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Talk bei Illner und Beckmann: Die freundlichen Herren von den Piraten
Keine Meinung zu Schlecker, keine Ahnung von Afghanistan? Bei der Saarlandwahl haben die Piraten brilliert, nun sind ihre Antworten gefragt. Jetzt sitzen die neuen Politiker in den TV-Talkshows - und haben wenig zu sagen.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,824701,00.html
- #200 30.03.2012 09:42 von
Richtige und falsche Fragen
Hallo,
Herr Nerz hat sich vollkommen richtig verhalten. Aufgrund der Struktur der Piraten kann er zu dem sowieso nicht von ihm entschiedenen Sachverhalt keine genaue Auskunft geben, was die Piraten wohl gemacht hätten. Hier wurde einfach falsch gefragt. Wenn man sich mal die Mühe macht, die Internetseite der Piraten durchzuschauen, wird man merken wie diese funktionieren und vor allem was sie wollen.
Richtig gefragt hat Herr Nerz Herrn Beck, als er ihn damit konfrontierte warum nicht das Land Reinland-Pfalz einspringt und bürgt. Mit der Antwort von Herrn Beck hat er damit nämlich aufgedeckt wo das eigentliche Problem ist: Die ganzen Zuständig- und Abhängigkeitsprobleme in der Politik.
Das ganze System ist so kompliziert verstrickt, es werden so viele unterschiedliche Leute daran beteiligt und am Ende nutzt 1 FDP-ler sein "Vetorecht".
Allgeimein betrachtet ergibt das ganze langsam Sinn, für mich formen sich die Piraten von einer Netzpartei zu einer Art Links-Sozial-Liberalen Partei um. Da macht dann plötzlich die Farbe orange auch Sinn ;) - #201 30.03.2012 09:43 von
Charmant geoutet
Leider ist aber es aber als Politiker entscheidend etwas gegen diese Finanzkrise zu tun als "nur" drüber Bescheid zu wissen.
( Das kann nämlich eine gerade entlassene Schlecker Verkäuferin im Zweifel auch )
Immens viel wichtiger so gar noch es gar nicht zu einer Finanzkrise kommen zu lassen, d.H. bei solchen Klöpse wie das Finanzmarktförderungsgesetz oder Investmentmodernisierungsgesetz
etc. zu wissen was danach auf einen zu kommen kann !
Die Erkenntnis man stecke in der Sch... hilft da nicht wirklich viel.Geändert von ( um Uhr)
Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
falls diese Nachricht ins Forum gelangt - #202 30.03.2012 09:45 von
ehrlich sind sie keineswegs!
beispiel gefällig: so haben die piraten ihren namen doch zugegebener maßen dem begriff der "software piraterie" entlehnt, den die musikindustrie einsetze, um illegale downloads zu verhindern. damit möchten sie ihre flagge dorthin stecken, wo kim schmitz seine millionen gescheffelt hat. kostenlose downloads immer und überall ist das ureigene und EINZIGE credo dieser "partei". und genau DAS möchten sie aber in offenen diskussionen nicht mehr so zugeben. wie arm ist das denn?
zudem ist offensichtlich, dass die kinder-, wohn-, schlaf und büroraum-egoshooter, überhaupt nicht in der lage sind, urheberrecht und vervielfältigungsrechte auseinander zu halten und somit auch keinen tragfähigen vorschlag zur bewältigung der dauerkrise zwischen kriminalisierten usern und der maroden musikindustrie beisteuern können.
was sagt uns das: noch nicht mal in ihrem ureigenen thema, dem urherberrecht, sind sie in der lage, sinngebende einschätzungen abzugeben, geschweige denn, tragfähige lösungsvorschläge anzubieten. sie verleugnen ihr eigenes credo und stürzen sich in ein neues, der ahnungslosigkeit, der angeblich unerfahrenen, der sinnsucher - weil sie schlicht gemerkt haben, dass sie damit bei vielen wählern punkten können. das konnten sie anfangs auch bei einigen journalisten. aber diese front bröckelt von tag zu tag. denn anfänger ist man ja schließlich nur anfangs. und von ihrem anfang sind sie mittlerweile weit genug entfernt, als dass man ihnen diesen bonus noch länger zugestehen könnte. - #203 30.03.2012 09:45 von
Piraten? Nein Danke!
Wenn ich mir eine Talkshow ansehe, dann deswegen, um mich mit Hilfe der Meinungsvielfalt der Talk-Gäste über aktuelle Themen zu informieren.
Warum werden Vertreter der Piraten in Talkshows eingeladen? Um diese Partei zu entzaubern, was schon lange fällig wäre? Um dem interessierten Publikum zu verdeutlichen, dass diese Partei weder ein Programm noch eine Meinung hat?
Es sei denn, man ist - vielleicht besser als andere - in der Lage, bei seinem Computer den WLAN-Schalter zu bedienen, und nun glaubt, das sei dem Wahlvolk schon als politische Kompetenz und fortschrittliche Transparenz zu vermitteln.
Und wenn der eigene Anspruch der Piraten, man habe ja zugegebenermaßen zu vielen Themen noch keine eigene Meinung, einen neuen Politikstil kreieren soll, so wird das langsam gähnend langweilig ...
