Syrischer Bürgerkrieg: Helfer fürchten Fallen des Assad-Regimes

AFPMehr als zwei Millionen Menschen sind laut Uno im syrischen Bürgerkrieg auf Hilfe angewiesen. Es fehlt an Nahrung, Arzneien, Unterkünften. Unterstützung aus dem Westen kommt kaum an - Freiwillige, die im Land Hilfe leisten, gelten automatisch als Gegner des Regimes und müssen Verfolgung fürchten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...851179,00.html
  1. #1

    Das ist mir zu dick aufgetragen

    War selber 2008 in Syrien, wenn man den Artikel liest, könnte man denken das ganze Syrische Volk steht gegen Assad, das ist mitnichten so. Wie wäre es wenn alle die Waffen schweigen lassen würden und mit Verhandlungen die Lebensumstände derer zu verbessern die sich unterdrückt fühlen. Aber will das irgend einer? Die Rebellen wie es aussieht nicht, bei Assad bin ich mir nicht sicher.
    Auf jeden Fall nehmen die Aufständischen auch keinerlei Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Das ist wieder einer dieser einseitigen Berichte, wo nur Hörensagen verbreitet wird ohne wirkliche Fakten.
  2. #2

    Spielball

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als zwei Millionen Menschen sind laut Uno im syrischen Bürgerkrieg auf Hilfe angewiesen. Es fehlt an Nahrung, Arzneien, Unterkünften. Unterstützung aus dem Westen kommt kaum an - Freiwillige, die im Land Hilfe leisten, gelten automatisch als Gegner des Regimes und müssen Verfolgung fürchten.

    Krieg in Syrien: Die humanitäre Notlage spitzt sich zu - SPIEGEL ONLINE
    Ein Syrien-Forum zurück habe ich geschrieben, dass mir in der Diskussion die Zwischentöne verloren gehen. Dieser Artikel ist ein gutes Beispiel dafür - oder eher ein schlechtes, weil man selbst das Gute schlechtmachen kann...
  3. #3

    Inzwischen wissen wir,

    dass von beiden Seiten entsetzliches Leid ausgelöst wird, unter dem in aller erster Linie die Zivilbevölkerung leidet.
    Befeuert wird dieser Bürgerkrieg stetig aufs Neue von den jeweiligen Sympathisanten-Staaten der jeweiligen Fraktion, Rebellen oder Assad-Kämpfer.
    Der einzige Vermittler, Kofi Anan, hat das Handtuch geschmissen, weil diejenigen, die diesen Halb-Stellvertreter-Krieg anfachen sich hinsichtlich einer Lösungsfindung als kompromisslos zeigten.
    Kann es sein, dass im 21 Jahrhundert die internationale "Politik" sich darauf beschränkt, sich darauf beschränkt, die ihnen jeweils genehme Seite mit Kriegsmaterial auszurüsten und dass Kompromisse, Diplomatie, Friedenssuche usw.
    sich bis heute nicht als Möglichkeiten durchgesetzt haben?
    Wieviele Kriege sollen denn noch angefacht werden.
    Wenn sich darüber hinaus die Situation zwischen Israel und Iran zuspitzt, könnte das alles zu einem unkontrollierbaren Flächenbrand im Nahen Osten führen - der Irak hat ja auch schon seine Sympathie mit dem Iran kundgetan.
    Wer kann sich denn wirklich als Sieger am Ende eines solchen Szenarios sehen?
  4. #4

    aha

    Zitat von einlebenlang Beitrag anzeigen
    War selber 2008 in Syrien, wenn man den Artikel liest, könnte man denken das ganze Syrische Volk steht gegen Assad, das ist mitnichten so. Das ist wieder einer dieser einseitigen Berichte, wo nur Hörensagen verbreitet wird ohne wirkliche Fakten.
    die touri-route durch damaskus gemacht? warum holen sie denn nicht selbst Ihre fakten ein? Achso.... Sie dürfen ja vom regime aus nicht! Warum bloss?
  5. #5

    Könnte es nicht sein, ...

    Zitat von einlebenlang Beitrag anzeigen
    War selber 2008 in Syrien, wenn man den Artikel liest, könnte man denken das ganze Syrische Volk steht gegen Assad, das ist mitnichten so. ...
    ... dass seit 2008, nach über 20.000 Toten und tausenden zerbombten Häusern, nach Scharfschützeneinsätzen gegen friedliche Dmonstranten, Massakern der Schabiha und noch einigen anderen Nettigkeiten von Assad sich etwas an der Einstellung gegenüber Assad geändert hat?
  6. #6

    optional

    Gestern war es noch die syrische Regierung, heute ist es das syrische Regime. Alles klar, Herr Komissar.
  7. #7

    Naja, ändern wird

    Zitat von elkadi Beitrag anzeigen
    die touri-route durch damaskus gemacht? warum holen sie denn nicht selbst Ihre fakten ein? Achso.... Sie dürfen ja vom regime aus nicht! Warum bloss?
    sich ja auch nichts, wenn die Rebellen siegen bzw. dort, wo sie bereits die Kontrolle haben. Darf man sich dort denn zu Assad bekennen ohne zerstückelt zu werden?
    Was ich meine ist: Dieser Krieg ändert doch nicht die Verhältnisse, deswegen wäre ein "runder Tisch" angesagt, in dem man sich auf praktikable Modalitäten irgendwie verständigt, um so vor allem diesen Bürgerkrieg erstmal zum Stillstand zu bringen. Wie schon geschrieben: Es leidet die Zvilbeölkerung.
  8. #8

    Stinkbombe?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als zwei Millionen Menschen sind laut Uno im syrischen Bürgerkrieg auf Hilfe angewiesen. Es fehlt an Nahrung, Arzneien, Unterkünften. Unterstützung aus dem Westen kommt kaum an - Freiwillige, die im Land Hilfe leisten, gelten automatisch als Gegner des Regimes und müssen Verfolgung fürchten.

    Krieg in Syrien: Die humanitäre Notlage spitzt sich zu - SPIEGEL ONLINE
    Was ist das wieder für eine propagandistiche Stinkbombe der Rebellen - "gelten automatisch als Gegner des Regimes"? Dass das Regime misstrauisch ist gegenüber westlicher Hilfe (oder "Hilfe") ist nur zu verständlich. Schließlich will der Westen das Regime erklärtermaßen stürzen - egal welche Al Kaida-Typen nachher das Land ruinieren.
  9. #9

    Zitat von sansiro222 Beitrag anzeigen
    sich ja auch nichts, wenn die Rebellen siegen bzw. dort, wo sie bereits die Kontrolle haben. Darf man sich dort denn zu Assad bekennen ohne zerstückelt zu werden?
    Was ich meine ist: Dieser Krieg ändert doch nicht die Verhältnisse, deswegen wäre ein "runder Tisch" angesagt, in dem man sich auf praktikable Modalitäten irgendwie verständigt, um so vor allem diesen Bürgerkrieg erstmal zum Stillstand zu bringen. Wie schon geschrieben: Es leidet die Zvilbeölkerung.
    da haben Sie absolut Recht, aber ich befürchte, der Zug ist abgefahren. Nach diesen Gräueltaten sind erfolgreiche Verhandlungen ehr Wunschdenken (zumindest meines). Man hätte früher Einfluss auf die Veto-Mächte nehmen müssen, evtl. auch mit kompromissbereiten Zusagen.