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Talk bei Illner und Beckmann: Die freundlichen Herren von den Piraten
Keine Meinung zu Schlecker, keine Ahnung von Afghanistan? Bei der Saarlandwahl haben die Piraten brilliert, nun sind ihre Antworten gefragt. Jetzt sitzen die neuen Politiker in den TV-Talkshows - und haben wenig zu sagen.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,824701,00.html
- #170 30.03.2012 09:18 von
- #171 30.03.2012 09:18 von
...
Vor allem wird gern so gerechnet, dass jede Raubkopie normalerweise gekauft worden wäre.
Man kann sich da gut und gerne mal in der Umgebung umhören, ich schätze das gerade unter den bis 40 jährigen kaum eine Person keinen Verstoß gegen das Urheberrecht vorzuweisen hat.
Aber wenn sich jemand jetzt CD xyz aus dem Internet runterläd, dann entsteht dadurch ja erstmal kein Schaden. Der würde nur entstehen, wenn die Person sich die CD normalerweise gekauft hätte, was eher selten der Fall ist, denn dafür sind sie oft viel zu teuer. Ich kenne sogar viele Leute, die sich Musik erstmal illegal besorgt haben und dann die CD trotzdem gekauft haben. Und wenn man die Musiker unterstützen will, dann braucht man eh keine CDs zu kaufen, davon bekommen die meisten so wenig, dass man ihn auch ein paar Cent in nem Briefumschlag schicken kann, da haben dann evt. beide Seiten mehr von. Mit CD-Käufen unterstützt man primär die Plattenfirmen, nicht die Künstler. - #172 30.03.2012 09:18 von
[QUOTE=mc6206;9915030]Das Phenomen der Piraten ist doch ganz klar: die Bürger haben einfach die Selbstzufriedenheit der etablierten Parteien satt, von Westerwelle, über Rösler, über Nahles oder Gabriel. Die kann man doch alle nicht wählen, und da keiner NPD, also rechtsradikal oder Linke, also Träumer, oder Grüne, also Bio-Fasschismus, deshalb wählt man dann jemandem von dem man nicht fürchtet, daß er irgend etwas kaputt machen kann.
Ja, das ist der professionellen Pressearbeit von SPON & Co. zu verdanken, das mit den "linken" Träumern.
Interessant übrigens, dass hier wieder mal Linke und NPD in einem Atemzug genannt werden. Nach der Wende war Ostdeutschland in einem wirtschaftlich schlechten Zustand, aber nach dem Ende des letzten rechten Regimes befanden sich Deutschland und Europa in einem ganz anderen Zustand, Millionen Tote, zerbombte Städte usw. Das war übrigens nicht der erste Weltkrieg unter den hier so genannten "effektiveren" nichtlinken Systemen. 20 Prozent für die Linkspartei würde die wirklich Bestimmenden in der BRD vielleicht dazu bringen, wieder ETWAS mehr "soziale" Marktwirtschaft einzuführen, aber das ist ja "Träumerei". Die Bevölkerung kapiert es nicht. Die Demokratie scheitert an der Debilität der Bevölkerung ... :) - #173 30.03.2012 09:22 von
- #174 30.03.2012 09:23 von
Keine Meinung - na und?
Besser keine Meinung als die Falsche.
Mir ist eine Partei lieber, die keine Ahnung hat und sich nicht schämt dieses offenkundige Unwissen zur Schau zu stellen als eine, welche die hohlsten Phrasen zur Wahrheit erhebt und auf die Dummheit der Wähler spekuliert - so wird zumindest kein großer Schaden angerichtet. - #175 30.03.2012 09:23 von
Also, ich denke, man kann und sollte sie schon ernst nehmen. Die Grünen haben letztlich auch mal als außerparlamentarische Bewegung einer neuen Generation angefangen.
Nachdem mich der Wahlomat zu irgendeiner früheren Wahl als Piratensympathisantin verortet hat, dachte ich mir: "Gut, dann schauen wir uns mal das Wahlprogramm von denen an.". Was da vorhanden war, fand auch durchaus meine Zustimmung. Dann suchte ich aber nach Arbeitsmarktpolitik und fand im Großen und Ganzen einen Pointer auf Bildungspolitik. Familienpolitik? -> Bildungspolitik. Infrastruktur? -> Fehlanzeige usw. usw.
Damit hatte sich das zumindestens für mich mit der Wählbarkeit erstmal erledigt. Aber: genauso sind ja auch mal die Grünen als Nischenpartei gestartet. Man muss den Piraten dieselbe Notwendigkeit zubilligen, sich erst in Richtung eines Gesamtprogramms weiterer Politikfelder zu entwickeln. Wär nur hübsch, wenn sie sich da die eine oder andere Position zu überlegen würden, BEVOR sie in die Talkshows tingeln gehen. - #176 30.03.2012 09:24 von
- #177 30.03.2012 09:24 von
Den Piraten eine Chance!
Auch ich fand die Äußerungen von Herrn Nerz gestern abend bei Beckmann leider sehr dünn und unnötig defensiv, denn ein Blick auf die Homepage der Piraten zeigt, dass diese sehr wohl zu vielen Fragen Grundsatzpositionen anzubieten haben, die ich persönlich durchaus vernünftig finde.
Sicher müssen die Piraten noch viel Programmarbeit leisten und, wie es so "schön" heißt, in der Realpolitik ankommen. Dazu müssen sie aber erstmal die Chance bekommen, in Länderparlamenten und, wie ich hoffe, ab Herbst 2013 auch im Bundestag unter Beweis zu stellen, was sie können.
Ich jedenfalls habe von der Politik der etablierten Parteien so dermaßen gestrichen die Schnauze voll, dass ich bis auf Weiteres die Piraten unterstützen werde. Ich finde auch gar nichts Anrüchiges daran, ein erklärter Protestwähler gegen unsere derzeitige Desasterpolitik zu sein.
Und an der Programmdiskussion der Piraten teilzunehmen, ist mir allemal lieber, als sesselfurzend und superschlau über ihre angebliche Inhaltslosigkeit zu mosern. - #178 30.03.2012 09:25 von
- #179 30.03.2012 09:25 von
Besser die eigene Ahnungslosigkeit ...
... zugeben, als die üblichen Sprechblasen abzusondern, wie Herr Beck. Sein herumeiern um die Nürburgringproblematik war symptomatisch für den herkömmlichen politischen Betrieb. Und die aufgesetzte Schlecker-Mitleidsmasche war reines Schmierentheater, das Herrn Beck sowiesokeiner mehr abnimmt. In NRW haben die Sozialdemokraten jahrzehntelang Geld in marode Strukturen gepumpt und die Modernisierung des Landes verhindert. Als die marode Babcock pleite ging, wollte NRW noch eine Bürgschaft über 450 Mio. legen. Zum Glück hat das Brüssel verhindert.
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