Tatsache ist, dass diese Partei politisch und moralisch (siehe ihre Haltung zum Schlecker-Disaster) in peinlichster Weise inkompetent und ahnungslos ist, und - siehe Herrn Lauer bei Maybrit Illner - ihre Ahnungslosigkeit mit unverschämtem Augenrollen und arrogantem Verhalten gegenüber gestandenen Politikern wie Kurt Beck notdürftig zu kaschieren versucht. Herr Beck hat schon recht, wenn er sagt, den Piraten würde ihr arrogantes Grinsen schon noch vergehen, wenn sie erst einmal Verantwortung übernehmen müssten. Obwohl es einem Ministerpräsidenten besser zu Gesicht stände, wenn er den Unverschämtheiten eines Herrn Lauer mit mehr Souveränität und Gelassenheit entgegentreten würde.
Wer gestern abend bei Illner zugeschaut hat, muss erkennen, dass sich die Piraten durch ihr dümmliches Auftreten selbst entzaubern. Wer das Mimikspiel von Herrn Lauer (wie Trittin in seinen besten Zeiten) originell und lustig findet, sollte vielleicht zu Harald Schmidt oder zu Dirk Bach ins Dschungelcamp umschalten ... - #204 30.03.2012 09:46 von
basisdemokratische Politik
Guten Tag zusammen,
ich glaube nicht, dass es beim Zuspruch für die Piraten darum geht, dass alles basisdemokratisch entschieden werden soll oder kann.
Das wäre ein Diktat der MehrheitsMEINUNG ohne ausreichende Kompetenz in den Sachfragen.
Was der etablierten Politik jedoch abhanden gekommen ist, ist das Gespür und Interesse für die Grunbedürfnisse der Menschen zugunsten lobbygesteuerter Entscheidungen finanzstarker Kleingruppen, sei es die Finanzwirtschaft, Unternehmen oder vermögende Mitbürger.
Die menschlichen Grundbedürfnisse sind doch überschaubar:
ausreichend Nahrung (ist hier kein Problem)
geschützter Wohnraum
ein soziales Miteinander (wird zunehmende durch Medien und Internet substituiert)
Gründung einer Familie (biolog. gesehen das Recht auf Reproduktion)
und vor allem: die Möglichkeit, die Deckung der Grundbedürfnisse durch die eigene Leistung zu erwirtschaften.
In der Tagespolitik verstehe ich nicht, warum alles anhand seiner unmittelbaren Wirtschaftlichkeit bewertet wird.
Die Investition in Bildung zahlt sich zeitverzögert aus, aber ihr Gewinn für die Gesellschaft ist unbezahlbar, weil er für die jeweilige Generation lebenslange (positive) Auswirkungen hat.
Polizei (Exekutive)
Gesundheitswesen
Bildung
Kultur
sind aus meiner Sicht Dinge, die aus meiner Sicht nicht wirtschaftlich zu betreiben sind und dennoch notwendig sind.
Die Politik sollte eingestehen, dass das Predigen von Wachstum nur dem Erhalt der Kreditwürdigkeit dient, um weiterhin über die eigenen Verhältnisse wirtschaften zu können.
Auch sollte man das Geldsystem (Zinsproblematik) auf den Prüfstand stellen - 35 Mrd Euro Zinslast und Neuverschuldung sind unverantwortlich.
Beste Grüße - #205 30.03.2012 09:47 von
Ein bißchen viel verlangt!
Ich habe noch keinen Lösungsvorschlag zu irgendeinem Problem - z.B.Schuldenkrise, Afghanistan usf. - von den Piraten vernommen. Wie kann ich so einen Haufen Nichtwissender wählen, dem ich vertrauen soll, zur gegebenen Zeit alles richtig machen zu wollen? So politikverdrossen kann ich nie werden, dass ich mir Piraten in Regierungsverantwortung wünsche. Sollte eine Piraten-Basis das Sagen hierzulande haben, wird sich Sarrazins Prophezeiung "Deutschland schafft sich ab" schnellstens erfüllen.
- #206 30.03.2012 09:48 von
Mir ist auf jeden Fall ein Politiker lieber....
der meinetwegen für viele heutige unrealistische Ziele hat, Ideale, Träume, sich traut, auf die Gefahr hin, belächelt zu werden und nicht gewählt zu werden, dazu zu stehen als diese ganzen Profistatements die uns fast ALLE weismachen wollen, wie alternativlos das doch alles ist...das Unwort des Jahres 2011 übrigens..alternativlos....die Einen haben nichts...wenige fast ALLES...alternativlos....Krieg und Tote..alternativlos.....Hetchfonds..alternativlos. ....Für die Einen besteht das Leben nur aus Existenzängsten..weil sie Angst vor dem Heute und dem Morgen haben..während die anderen ungeniert Dolce Vita feiern..alternativlos....und Ellbogen anstatt die ausgestreckte Hand...alternativlos....
Nein und nochmals nein....Es gibt wenig.....das wirklich alternativlos ist..unsere Sterblichkeit vielleicht.... - #207 30.03.2012 09:49 von
Sorry aber Herr Lauer bei Illner war ja wohl der dümmste Talkgast der letzten Jahre. Der sprach wie er twitterte, kurze Sätze und null Inhalt!
Und so "etwas" wurde gewählt!
Halbwegs vernüftige Piraten werden in ein paar Jahren in seriösere Parteien wechseln. - #208 30.03.2012 09:50 von
- #209 30.03.2012 09:50 von
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