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Tageskarte Pop: "Ein Duke wäre schon nett"

Singende Schlagzeuger haben oft ein Imageproblem: Jetzt erinnert der unterschätzte Beatle Ringo Starr mit einer tollen Best-of-Sammlung an seine vergessenen Hits.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...513653,00.html
  1. #1

    forget it, trommler

    um aus dem schönsten film aller zeiten zu zitieren: "how many beatles were there?" "three, and ringo".
  2. #2

    Singende Schlagzeuger

    Hi,
    da ich alles von den Beatles sammle, wird auch die CD dazu gehören.
    Die Wings als peinlichen Fehltritt von Paul zu veralgemeinern finde ich nicht ok, denn es gab schon einige gute Songs.
    Ein ausgesprochen erfolgreicher singender Schlagzeuger ist z.B.Don Henley von den Eagles.
    Grüße
  3. #3

    Ringo leider immer unterschätzt!

    Hallo zusammen,
    Man hört ja immer wieder mal, auch von absoluten Musiklaien, dass Ringo angeblich nicht so toll war/ist. Da ich selber Schlagzeug spiele und Beatles-Fan bin, kann ich sagen, vermeintlich einfache Beatles Stücke so relaxed zu spielen, wie Ringo das tut, erfordert schon ein ziemliches Können.
    Ringo hat mMn die Beatles-Songs einfach perfekt begleitet, nicht mehr und nicht weniger. Die Beatles wären ohne ihn nicht das gewesen, was sie eben waren.
    Daß er nicht so geltungssüchtig war wie Lennon und McCartney macht ihn in meinen Augen nur sympathischer.
  4. #4

    Beatles ohne Ringo hätte nie so funktioniert

    Ringos Trommeleien sind es, die in vielen Titeln der Beatles maßgeblich zum Sound beigetragen haben. Ich kann bestätigen, was Forist MarLon erwähnt hat: einfach heißt noch lange nicht leicht. Wer Beatlesnummern nachspielen will, hat meist bei den Drums die größten Probleme...
  5. #5

    Ringo rulez!

    Die Variationsbreite an treffenden Beats, die Ringo in den so unterschiedlichen Beatles-Titeln auf Lager hatte, spricht eigentlich für sich. Außerdem ist er ein Meister der Jam-Sessions. Ringo macht einfach Spaß.
    Ich würde mich freuen, wenn er auf seine alten Tage noch in die Hall of Fame aufgenommen würde.
  6. #6

    Phrasen

    Warum immer diese hohlen Phrasen? Neben dem schon genannten Don Henley, zeigen ja besonders Schlagzeuger wie Phil Collins, Udo Lindenberg und Marvin Gaye, dass die Geschichte mit den ungeliebten Drummern so nicht stimmt.

    Die Ursachen für Ringos spezielles Leiden, liegen wahrscheinlich in "Yellow Submarine". War schon ein bißchen ungerecht, ihn die Schunkellieder singen zu lassen.
  7. #7

    Tomorrow Never Knows

    Der gute Ringo war eine zentral wichtige Figur innerhalb der Beatles. Zum Einen aufgrund seines ausgleichenden, humorvollen Charakters, seiner vermittelnden Persönlichkeit, auf welche die andern, etwas komplexer strukturierten Ego-Charactere zurückgreifen konnten, ein Tröster sozusagen. Gleichzeitig der Älteste, also der grosse Bruder. Das Andere und musikalisch Entscheidende: Er war ein besonderer, talentierter Schlagzeuger, der einen vollkommen unverwechselbaren Stil einführte. Laid back, so kennt man ihn seit "Love me do", ein Stück, das er NICHT mit den Beatles eingespielt hat, welches aber für das Kommende stand. Ruhig, gleichmässig und konzentriert. Höhepunkt seines Schaffens ist "Tomorrow Never Knows", das repetitive Schlagzeug, das Trance-artige Wiederholen der Beats, eine wichtige Neuerung, wie das ganze Stück. Das ist doch wirklich eine Leistung. Sollte er also nicht in der Hall Of Fame sein, dann gibt's da was nachzuholen.
  8. #8

    "space fills" und ein wort zu mccartney

    definitv: ringo ist einer der ganz großen. al kooper hat einmal gesagt: "sgt. pepper, for one thing, was the album that changed drumming more than anything else. ...this record had what I call space fills where they would leave a tremendous amount of air." und das war ringos werk, z.b. auf "a day in the life". wer glaubt, seine beats seien simpel gewesen, sollte sich hinsetzen und einmal ganz locker "old brown shoe" begleiten - aber bitte ohne dass es rumpelt, ja?

    mehr noch: ringo ist mitnichten ein kasper, eher der klassische clown. sein video-tagebuch auf ringostarr.com zeigt ihn als jemand, der den spirit der 60er reflektiert und nicht nur nachgeäfft hat. ringos botschaft bis heute lautet "peace and love". der mann hat ein großes herz. auch das zeichnet ihn aus.

    aber zu den beatles gibt es sowieso genug seltsame mythen. deshalb auch noch ein wort zu mccartney. das rituelle mccartney-bashing ist ähnlich blöde wie das unterschätzen von ringo. er hat sicher in den frühen 80ern einige gruselige sachen aufgenommen. das zwischenstück zwischen wings und den 80er alben, "the lost mccartney album" (eine kurzversion kam als "mccartney II" raus) von 1979 zeigt aber ihn auf der höhe der zeit, jenseits von seinem balladen-kram, der ihm bis heute wie ein hundehäufchen anhaftet.
  9. #9

    Ringo sang auch anspruchvolles Liedmaterial

    Zitat von Grissel Beitrag anzeigen
    Warum immer diese hohlen Phrasen? Neben dem schon genannten Don Henley, zeigen ja besonders Schlagzeuger wie Phil Collins, Udo Lindenberg und Marvin Gaye, dass die Geschichte mit den ungeliebten Drummern so nicht stimmt.

    Die Ursachen für Ringos spezielles Leiden, liegen wahrscheinlich in "Yellow Submarine". War schon ein bißchen ungerecht, ihn die Schunkellieder singen zu lassen.
    Nun, wer Ringo auf's U-Boot reduziert, kennt sich in der Beatles-Welt nicht aus.
    "With a little help from my friends" ist alles andere als ein Schunkellied.

    ;-))








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