REUTERSSyriens Rebellen toben, Experten sind entsetzt: Der Uno-Friedensplan von Kofi Annan bringt dem Assad-Regime vor allem jede Menge Zeit, um im Land weiter zu morden und zu foltern. Am Ende könnte der Diktator sogar im Amt bleiben - die Opposition will das mit Gewalt verhindern.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...824719,00.html
Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn die westlichen Medien endlich einmal wieder neutral berichten. Kaum musste man zugeben, dass es vorallem die durch Saudi-Arabien und Katar unterstützten Terroristen sind, welche einen Frieden verhindern, hat man doch schon eine herrliche Begründung gefunden, um dies sofort wieder Assad anzuhängen.
Der Spiegel ist hier, wie sämtliche deutschen Medien, nicht mehr ernstzunehmen.
Da scheinen Sie schlecht informiert. Diejenigen die hier als "Opposition" bezeichnet werden, sind nichts weiter als islamistische Terroristen, die sich seit Jahren Gefechte mit der syrischen Armee liefern.
Neu ist, dass sie mittelschwere Waffen aus Saudi-Arabien und Katar erhalten.
Die tatsächliche Opposition ist nachwievor friedlich und war bereit über Reformen zu verhandeln.
Na wenn es ums ignorieren geht spielen Sie ja auch sehr "geflissentlich" in der Oberliga mit. Dieselbe Grütze haben Sie im Falle Libyens schon einmal geschrieben.
Auch in Syrien eskalierte die Gewalt erst so richtig nachdem bestimmte Gruppierungen Demos dazu nutzten Mit Waffen und Molotowcocktails staatliche Einrichtungen und Sicherheitskräfte anzugreifen. Die meisten Syrer hatten da keine Gewalt im Kopf. Das ein souveräner Staat dann dementsprechend reagiert ist auch aus unseren Breitengraden bekannt.
Zum einen ist Russland keine "Diktatur", kann also seine hHnd auch nicht über einen "Diktator Kollegen" halten, zum anderen ist Ihnen völlig entganegen das in Syrien nicht gegen friedlich demonstrierende Bürger vorgegangen wird, sondern gegen vom Ausland aufgerüstete, bewaffnete und teilweise eingeschleuste paramilitärische Gruppen. Das ein solcher Konflikt mit Gewalt ausgefochten wird ist nichts neues, ebensowenig das ein Staat nicht einfach so abdankt wenn solche Gruppen an seiner Suveränität rütteln.
Was sie machen ist nichts weiter als der politischen Ideologie des Westens mit seiner Führungsmacht USA zu folgen und die "Rebellen" Seite ins Recht zu setzen und damit zu legitimieren. An einer objektiven Einschätzung ist Ihnen gar nicht gelegen. Das sich die "Rebellen" von ausländischen Kräften und Waffen verstärken lässt interessiert Sie nicht weiter. Ebensowenig welche politischen Interessen dahinter stecken. Die "Rebellen" nehmen für sich in Anspruch für dassyrische Volk zu sprechen, tragen den Konflikt aber gewaltsam auf dessen Rücken aus. Sie verüben Sprengstoffattentate, ziehen sich in bewohnte Stadtteile zurück etc. Die meisten Syrer haben von beiden Seiten inzwischen mehr als genug und ziehen es vor zu flüchten. Nicht vor Assad, wie immer suggeriert wird, sondern vor dem Konflikt. Hier geht es um leib und Leben und dies ist genauso in Gefahr durch die Vorgehensweise der "Rebellen". Wenn diese meinen nicht verhandeln zu müssen gefährden sie genauso die Zivilbevölkerung. Beide Parteien müssen die Waffen ruhen lassen und nicht mehr auf Konfrontationskurs gehen. Vor allem müssen sich die "Rebellen" die Frage gefallen lassen warum suie aus einer Defensivhaltung heraus weiterhin rücksichtslos jegliche Waffenruhe und Gespräche ablehnen? Das wird auch damit zusammenhängen das dies nicht im Interesse ihrer ausländischen Unterstützer liegt. Wenn sie jedenfalls so weitermachen müssen sie sich nicht wundern wenn sie völlig aufgerieben werden.
