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Systemrelevanz: Finanzaufsicht will Krisenpläne von 15 deutschen Banken

dapdMindestens 15 deutsche Banken müssen sich in den kommenden Monaten mit Szenarien für ihre eigene Pleite befassen. Die Finanzaufsicht hält sie für so bedeutend, dass ihr Zusammenbruch das nationale Finanzsystem gefährden würde - und verlangt von ihnen detaillierte Notfallpläne.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-865035.html
  1. #1

    einzige Lösung ...

    ... zerschlagen, zur Not verstaatlichen, wobei notleidende, hochspekulative Anlagen abgeschrieben werden sollten. d.h. die Investoren keinen Cent sehen würden. Bei betrügerischen Anlagemodellen (muss durch entsprechende drastischere Gesetze definiert werden) muss die Bank die Anleger bis in Höhe des Eigenkapitals haften (d.h. die Aktionäre), evtl. sogar darüber ? Banken sind nicht zum Selbstzweck da, sondern um der Realwirtschaft dienlich zu sein, ansonsten sollten sie ihre
    Existenzberechtigung verlieren (dazu gehört z.B. auch das Verbot von Währungsspekulationen, d.h. Devisen dürfen nur für reale Geschäfte gehandelt werden)
  2. #2

    und nun?????

    im anderen Thread wollten Sie es nicht glauben, dass Banken eine Staat in die Pleite bringen können, nun haben Sie es schwarz auf weiß.

    Diese Krisenpläne sind wichtig und bei den meisten Banken eh schon vorhanden. Die US-Testamente sind etwas überzogen.
  3. #3

    Notfallpläne für ein Illusionsspiel

    Es mutet irgendwie surreal an, dass man für ein Illusionsspiel, dessen absehbaren Zusammenbruch man fürchtet, „Rettungspläne“ verlangt, dabei die Pläne ausgerechnet von denjenigen verlangt, die dieses Spiel betreiben. Der natürliche Rettungsplan beim Zusammenbruch wäre der Übergang zur Wahrheit, also die Notwendigkeit, Sätze zu sprechen, wie „wir haben nichts“, „es waren alles nur leere Versprechungen“, „wir, oder die, die uns stets versprochen haben, jemanden zu kennen, dem versprochen wurde, dasjenige bekommen zu können, was wir euch versprochen haben, ja, der, - wie wir soeben erfahren musste - hat leider auch nichts ... und hat auch leider denjenigen, von dem wir annahmen, der es besitzen würde, wohl vor langer Zeit schon aus den Augen verloren .... ..Es tut uns leid.“

    „Rettungspläne“ heißt demnach, die Illusion von Reichtum muss irgendwie aufrecht erhalten werden, dass dort, wo eigentlich nichts ist, immer noch (ganz) viel ist. Rettungsplan soll also heißen, zerstörte Illusionen mit neuen Illusionen zu heilen, indem man allenfalls einräumt, dass im Höchstfall, also für den Fall, dass jemand mal genau nachzählen wolle, ein bis maximal zwei Körnchen irgendwo fehlen würden, dass aber angesichts der unermesslichen Vorräte weiterhin und künftig „genug für alle“ da wäre.

    Ich frage mich, mit welcher Überschrift die Geschichtsschreibung in zwanzig oder dreißig Jahren einmal unser Zeitalter der großen Buchgeldillusionen umschreiben wird. Ich denke an Überschriften „Wie die Banken und die Regierungen auf der ganzen Welt sich verschworen, um die Bürger ....“
  4. #4

    absolut richtig...

    stimme voll zu!
  5. #5

    gemeinsam Steuermittel abschoepfen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mindestens 15 deutsche Banken müssen sich in den kommenden Monaten mit Szenarien für ihre eigene Pleite befassen. Die Finanzaufsicht hält sie für so bedeutend, dass ihr Zusammenbruch das nationale Finanzsystem gefährden würde - und verlangt von ihnen detaillierte Notfallpläne.

    BaFin stuft mindestens 15 deutsche Banken als systemrelevant ein - SPIEGEL ONLINE

    Toll ! Endlich wieder eine fette ABM fuer unsere Grosskanzlei ! Da muessen wir ein paar unserer Nachwuchs-Anwaelte und WPs ein paar tausend Seiten dummes Gesabbere absondern lassen - und schon sind wieder 20 Mio. in der Kasse. Von der Politik angedachte Konsequenzen der heissen Luft: Keine. Ach doch:
    1. Dem Burger wird erzaehlt, "diese (Schein-) Vorkehrungen beruhigen die Maerkte". Dumm nur, dass der Buerger bereits ahnt, dass es sich bei den "Maerkten" um genau die Banken handelt, die die "Plaene" erarbeiten lassen duerfen.
    2. Da werden in Groessenordnungen (Partei-) Spendengelder generiert.
  6. #6

    Hallo!

    Zitat von petsy157 Beitrag anzeigen
    im anderen Thread wollten Sie es nicht glauben, dass Banken eine Staat in die Pleite bringen können, nun haben Sie es schwarz auf weiß.

    Diese Krisenpläne sind wichtig und bei den meisten Banken eh schon vorhanden. Die US-Testamente sind etwas überzogen.
    Mal mit der Deutschen Bankenwelt beschäftigt??? Nöö, wir haben die Deutsche Bank auf Platz xx der internationalen Bankenwelt, der Rest sind Landesbanken, Genossenschaftsbanken, Sparkassen und einige kleine Privatbanken. D ist sowas von einem Nebenkriegsschauplatz in der internatonalen Bankenwelt.
  7. #7

    Offene Frage

    Eine Frage bleibt für mich offen: Was genau bedeutet eigentlich "systemrelevant"?
  8. #8

    Kapitalerhöhung? Mehr Sicherheit? Banken-Placebo!

    Wo ist denn das erhöhte Kapital? Legen sich die Banken was in den Keller? Bestimmt nicht Gold, Fremdwährungen, Rohstoffe oder Arbeitssklaven! Bestenfalls sind es doch Guthaben auf Konten anderer Banken welche das Geld wieder wo anders anlegen. Letztlich gewährt sich die Bank selbst das Eigenkapital, nur über einen weltweiten Umweg unter Beteiligung anderer Banken. Für den einen ist es Sicherheit. In meinen Augen ist es aber mit Sicherheit Verschwendung! Ich zahle diesen Unfug mit horrenden Überziehungszinsen bzw. minimaler Guthabenverzinsung. Aber ich will nicht undankbar sein. Ohne diesen Blödsinn wäre die Skyline auf dem Teaser-Bild zu diesem Artikel nur halb so prächtig!
  9. #9

    Das müssen ja ganz tolle Pläne sein

    Eine Bank lebt vom Vertrauen der Kunden. Welcher Plan sollte das wiederherstellen? Die Trennung von Investment und Geschäftsbank ist eine Grundvoraussetzung. Und dann darf die Bank trotzdem nicht zu groß sein.
    Diese Krisenpläne sind reines Wunschdenken.








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