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Tagesschau-App-Streit: Wofür wir die Öffentlich-Rechtlichen brauchen

DPA7,5 Milliarden Euro erhalten die Öffentlich-Rechtlichen jährlich - und wollen damit auch digitale Angebote und Apps finanzieren. Warum? Noch nie war die Vielfalt an Informationen und Unterhaltung im Internet so groß wie heute. Wofür es online Gebührengelder braucht, müssen Medienpolitiker endlich inhaltlich definieren.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-858182.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    7,5 Milliarden Euro erhalten die Öffentlich-Rechtlichen jährlich - und wollen damit auch digitale Angebote und Apps finanzieren. Warum? Noch nie war die Vielfalt an Informationen und Unterhaltung im Internet so groß wie heute. Wofür es online Gebührengelder braucht, müssen Medienpolitiker endlich inhaltlich definieren.

    Tagesschau-App: Öffentlich-rechlicher Rundfunk im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Es gibt eine einfache, pragmatische Loesung fuer das Problem der Gebuehren und der GEZ:
    Ersatzlos streichen.
    Freie Medien haben sich etabliert, und private Medien sind genauso unabhaengig wie die staatlichen. Die GEZ finanzierten Medien sind abhaengig von der Politik, die privatwirtschaftlichen von ihren Werbeeinnahmen.

    Aber zu so einer Loesung ist Deutschland leider nicht in der Lage. Weil irgendemand muss ja Hansi Hinterseer im Satdl auf Mallorca finanzieren, oder Wetten Das, oder Bundesliga....
  2. #2

    optional

    Na Spon, etwas verärgert weil da jemand richtig Kohle hat?

    Aber die Kritik ist berechtigt. 7,5 Milliarden und es wird ständig mehr. Obwohl inzwischen einige Apps von Zeitschriften Geld kosten können die Öffentlich-Rechtlichen einfach ins Netz kostenlos. Geld bekommen sie ja eh.
  3. #3

    Das ist nur noch ein Witz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    7,5 Milliarden Euro erhalten die Öffentlich-Rechtlichen jährlich - .... Tagesschau-App: Öffentlich-rechlicher Rundfunk im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Das ist der nackte Wahnsinn in Zahlen. Die verprassen Milliarden von Geldern, anstatt zu konsolidieren. Und wenn sie es nicht schaffen alles zu verprassen, verpulvern sie es für unnütze Digitalkanäle oder noch viel besser - im Internet!
    Freie Meinungsbildung? Meinen Sie damit die Bombardement von linkem Gedankengut, dass täglich bei der ARD auf mich einprasselt? Ist das "frei"? Nein, vor allem ARD versucht höchstgeradig manipulativ meine Meinung zu bilden! Und dafür Milliarden.

    Wofür braucht eigentliches jedes Land eine eigene Anstalt?!?!
  4. #4

    Haushaltsabgabe ab 2013 ist Katastrophe

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    7,5 Milliarden Euro erhalten die Öffentlich-Rechtlichen jährlich - und wollen damit auch digitale Angebote und Apps finanzieren. Warum? Noch nie war die Vielfalt an Informationen und Unterhaltung im Internet so groß wie heute. Wofür es online Gebührengelder braucht, müssen Medienpolitiker endlich inhaltlich definieren.
    Da die Technologie und die Nutzung der Medien sich ständig wandelt, muß dies regelmäßig an die Gegenwart angepaßt werden - sowie auch die Frage, ob man es überhaupt braucht.

    Das Vorhaben für das Jahr 2013, die Haushaltsabgabe, ist allerdings eine absolute Katastrophe: datenschutzrechtlich, auswandsmäßig und vor dem Hintergrund der Beitragsgerechtigkeit. Das wird nächstes Jahr noch hohe Wellen schlagen. Entweder die Rundfunkgebühr wird nur bei den tatsächlichen Nutzern erhoben, oder sie wird über die Steuern (z.B. wie die Kirchensteuer) leistungsgemäß eingezogen. Eine Haushaltsabgabe neu einzuführen, obwohl bisher der Begriff des Haushaltes juristisch nicht definiert ist und bisher behördlich nicht erhoben wird, wer mit wem und warum zusammelebt, ist ein bürokratisches Monster und eine datenschutzrechtliche Katastrophe.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    7,5 Milliarden Euro erhalten die Öffentlich-Rechtlichen jährlich - und wollen damit auch digitale Angebote und Apps finanzieren. Warum? Noch nie war die Vielfalt an Informationen und Unterhaltung im Internet so groß wie heute. Wofür es online Gebührengelder braucht, müssen Medienpolitiker endlich inhaltlich definieren.

    Tagesschau-App: Öffentlich-rechlicher Rundfunk im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Das werden die Medienpolitiker nicht können. Der ÖRR ist ein Relikt aus einer Zeit, als man Fernsehen und Rundfunk noch als zu gefährlich ansah, um sie so ohne jede Kontrolle auf das Volk loszulassen.

    Die Sache hat sich heute so wie so erledigt, bleibt ein Topf von 7,5 Milliarden im Jahr, der bei Bedarf immer wächst und aus dem sich eine Elite gut versorgen kann und deren Existenzberechtigung darstellt.

