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Tageskarte Klassik: Dynamischer Stromlinienklang

Sein Spitzname war "Mr. Klassik". Schon jetzt, rund ein halbes Jahr vor dem Termin, feiert die Plattenindustrie den 100. Geburtstag ihres größten Umsatzträgers – Herbert von Karajan.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...514182,00.html
  1. #1

    Ist mir ein Rätsel!

    Diesen Hype um Herrn Karajan habe ich nie so recht verstanden. Mal davon abgesehen, dass er außerhalb von Deutschland nicht halb so "berühmt" war, wie das hier dargestellt wird, klingt m.E. fast jede Orchesteraufnahme von Karajan die ich kenne (Bei Opern mag das anders sein, da kenne ich mich nicht aus) wie Marschmusik. Ich bin mit Karajan-Platten zuhause groß geworden und meine Eltern waren begeistert. Ich erinnere mich noch gut, als ich als Student später zum ersten mal die 1. Brahmssymphonie unter dem Dirigat von Giulini hörte und völlig fasziniert war: Da waren plötzlich Seitenthemen, die ich bei Karajan noch nie gehört hatte, Brahms konnte plötzlich elegant klingen und im Andante war ich spätestens überzeugt, dass es sich wohl doch um eine ganz andere Symphonie handeln musste, als die die ich immer bei meinen Eltern gehört hatte.
  2. #2

    Perfektion ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sein Spitzname war "Mr. Klassik". Schon jetzt, rund ein halbes Jahr vor dem Termin, feiert die Plattenindustrie den 100. Geburtstag ihres größten Umsatzträgers – Herbert von Karajan.

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...514182,00.html
    Karajan war der erste in Deutschland, der durch seinen gestrengen Anspruch an die Technik des Musizierens dazu beigetragen hat, dass alle großen Orchester den gleichen Sound entwickelt haben.
    Den "amerikanischen Klang", bei dem durch die Perfektion die Seele der Musik leidet.

    Diese Masche ist von späteren Dirigenten noch weiterentwickelt worden.
    Warum müssen die Mikrofone in jedes Instrument hineinkriechen ?
    Warum müssen langsame Stücke immer langsamer, schnelle Stücke immer schneller gespielt werden ?
    Man spürt oft, dass die armen Musiker an ihren Grenzen angekommen sind.
  3. #3

    Ist mir ein Rätsel!

    Ich habe diesen Hype um Herrn Karajan nie verstanden. Ich bin mit Klassik in den 60gern groß geworden und zuhause gab es Platten fast ausschließlich von diesem Dirigenten. Ich erinnere mich noch gut, als ich als Student später zum ersten mal die 1. Symphonie von Brahms unter Giulini hörte und völlig fasziniert war: Da gab es plötzlich Seitenthemen und Basslinien, die ich noch nie zuvor gehört hatte, das Orchester schien förmlich zu atmen und spätestens im Andante war ich überzeugt, es müsse wohl doch eine andere 1. von Brams sein, als die, die ich von zuhause kannte. Und wenn ich heute das Radio anstelle und ein Orchester fidelt lieblos eine der berühmten Symphonien herunter, so dass man an Deutsche Marschmusik denken muss, dann dann lachen meine Frau und ich schon immer und sagen: Das ist garantiert Herbert von. Und in 90% der Fälle liegen wir richtig.
  4. #4

    Angabe zu CD ist falsch

    Im Artikel heißt es über die neue CD/DVD "Karajan - The Music, The Legend", die CD bestünde aus "ein paar Schnipsel[n] aus berühmten Einspielungen". Das stimmt nicht. Tatsächlich finden sich auf der CD drei komplette Einspielungen:
    - Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 5
    - Bachs Konzert für zwei Violinen in d-Moll
    - Brahms 4. Sinfonie

    Richtig ist hingegen, dass die DVD nur "ein Potpourri aus Video-Produktionen" enthält, wenngleich auch hier Beethovens 5. Sinfonie komplett zu finden ist.


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