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Talent-Irrtümer: Scheibenwischer? Wegwerfwindeln? Kein Bedarf!

CorbisDas gab's wirklich: Eine Plattenfirma, die den Beatles keinen Vertrag gab und eine Uni, die Einstein keine Stelle anbot. Was, wenn der Talentsucher die besten Bewerber nach Hause schickt? Eine kleine Sammlung gewaltiger Irrtümer bei der Auswahl künftiger Spitzenkräfte.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...848567,00.html
  1. #1

    Wichtig daher: Markt und Wettbewerb

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das gab's wirklich: ... Was, wenn der Talentsucher die besten Bewerber nach Hause schickt? Eine kleine Sammlung gewaltiger Irrtümer bei der Auswahl künftiger Spitzenkräfte.
    Genau aus diesem Grunde sind Markt und Wettbewerb wichtig: nicht nur deshalb, weil es wirtschaftliche Höchstleistungen hervorbringt, sondern gerade damit nicht einzelne Menschen dem (Fehl-)Urteil/der Willkur eines einzelnen Monopolisten (meistens: einer gutmeinenden Behörde) ausgeliefert sind.

    In Deutschland ist z.B. eine solche Behörde die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH), die über Studienplätze entscheidet, während in den USA die Hochschulen sich wettbewerblich um die besten Studenten bemühen. (Auch das Verfahren der USA hat seine Nachteile, aber jedenfalls ist man nicht vom Urteil einer einzelnen Behörde existentiell abhängig.) Da gäbe es sicher noch viele andere Beispiele. "Der Markt" ist eben nicht nur eine schreckliche anonyme Macht, sondern gibt oft (nicht immer) auch Menschen eine Chance, die nicht ins offizielle Raster passen.
  2. #2

    Habe mal einen interessanten Spruch ...

    ... aufgeschnappt: "Erstklassige stellen Erstklassige ein und Zweitklassige Drittklassige".

    Was passiert also, wenn ein Erstklassiger an einen Zweit- oder Drittklassigen gerät? - Genau!

    Selbst schuld, wenn ein Unternehmen angepasste Mitarbeiter sucht und nicht die wirklichen Leistungsträger. Letztere sind nicht selten "out-of-the-box".

    Wie sagte Einstein: "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

    Und genau das ist doch "out-of-the-box" ;-)
  3. #3

    Scheinwelt

    Zitat von WolfHai Beitrag anzeigen
    Genau aus diesem Grunde sind Markt und Wettbewerb wichtig: nicht nur deshalb, weil es wirtschaftliche Höchstleistungen hervorbringt, sondern gerade damit nicht einzelne Menschen dem (Fehl-)Urteil/der Willkur eines einzelnen Monopolisten (meistens: einer gutmeinenden Behörde) ausgeliefert sind.

    In Deutschland ist z.B. eine solche Behörde die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH), die über Studienplätze entscheidet, während in den USA die Hochschulen sich wettbewerblich um die besten Studenten bemühen. (Auch das Verfahren der USA hat seine Nachteile, aber jedenfalls ist man nicht vom Urteil einer einzelnen Behörde existentiell abhängig.) Da gäbe es sicher noch viele andere Beispiele. "Der Markt" ist eben nicht nur eine schreckliche anonyme Macht, sondern gibt oft (nicht immer) auch Menschen eine Chance, die nicht ins offizielle Raster passen.
    Hier wird von dem Forumsteilnehmer eine Scheinwelt dargestellt. In der Wirklichkeit sieht es doch so aus: Wissen braucht man nicht, man muß nur emotional in die Gruppe passen. Das hat nichts mit Markt und Wettbewerb zu tun, die wirtschaftliche Höchstleistungen hervorbringen will. Heute werde viel eher Personen, die über den Tellerrand hinausschauen, in die "Ablage P" abgetan.
  4. #4

    Irren ist menschlich

    Am besten für mich zu greifen sind die Beispiele von Fußballern: in einem Verein auf der Ersatzbank, bei der Konkurrenz dann Leistungsträger und Nationalmannschaft.
    Anders sieht es aus, wenn kein Team erforderlich ist , wie z.B. bei Autoren:
    hier gehören auch dazu Mut, Vermarktung, Gespür Zeitgeist etc.
    Auch dürfen evtl. vorhandene persönliche Animositäten nicht die Urteilskraft des "Scouts" beeinträchtigen
  5. #5

    penetrante...

