APSie kämpfen Seite an Seite gegen westliche Soldaten in Afghanistan, doch zwischen Taliban und al-Qaida gibt es offenbar schwere Spannungen. Jetzt kritisiert ein Taliban-Kommandant das Terrornetzwerk in einem Interview scharf - und bejubelt den Tod Osama Bin Ladens.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...843788,00.html
Auch nach Abzug der westlichen Kampftruppen?Es sei nahezu unmöglich, die Hauptstadt Kabul zurückzuerobern. Das wüssten auch die anderen Führungskader - nur zugeben könne es natürlich niemand.
die religiösen kampfeinheiten sind kinder der cia, geschaffen um im kampf gegen die ehem. russ. besatzer den "religionsturbo" zu nutzen: rücksichtslos gegenüber den eigenen verlusten durch das parasiesversprechen beim tod im kampf. ich bin immer wieder über die historische verdrängungsleistung, auch der medien, verwundert...
Aus Sicht der festgelegten Menschenrechte ist ein von Taliban geführter Staat ein ganz schlimmer Unrechtsstaat. Nur hatte man diesem Staat ihr teuflisches Wirken gelassen, ja wenn da dort nicht auch die Al-Qaiada wäre, die ja den Westen angreift. So gesehen, schon lästig für die Taliban...
Es ist sicher so, dass Kabul nicht eroberbar ist, da auch die Bevoelkerung die Schnauze voll hat.
Es ginge natuerlich auhc ein Status Quo mit Warlords, die als Provinzgouverneure ihren eigenen Kram machen.
Mit Taliban waere sicher ein Waffenstillstand moeglich, denn es handelt sihc um eine Armee. Die Al-Quaida sind durchgeknallte Irre.
... Ohne Al-Qaida hätte keiner die Taliban beim Aufbau eines Gottesstaates in Afghanistan gehindert. Die wollten nämlich nie einen Konflikt mit dem Westen, sondern nur die Macht in ihrem Land. Erst Bin Ladens Angriffe auf die USA und die spätere Flucht nach Afghanistan haben diesen den Vorwand zum Eingreifen auch dort geliefert. Da ist es kein Wunder, dass die Taliban auf Al-Qaida sauer sind.
In einem Beitrag für The Guardian schreibt der vormalige britische Außenminister Cook: „Al-Qaida, wörtlich 'die Datenbank', war ursprünglich die Computerdatei mit den tausenden von Mudschaheddin, die mit Hilfe der CIA rekrutiert und trainiert wurden, um gegen die Russen zu kämpfen“.
http://www.guardian.co.uk/uk/2005/jul/08/july7.development
Seltsam, dass ausgerechnet jetzt ein pragmatischer Taliban, ein Talibanmilizionär, der sich von el-Quaida distanziert, aus dem Ärmel geschüttelt wird, jetzt, da der Rückzug aus Afghanistan und damit das Scheitern in Afghanistan kurz bevorsteht.
Uns wird suggeriert, dass nicht alle Taliban so schlimm sind, wie die letzten Jahre über behauptet wurde, und es nicht so schlimm ist, wenn der Westen die Regierung Karsai ihrem Schicksal überlässt, wenn die religiösen Fundamentalisten wieder die Herrschaft in Kabul übernehmen.
Hätten die Medien schon vor 40 Jahren den Vietkong kurz vor dessen Sieg so positiv dargestellt, wäre den Amerikanern wohl ein Teil des Traumas des verlorenen Vietnam-Krieges erspart geblieben.
Ist den der hier zitierte "New Statesman" immer noch ein New Labour- bzw. Tony-Blair-treues Blatt?
P.S. ich möchte den Titel nicht als Anspielung auf "Der Spiegel", sondern als Anspielung auf die Medien/Medienmacher allgemein verstanden wissen.