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Taliban-Angriff auf die Bundeswehr: Blutiger Karfreitag im Camp Kunduz

Drei Tote, fünf Verletzte, die Truppe in Aufruhr: Eine konzertierte Aktion der Taliban hat die deutschen Einsatzkräfte in Afghanistan schwer getroffen. SPIEGEL-ONLINE-Reporter Hasnain Kazim erlebte einen der schwersten Tage der Bundeswehr im Camp Kunduz und schildert die dramatischen Stunden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...687137,00.html
  1. #50

    Taliban -Angriff

    Die BW hat im Raum Kunduz offensichtlich keinen Rückhalt bei der Bevölkerung, denn sonst würde sie von dieser gewarnt. Vielleicht hat die Bevölkerung auch das Vetrauen verloren, dass diese Soldaten sie wirklich schützen können. Durch die sog. Taschenkarte wurden die Soldaten jahrelang daran gehindert, aktiv gegen Taliban vorzugehen. Dass sie nun auch noch fürchten müssen, dass nach Schusswechseln ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet wird, verhindert jede schlagkräftige Aktion. Mangelhafte Ausrüstung kommt hinzu.
    Daran ist allein die Politik schuld!

    Wenn ich dort Soldat wäre, würde ich unter diesen Umständen den Dienst dort verweigern. Entweder ein Einsatz mit schlagkräftigen Mitteln und uneingeschränkter Unterstützung aus der Heimat oder sofortiger Abzug!
  2. #51

    Egal

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drei Tote, fünf Verletzte, die Truppe in Aufruhr: Eine konzertierte Aktion der Taliban hat die deutschen Einsatzkräfte in Afghanistan schwer getroffen. SPIEGEL-ONLINE-Reporter Hasnain Kazim erlebte einen der schwersten Tage der Bundeswehr im Camp Kunduz und schildert die dramatischen Stunden.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...687137,00.html
    Keine Chnace, ich lasse mich nicht in diese Kriegsberichterstattungsrhetorik hereinziehen. Die "zeit" schreibt von Gefallenen. Soldaten fallen nicht wie Spielfiguren auf dem Schachfeld, sondern werden getötet.
    Naja, in der Hoffnung, dass das bald alles aufhört.
  3. #52

    ........

    Zitat von urlaubsabgeltung Beitrag anzeigen
    Bei diesen Nachrichten muß ich unwillkürlich an die Tanklasteraffäre denken. Wenn ein Kommandeur eine komplex vorbereitete Bedrohung seiner Truppen erkennt und beseitigt, soll ihm der Prozess gemacht werden und Bundestagsausschüsse debattieren darüber. Wenn der Gegener seine Aktion erfolgreich durchführen kann, ist die Welt der Gutmenschen in Ordnung und man muss höchstens seine Betroffenheit bekunden.
    Asymmetrie bedeutet also auch, dass den Verantwortlichen die Hände gebunden sind und eigene Verluste wegen der eingeschränkten Wahl der vorhandenen Möglichkeiten billigend in Kauf genommen werden müssen.
    Ich denke es ist ein Unterschied ob in einem Krieg Soldaten von ihren Gegnern angegriffen, oder Zivilisten beim Stehlen von Benzin bombardiert werden.

    Die Debatte um den Zwischenfall mit dem Tanklaster dreht sich ja gerade darum, dass es zumindest keine unmittelbare Bedrohung gab, dass jedoch auch für die Bomberpiloten erkennbar Zivilisten getroffen wurden.
  4. #53

    Raus da!

    Holt unsere Jungs da endlich raus, wie es die Mehrheit unseres Volkes will.
    Diejenigen Politiker, die die Bundeswehr in Afghanistan sehen möchten, sollen ihre Kinder selbst "zur Verfügung stellen" oder selbst dort kämpfen und sterben.

    Aber dafür haben sie mal wieder nicht den Mumm. Und dass die hohen Herren nicht das tun, was die Mehrheit des Volkes will, ist eh' allen bekannt.
  5. #54

    Die Nachricht über gefallene Kameraden schockiert mich genau so wie den Rest der Republik. Jedes Todesopfer ist eines zuviel!
    Nur diese "Konsenssoße", in der einige bzw. die meisten Teilnehmer dieses Forums und wohl auch die Mehrheit der Gesamtbevölkerung mit ihrer plumpen Forderung nach einem sofortigen Abzug der BW aus Afghanistan schwimmen, ist mir schleierhaft.
    Hat hier niemand genügend Weitblick, um die gesamte Tragweite dieses Einsatzes zu sehen? Wie soll man sich einen sofortigen Abzug vorstellen?
    Beim bloßen Blick auf die Landkarte, speziell die Region um Afghanistan herum, muss doch jedem klar werden, dass dieser Einsatz unmittelbare Auswirkungen auch auf die umliegenden Staaten hat. Unter diesen befindet sich die Atommacht Pakistan, die selbst genügend Probleme mit Terroristen haben, oder der Iran, (bald oder schon?) Atommacht. Ganz zu schweigen vom Irak.
    Wer bitte will nun ernsthaft behaupten, dass ein sofortiger, kopfloser Abzug, ohne ein sicheres Afghanistan zu hinterlassen, keine verheerenden Folgen für die gesamte Region und die Sicherheit der westlichen Welt mit sich bringt?
    Ich will nicht in einer Welt leben, in der Terroristen in der Hand pakistanischer Atombomben sind!

