dapdSchlechte Nachricht, für alle Flugreisende in Deutschland: Der Flughafen Frankfurt wird ab Sonntagabend erneut bestreikt. Der Ausstand der Vorfeldlotsen soll am Sonntagabend beginnen und bis Donnerstagmorgen andauern.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...817586,00.html
Täglich werden zehntausende Flugreisende zur Geisel einer Gruppe von 200 Mitarbeitern des Flughafens! Bisher habe ich noch keine Zahlen der Gewerkschaft gesehen, die die Aussagen der FRAport hinsichtlich des enormen Lohnwachstums bei Durchsetzung der Gewerkschaftsforderung widerlegen. Insofern muss ich davon ausgehen, dass die Darstellung der FRAport richtig ist. Das diese Forderungen so nicht hinnehmbar sind dürfte wohl klar sein!
Im Übrigen sind diese Mitarbeiter kaum unersetzbar! Ein Auto fahren damit Flugzeuge bis zur Parkposition hinterherfahren und dort mittels Lechtstäbchen auf die Position zu winken setzt nicht den Erwerb eines Doktortitels in Physik voraus. Das kann jeder der nicht zu blöd ist ein Loch in den Schnee zu pinkeln!
Es ist zwar schön, wenn trotz des Streiks 80% der Flüge durchgeführt werden können und vermutlich 95% der Passagiere ihre Reise halbwegs ungestört durchführen können. Den Airlines, die Flüge streichen müssen und die unglücklichen Passagiere, die aber trotzdem direkt betroffen sind, nützt dies aber herzlich wenig!
Gewerkschaften sind ungemein wichtig, es kratzt sich allerdings immer bei diesen Nischengrüppchen. Tarifverträge sollten bestenfalls garnicht mit einzelnen Bereichen separat verhandelt werden sondern immer gemeinsam mit den anderen Arbeitsfeldern.
Letztlich mag ein Flughafenmitarbeiter, der einen Schreibtischjob hinter vielen Türen besitzt, weitaus hochwertigere Arbeit erbringen, die Entlohnung kann jedoch durchaus niedriger ausfallen als die solcher Nischengruppen, die allein aufgrund ihrer Unersetzlichkeit höhere Löhne durchdrücken.
Es wäre zu wünschen, dass der Streik einfach ins Leere läuft.
Fraport-Vorstand sitzt Arbeitsdirektor Herbert Mai, ein ehemaliger Gewerkschaftsfunktionär der ÖTV bzw. ihr Vorsitzender (heute Verdi).
Er wechselte zum Fraportvorstand und verfügt dort über ein Jahresgehalt von fast einer Million Euro plus Vorzugsaktien.
Verdi unterschrieb vor einigen Jahren den „Zukunftsvertrag“ mit Fraport, indem den Beschäftigten Sparmaßnahmen und Kürzungen von 24 Millionen Euro aufgezwungen wurden. Nun ist es natürlich, nachdem sich Verdi von Fraport dermaßen hat einlullen lassen, nicht im Interesse Verdi's, dass nun diese kleine Gewerkschaft GdF höhere Löhne oder gar bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder durchsetzt.
Es ist an der Zeit, dass endlich wieder starke und mutige Gewerkschaftspolitik gemacht wird.
Es wird ohnehin immer schlimmer..selbst für Leute die noch Vollzeitbeschäftigt sind....sicher haben uns auch die Gewerkschaften teils im Stich gelassen .
Ich mache einen Vollzeitjob und ich mache die Arbeit sogar gerne, der Lohn könnte schon besser sein ( nach fast zehn Jahren) im grossen und ganzen passt es aber.
Aber der ständige Stress und die vielen Überstunden ( sie werden zwar bezahlt) da gibt es nichts, machen mir langsam schon zu schaffen. ( man wird halt älter)
Allerdings hab ich unterschrieben Überstunden zu leisten aber nicht in dem Ausmass hab ich mir das vorgestellt, es interessiert mich nicht 5 Tage die Woche bis zu zwölf Stunden arbeiten zu müssen, jeden zweiten Samstag bis 12 oder 14 Uhr und manchmal auch Sonntags.
( selbst wenn alles bezahlt wird)
Da ist mir das Geld wurscht und was mir alles abgezogen wird, grausam, wenn ich drei Samstage im Monat arbeite, arbeite ich einen davon eigentlich umsonst.
Das ist die andere Seite , ich würde gern weniger Überstunden und dafür mehr Freizeit haben und ich verstehe nicht warum ein Betrieb nicht mehr Leute fix anstellt wenn die Arbeit da ist - was ist das für eine Politik ???
Eine gerechte Bezahlung ist ein hohes Gut in unserer Arbeitswelt, und dafür sind Gewerkschaften wichtig.
Aber in diesem Fall sollte man sich mal die Art der Jobs und die aktuelle Bezahlung vor Augen halten:
Voraussetzungen für den Job als Vorfeldmitarbeiter (laut anderer Nachrichtenseiten im Internet): beliebiger Schulabschluss mit einigermaßen guten Englischkenntnissen. Keine Ausbildung. Kein Studium.
Aktuelle Bezahlung: ebenfalls laut Nachrichtenquellen im Internet zwischen 42 000 und 69 200 Euro.
Ist das etwa nicht genug?
Ein Erfüllen der Forderungen der Gewerkschaft wäre ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die lange Jahre mit Ausbildung oder Studium verbracht haben und trotzdem nicht oder nur wenig mehr verdienen.
Fraport sollte 2 % als Inflationsausgleich anbieten und dieses Angebot jeden Tag, an dem es abgelehnt wird, um 0,1 % senken.
Wollten Sie mir Ihremn Beitrag dokumentieren, was Sie für ein toller Hecht sind oder was ist der Sinn Ihres Beitrages? Wissen Sie eigentlich wie hoch die durchschnittliche Rente in Deutschland ist? Wissen Sie wie hoch der Durchschnittsverdienst eines AN in Deutschland ist?
Zitat:
Nach Berechnung des RWI beträgt das Durchschnittseinkommen in Deutschland je Haushalt rund 2.700€. Hierbei handelt es sich um das Netto-Durchschnittseinkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Von diesem Durchschnittseinkommen bleiben dem Durchschnittshaushalt rund 1.350€ zur freien Verfügung nach lebensnotwendigen Ausgaben für Miete und Lebensmittel. Das höchste Durchschnittseinkommen erreichen dabei Beamtenhaushalte. Das niedrigste Durchschnittseinkommen verzeichnen Studenten nach Arbeitslosen und Rentnern. Das höchste Durchschnittsgehalt im Ländervergleich der OECD wird in Luxemburg verdient. Dort beträgt das durchschnittliche Gehalt rund 36.000 US-$. Deutschland liegt mit einem Durchschnittsgehalt von rund 22.000 US-$ innerhalb der wichtigsten Industriestaaten auf Platz 15.
Zitatende
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