Und wenn Sie tatsächlich meinen das westliche Staaten aus dem arabischen Frühling gelernt hätten nicht mehr mit "Diktatoren" zusammenzuarbeiten dann träumen Sie weiter. Hier geht es nicht um moralisch verbrämte Sandkastenspiele sondern um knallharte geopolitische Interessen. Mit wem man da zusammenarbeitet oder nicht entscheidet sich nicht danach welche Regierungsform jemand bevorzugt. Die alten und neuen "Diktatoren" stehen schon in den Startlöchern um sich unter die Hand ihrer westlichen Schutzmächte zu stellen.
Eine kühle Analyse ist aber ihr Ding auch nicht. Zum einen sind es nicht die "Menschen" die in Syrien den Aufstand führen sondern gewafnete Gruppierungen die sich teilweise noch nicht mal einig sind und nur halten können weil sie durch das Ausland mit Waffen und Beratern versorgt werden. Nicht eine "Repression" bewog diese Gruppierungen dazu Gewalt anzuwenden, sondern ein politischer Wille die Gunst der Stunde zu nutzen gewaltsam einen Regierungswechsel herbeizuführen. Der Grossteil der "Menschen" in Syrien hat momentan für beide Seiten wenig übrig und wer fliehen kann flieht. Nicht vor Assad sondern vor der Gewalt die von beiden Seiten ausgeht.
Und das Islamismus nur in "Diktaturen gedeiht" ist einer der dümmsten Sprüche seit langem. Daher lasse ich ihn auch unkommentiert
Wenn ihre "Rebellen" so weitermachen wird es sie bald nicht mehr geben. Zum einen weil sie hoffnungslos zerstritten sind, zum anderen jeglicher Sinn für die politische Lage abhandengekommen ist. Man scheint hier immer noch auf ein aktives Eingreifen des Westens wie in Libyen zu hoffen, alleine fährt man ja eine Niederlage nach der anderen ein. Und das syrische Volk hat man auch nicht hinter sich.
Und einen Geschmack auf ihren "Guerillakrieg" bekommt man ja ab und an wenn bei Sprengstoffattentaten unbeteiligte Zivilisten weggesprengt werden oder man sich in bewohnten gebieten verschanzt. das hat weder etwas mit Mao oder Castro zu tun.
Unter einem "Massenmörder" geht bei Ihnen scheinbar gar nichts mehr. Als ob ein Assad nichts weiter im Sinn hätte als "Massen" zu "morden". Aber so ist das eben, wenn die politischen Interessen umschwenken kann man eben mal von einem geachteten Partner zu einem "Massenmörder" mutieren. Das geht manchmal sehr schnell.
Und das die "Opposition" sich in dieser Lage befindet ist auch ihrem eigenen Vorgehen geschuldet. Denn wie schon erwähnt, hier kämpft nicht das syrische Volk sondern zersplitterte Grüppchen um Einfluss und Macht. Wenn diese Leute nicht kapieren das sie in einer defensive sind, dann wird es sie bald nicht mehr geben. Denn einen rückhalt in der Bevölkerung haben sie ebensowenig wie die Gegenseite.
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Und diese Realpolitik sieht in Syrien so aus, daß Assad viertelherzig die Kritiker und die UNO hinhält und in Syrien ohne jede Rücksichtnahme seinen Völkermord zelebriert.
In einer Drastik, die fragen läßt, ob diese gutgemeinten Vorschläge überhaupt sinnvoll sind, weil sie Assad nur den Boden für seine perversen Inszenierungen per Zeitgewinn bereiten.
rabenkrähe
Geändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....