    Diesen Einsatz gilt es, da stimme ich zu, schnell zu beenden, aber eben erst dann, wenn wir durch unser komplettes militärisches wie nicht-militärisches Engagement für ein sicheres Afghanistan gesorgt haben, das nicht wieder als Basis des internationalen Terrorismus dient!

    Leider wird diese Sicherheit, die uns a l l e betrifft, noch mehr Todesopfer fordern!
  6. #55

    Wieder einmal drei tote Deutsche Soldaten... Ich bin selber Soldat, war aber bisher nur im Kosovo. Aber man muss sich mal wirklich fragen wieso immer wieder Soldaten sterben... Einerseit weil Soldaten dort stationiert sind klar, aber soll Deutschland etwa sagen ne wir sind uns zu fein um mit zu arbeiten in der Weltgemeinschaft. Zudem muss ich sagen wer den Beruf des Soldaten ergreift der weiß in der regel, dass das was ihn erwartet durch aus gefährlich wird.
    Meiner Meinung nach ist Abzug das schlimmste was jetzt getan werden kann! Deutschland brauch dringend ein vernünftiges Kampfmandat! Wir brauchen dort zudem vernünftiges Material, sowie vernünftige Ausrüstung. Ist das gegeben so sind wir durchaus in der Lage den Menschen dort zu helfen.
    Ich als Soldat würde mir aber leider bei der heutigen Politik zweimal überlegen ob ich denn nun zurück schieße oder lieber nicht. Den hinterher stehe ich als Kriegsverbrecher da weil ich versucht habe mein Leben und das meiner kamaraden zu schützen. Das ist Krieg und kein Kindergeburtstag. Nur leider ist das den wenisgten klar ...
  7. #56

    R.i.p.

    Zitat von bosemil Beitrag anzeigen
    (...) Weitere Komentare erübrigen sich.
    Deutschland ist mit 3,9 Milliarden Euro der weltweit drittgrößte Waffenexporteur.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...487849,00.html
  8. #57

    Friendy fire - 6 Tote der afghanischen Armee

    Laut Al Jazeera seien afghanische Soldaten zur Unterstützung der Deutschen gekommen. Die deutschen Soldaten haben sie wohl für Feinde gehalten und haben sie beschossen. Dabei seien 6 afghanische Soldaten gestorben.
    Mohammed Omar, der Gouverneur von Kunduz habe diesen Unfall bestätigt, jedoch keine Zahl genannt.
    Da diese Soldaten für das selbe kämpfen und sterben, wünsche ich mir, dass sie in der deutschen Presse auch erwähnt werden!

    http://english.aljazeera.net/news/20...656395875.html
  9. #58

    Wieviel tote Soldaten sind genug?

    500 für das eingestehen, dass es sich um einen Krieg handelt.
    1000 um einzugestehen das wir den Konflikt verlieren.

    Was sind schon einige Soldaten?
    5-10 tote sind schon auf der A1 manchmal zu beklagen.

    Das passt schon!

    Bevor unsere Politik eingestehen muss einen Fehler gemacht zu haben und dazu noch die USA verärgert werden muss.

    Also dafür braucht man schon ein paar mehr Tote!

    Bekommen wir mit der Zeit auch noch hin! Spähtestens wenn den Amys Ihre Verluste reichen oder wenn schlicht in 5-10 Jahren immer noch keine Erfolge zu verzeichnen sind.

    Dann werden wir uns eine schöne Argumentation anhöhren können von der Alternativlosigkeit und der Notwendigkeit von Opfern.
  10. #59

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drei Tote, fünf Verletzte, die Truppe in Aufruhr: Eine konzertierte Aktion der Taliban hat die deutschen Einsatzkräfte in Afghanistan schwer getroffen. SPIEGEL-ONLINE-Reporter Hasnain Kazim erlebte einen der schwersten Tage der Bundeswehr im Camp Kunduz und schildert die dramatischen Stunden.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...687137,00.html
    Was für schlafwandlerisches Geschrei: inzwischen ist amt- lich, daß sich deutsche Streitkräfte in einem unbesiegbaren Land im K r i e g auf eigene 'Rechnung' für fremde Groß- machtinteressen befinden (von je her befanden). Was also soll diese Entrüstung der verantwortlichen deutschen NATO- Helotenpolitik über Verluste im Felde durch 'hinterhälti-ge'(!?) Attacken des nationalistisch+islamistischen Feindes der U.S.A. gegen deren/unsre Rohstoff-Sicherungskampagne am Golf ('U.S.-vital interest', s. betagte Strategische Studie zur Sicherung der Erdöl-Bonanzen am Golf des James Baker-Instituts!). Als Endziel rückt unaufhaltsam näher, daß Iran, zur Genüge schon durch "big-power-politics" in seiner jüngeren Geschichte auf seinem Weg zur Rückgewinnung seiner staatlichen Souveränität behindert worden, als letzter Mosaikstein -hoffentlich ausnahmsweise ohne deutsche Helo- ten- bald platt gemacht werden wird. "Der letzte macht dann die Lichter aus!" Schmerzlich für jeden Tropfen in Afghani- stan vergossenen deutschen Bluts auch diesmal natürlich wieder. Wieder stehen wir aufseiten der Wirtschaftswelt- macht erneut auf der falschen Seite, wofür uns Verleumdung und erneute Weltschelte droht.


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