicht zu vertreten, Gewinne zu erwirtschaften sei ein schädliches Verhalten, dies ist aber die Aufgabe des Unternehmens. Ohne Gewinn kann kein Unternehmen fortbestehen. Ohne einen flexiblen Personalstamm kann das Unternehmen sich in Krisen nicht zusammenschrumpfen und würde im Extremfall an den Personalkosten ersticken (passiert übrigens oft in Dtl.)
    Kündigungsschutzgesetze haben eben, genau wie alle anderen Instrumente, 2 Seiten der Medaille. Wenn man sich für einen starken Kündigungsschutz ausspricht, was legitim ist, dann brauch man sich auch nicht wundern, wenn die Belegschaft mit Zeitarbeitern gemischt wird bzw. Wachstum lange Zeit durch Überstunden erwirtschaftet wird. Einstellungen stellen Investitionen des Unternehmens dar.
    Ein unternehmerisches Risiko ist im übrigen auch gänzlich ohne Kündigungschutz gegeben, niemand garantiert, dass die Produkte und Dienstleistungen nachgefragt werden. Niemand garantiert, dass die Produkte und Dienstleitungen in 5 Jahren nachgefragt werden. Bricht der Absatz weg und geht das Unternehmen in die Insolven, war es das für den Unternehmer, der direkt durchrast auf ALG II. Ein Arbeitnehmer hat dieses Risiko nicht, auch nicht bei Hire & Fire.


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