    ...Werbung für irgendeinen Personalberater. Die Geschichten hat man alle schon mal gelesen, es sollten hier wohl in erster Linie die Methoden dieses Headhunters publiziert werden, oder?
  6. #6

    Die Kommentare des Experten sind grandios. Hinterher ist man immer schlauer. Er hätte natürlich alles richtig gemacht, oder wie?
    Solche "Fehlentscheidungen" wird es immer wieder geben. Dem wird man auch mit wissenschaftlichen Methoden nicht beikommen.
    Und wer sagt einem, dass z.B. Oliver Kahn seinen "eisernen Willen" nicht vielleicht erst durch die Rückversetzungen aufgebaut hat? Wozu Ehrgeiz, wenn's einem in den Schoß fällt?
    Aber das passt zum Berufsstand der Berater: Schlau daherreden und dem anderen weismachen, dass man es selber besser weiß. Aber es fallen ja immer wieder genug Leute/Unternehmen darauf herein, warum also das Konzept ändern?
  7. #7

    Nicht sehr vielseitig...

    ...was Herr Kleinen da jeweils anmerkt - bei den ersten Beispielen lag es seinem professionellen Urteil nach immer zuletzt am fehlenden Mut / "Risikoaversion" der Entscheidungsträger, sich für jemanden zu entscheiden, der nicht in die Schablone passte, sogar bei den Beatles, wo sich Rowe für eine Band entschied, die er für innovativer hielt und die nicht grade erfolglos blieb.
    Nur beim letzten Beitrag zu Oliver Kahn, bewirbt Kleinen auf einmal sein "Assessment-Tool", dass überprüft, wer am besten in die Anforderungsschablone des Unternehmens passt.
    Oder habe ich das falsch verstanden und es wird so angewandt, dass man mutig und riskiobereit immer denjenigen Bewerber einstellen sollte, der die schlechtesten Ergebnisse im Test erziehlt?!?
  8. #8

    Scheibenwischer

    Merkt der "Experte" eigentlich, was er hier für einen Mist erzählt?
    "Im Ablehnungsschreiben eines kanadischen Unternehmens hieß es, dass die Erfindung keinen großen kommerziellen Wert habe" bzw. "1920 lief Mary Andersons Patent aus. Das Auto begann sich erst allmählich als Massenprodukt durchzusetzen" heißt es im Text. Dies kommentiert er mit "Die Erfindungen waren brillant, aber den Unternehmen fehlte der Mut, sie zu entwickeln. Vielleicht haben die Verantwortlichen hier nicht genau genug hingeschaut: Sie haben jedenfalls die Kosten für das neue Produkt nicht richtig gegen den Nutzen abgeschätzt" -
    Wenn sich das Auto also erst 15-20 Jahre nach der Ablehnung als Massenprodukt durchsetzt, ist es vom Unternehmer durchaus weitsichtig gewesen, die Erfindung abzulehnen. Warum soll ich jetzt, wo es noch ein Nischenprodukt ist, Geld für ein Patent oder eine Lizenz ausgeben, wenn ich es dann, wenn ich's wirklich brauche, umsonst haben kann? Zum Ablehnungszeitraum hatte die Erfindung demnach tatsächlich keinen großen kommerziellen Wert.
    "Sie haben jedenfalls die Kosten für das neue Produkt nicht richtig gegen den Nutzen abgeschätzt" - Ganz im Gegenteil, exakt das wurde offenbar gemacht !!
  9. #9

    2 Gründe

    Zitat von dasbeau Beitrag anzeigen
    Geld für ein Patent oder eine Lizenz ausgeben, wenn ich es dann, wenn ich's wirklich brauche, umsonst haben kann? Zum Ablehnungszeitraum hatte die Erfindung demnach tatsächlich keinen großen kommerziellen Wert.
    Zunächst einmal war der Markt natürlich klein, aber deswegen nicht inexistent. Aufgrund des kleinen Markts wären die Lizenzgebühren oder der Patentkauf billig gewesen.

    Darüber hinaus bietet das eine wunderbare Gelegenheit, ein Monopol aufzubauen und die entsprechende Technik weiterzuentwickeln. Der erste Hersteller wäre den Konkurrenten um Jahre voraus, vielleicht wäre der Herstellername synonym für Wischer geworden, so wie heutzutage Tempo oder Tesafilm.


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