    Nur das kann man ja schlecht als Begründung schreiben. Aber da in Deutschland

    - das haben wir schon immer so gemacht
    - das haben wir noch nie so gemacht
    - wo kämen wir da hin?

    als stichhaltige Begründungen gelten, werden wohl noch unsere Enkel solche Gerichtsverhandlungen verfolgen.
  6. #6

    Wofür wir die Öffentlich-Rechtlichen brauchen

    Kann man sich wirklich fragen. Hansi H. wurde ja schon genannt. Oder auch schön die letzte Hochzeit der Roayles in London, parallel von ARD und ZDF Stundenlang übertragen. Wie nannte Stefan Raab noch mal das Programm des ZDF? Aktive Sterbehilfe. Das trifft auf die ARD auch zu. Das ZDF als CDU Sender gegründet hat doch bei der personalie Bender gezeigt wie es in den Rundfunkanstalten abgeht. Am besten wäre es die beiden Anstalten zusammen zu legen und den Stadl, Hinterseer, Silbereisen und Konsorten an die privaten verkaufen. Rundfunkräte gehören abgeschafft. Ansonsten sind Printmedien angenehmer als ein App in der Benutzung, allerdings mindestens einen Tag alt.
  7. #7

    optional

    Die deutschsprachigen Inhalte im Netz entsprechen zum großen Teil denen in den klassischen Medien. Sprich: Sämtliche privaten TV-Sender verbreiten ausnahmslos Müll und sind als Informationsquelle komplett nutzlos, und bei den Printmedien bleibt abseits von Springer, Bertelmann, Hotzbrinck und Burda nicht viel unabhängiges übrig. Nicht, dass die ÖR über jeden Zweifel erhaben unabhängig sind (das kann ohnehin niemand sein), aber zumindest sorgen sie dafür dass nicht die gesamte Meinungshoheit in der Hand weniger Familien liegt.
    Im Netz bleibt dann noch der Verweis auf ausländische Medien (sicher nicht für jeden nützlich), wobei auch im englischsprachigen Raum die zwangsfinanzierte BBC ein besseres Angebot liefert als die meiste private Konkurrenz.
    Abseits der Qualitäts- und Interessensprobleme stellt sich auch die Frage welcher Private TV-, Zeitungs-, Newsblog oder Katzenvideoproduzent die Mittel und den Willen hat in allen Teilen der Welt Journalisten- und Kamerateams zu unterhalten ;) Schon Jetzt besteht der überwiegende Teil des Angebots aus Copy/Paste von Agenturmeldungen. es hat nichts mit Vielfalt zu tun, in 20 verschiedenen Blättern dieselben zeilen zu lesen...
  8. #8

    Wozu Unterhaltung aus GEZ Abgaben?

    Wieso gehört auch Unterhaltung zum Auftag der Öffentlich-Rechtlichen? Davon kann man nun wirklich genug und allumfassend aus privater Quelle bekommen. Wir brauchen kein Musikantenstadl und keine Fussballweltmeisterschaft, zumidest nicht aus den GEZ-Gebühren finanziert. Von den unsäglichen Talkshows will ich erst gar nicht anfangen. Wozu um Himmels Willen muss man da mit RTL2 oder sonstwen konkurrieren?

    Und man sollte sich als ÖR-Anstalt eben nicht nur an den Quoten orientieren. Das ergibt sich auch aus der Forderung, daß das gesamte Meinungsspektrum abgebildet werden soll (OK, hieraus ergibt sich auch wieder ein pro- Argument für Volksmusikanten-Sendungen, das könnte nämlich auch unter Kultur laufen). Ich habe übrigens gar keinen Fernseher, deswegen kann ich an dieser Stelle nicht sagen, daß ich es irrwitzig finde, daß das Verhalten einiger weniger Auserwählter zur Bildung ebendieser Zuschauerquoten herangezogen wird.

    Ich wünschte mir hingegen mehr Reportagen und Dokus wie es z.B. die BBC hat.
  9. #9

    Wer sind denn die Aufsichtsräte der Sendeanstallten

    Und warum gibt es im öffentlichen Rundfunk eigentlich Werbung? Was soll die denn positives zu meiner Meinungsbildung beitragen?
    Warum gibt es Unterhaltung im öffentlichen Rundfunk. Unterhaltung? Bildung, Information, Diskussion ok, aber Unterhaltung?
    Ich möchte das meine Gebühren sinnvoll eingesetzt werden, auch um deutsche Bürger mal in Schauspielaufführungen zu treiben, weg vom TV.
    Mit Unterhaltung kann man Geld verdienen, das macht dann die Privatwirtschaft und zwar so, wie der Kunde es sich wünscht. Gesetz des Marktes (Angebot und Nachfrage), dafür brauch ich nicht die Gebühren der GEZ zu verschleudern.

    Keine Politiker mehr in den Aufsichtsgremien, sonst ist dass mit der Unabhängigkeit nämlich so ne Sache. Kann man aus den Rundfunkanstalten denn keine Stiftungen machen, die sich selbst verwalten?
    Und bitte sorgt dafür, dass dort die Produktwerbung abgeschafft wird, vor allem bei Sportübertragungen.


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