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Tageskarte Kunst: Im Goldrausch

Künstler sind keine Bohemiens, sondern selbständige Unternehmer. Deshalb können sie in einem Kurs lernen, welche Versicherungen sie abschließen sollten und wie man seine Steuerklärung macht.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...513563,00.html
  1. #1

    Indian Reservation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Künstler sind keine Bohemiens, sondern selbständige Unternehmer. Deshalb können sie in einem Kurs lernen, welche Versicherungen sie abschließen sollten und wie man seine Steuerklärung macht.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...513563,00.html
    Das alles ist wirklich ganz prima und insofern hat so eine Initiative meine volle Unterstützung. Aber: Die Probleme mit der Steuererklärung und den Versicherungen sind nicht unbedingt die an denen ein erfolgreiches Coming Out als Künstler scheitert. Die Gründe dafür, das der eine mit seiner Kunst Produkte vermarkten kann, während der Andere vielleicht dieselbe Qualität erzeugen kann und dennoch sein Leben lag Taxi fährt sind meiner Erfahrung nach eher in der Psychologie des Einzelnen zu suchen. Zu der auch das optimale geschäftsmäßige Verhalten gehört. Das stellt sich aber eigentlich fast automatisch ein, wenn der Betreffende in der Lage ist für sich und seine Werke eine Öffentlichkeit herzustellen. Solche Initiativen zäumen das Pferd sehr oft von hinten auf und produzieren Subventionen für die Berater und subventionierte Kunst der die Kraft zu einer selbstständigen Existenz und Aussagen fehlt die gesellschaftlich gesehen eine Relevanz haben welche über die persönlichen Probleme und Sichtweisen des Künstlers hinausgehen. In rot-grünen Stadtteil Reservaten kann man sehr gut beobachten wie sich solche Gemeinschaften im Kreis ihrer eigenen Mitglieder und den befreundeten Familien drehen ohne die Kraft und die Chance zu haben diese Kriese jemals zu verlassen. Klar auch das macht Sinn, sozialpolitisch gesehen und Gemeinschaften sind wichtig weil sie Gleichgesinnten Schutz, Kraft und Anregung geben können. Von daher bin ich weit davon entfernt diesem Berliner Unterfangen negativ zu bewerten. Im Gegenteil, aber man sollte es wissen, sowohl, wenn man sich auf so eine Initiative als Künstler einlässt, als auch wenn man mit so etwas Politik machen will.








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