REUTERSSyriens Rebellen toben, Experten sind entsetzt: Der Uno-Friedensplan von Kofi Annan bringt dem Assad-Regime vor allem jede Menge Zeit, um im Land weiter zu morden und zu foltern. Am Ende könnte der Diktator sogar im Amt bleiben - die Opposition will das mit Gewalt verhindern.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...824719,00.html
dass wieder der Rotstift zuschlägt -
es ist die Opposition, die jegliche Verhandlungen zur Beilegung eines Bürgerkrieges rundweg ablehnt. Die "Freunde" Syriens, denen der Schaum vor dem Munde steht, ignorieren, dass immer mehr tatsächliche Demokraten dieses Gebilde verlassen, weil die Finanzierung offensichtlich aus schmutzigen Kanälen stammt, weil radikale Gotteskrieger die Oberhand gewinnen, und anderes, was Frau Putz bereits berichtete.
Dass in den Medien der "freien" Welt kein Wort verloren wird, dass zeitgleich zu Herrn Annan auch Herr Assad in Moskau weilte, entspricht eher dem Verhalten anderer Medienkrieger, die im Osten des Landes entsorgt wurden.
Annan´s Friedensplan ist die letzte Chance unter Herrschaft der UNO Frieden zu schaffen. Das Verhalten der Opposition ist zutiefst menschenverachtend. Warum? Als militärisch Unterlegener Ortschaften zu besetzen entspricht dem Tatbestand der Geiselnahme und liefert die Zivilbevölkerung vorsätzlich den Gegenangriffen der Syrischen Armee aus. Beslan lässt grüssen.
Die Rebellen wie auch ihre Experten toben aus verständlichen Gründen - die libysche Lösung auf die man spekulierte entfällt. Kein westlicher Staat wird seine Soldaten zugunsten einer bärtigen Turnschuhtruppe opfern, die lediglich einen weiteren Gottesstaat errichten will - und damit ein weiteres Terrornest gegen den Westen. AFG direkt vor der Haustür der EU.
Dass mittlerweile selbst die UNO diffamiert wird, zeugt von der Hilflosigkeit westlicher Politik, die mit ihrer ausschliesslichen Gewaltdenke am Ende ist. Despoten stürzen immer dann, wenn die Mehrheit der Bevölkerung sich gegen diese stellt, daran sollte man mit Blick auf die neuen EU-Staaten öfter denken. Der Export, auch der gewaltsame, von Weltanschauungen misslingt immer, wenn die Beglückten es anders wollen.
Auch wenn es bitter klingt - die Opposition weiter zu unterstützen bedeutet eine Ausweitung der Blutseen durch beide Parteien und die Gefahr eines unkontrollierbaren Flächenbrandes in Nahost.
werden Sie schon müssen, wenn der andere eine Keule hat, und Sie nicht.
Die syrische Oppsotion hat die Chance verpasst - als Städte sich in der Hand der Opposition befanden, hatte diese Verhandlungsmasse. Doch man setzte fälschlicherweise auf die Internevtion der Nato, um aus diesen Brückenköpfen heraus zu agieren.
Als militärisch Unterlegener sollte man lieber verhandeln, statt sinnfrei und verbohrt jede Chance zu verspielen.
Und wenn es keine Chance für einen gewaltsamen Sturz des Despoten gibt, dann sollte man doch vielleicht die Chance in Verhandlungen suchen - auch mit Despot Assad.
Demokrat wird dem einst hochgeschätzten Folterbruder westlicher Geheimdienste eine Träne nachweinen.
Nur sollte man statt zu schäumen und zu heulen doch einen besseren Vorschlag machen, der den Realitäten entspricht. Und die sprechen eher dafür, dass die Syrische Armee systematisch die Kontrolle zurückerlangt, weil der Handstreich nicht zum Ziel führte.
Selbst anhand der spärlichen Nachrichten in Westmedien dürfte jedem klar sein, dass die Opposition sich auf dem Rückzug befindet.
Solange es die Chance auf Verhandlungen gibt, sollte man diese nutzen. Jegliches Verharren auf der Gewaltoption zeigt eher, dass es nur um das Auswechseln des Diktators geht, nicht um Demokratie und Freiheit.
Solange Geld und Waffen aus Iran und Russland an Assad fließen und China und Russland im UN Sicherheitsrat die Hand schützend über ihren Diktator Kollegen halten, solange wird diese mörderische Gewaltherrschaft des Assad Clans weitere Opfer fordern, "Frieden" hin, "Frieden" her. Das militaristische Vorgehen der Assad Tyrannei gegen vormals friedliche, laizistische Demonstrationen hat nunmehr denjenigen Widerstand kreiert, den es immer vorgab zu bekämpfen, da der Islamismus die einzige Kraft ist, die länderübergreifend zu militärischem Kampf in der Lage ist und friedlicher Wandel durch den machtgeilen Assadclan negiert wird. Die Diktatur gebiert ihre gewaltbereiten Gegner als selbsterfüllende Prophezeiung durch Auslöschung des zivilen Ungehorsams und des gewaltfreien Widerstandes mit Brachialgewalt. Übrig bleiben nur die seit Jahrzehnten in einer lebensfeindlichen Umgebung gewachsenen islamistischen Strukturen. Die Diktatur erfüllt mit seiner Militärmacht quasi eine Auslesefunktion nach seinen eigenen Kriterien. Alle Länder, in denen der extremistische Islamismus stark wurde, waren vorher Diktaturen, die durch entwicklungsfeindliche Gesellschaftsformen und militaristische Repression Gewalt und Hass im Inneren gesät haben. Der Westen hat seit je mit diesen Typen kollaboriert. Im Zuge der Arabellion jedoch hat man dieses zweifelhafte Gebahren als moralischen und politischen Fehler und als Verbrechen gegenüber der Bevölkerung in diesen Diktaturen realisiert. Dies erkannt zu haben, war ein großes Verdienst. Jetzt droht man hinter diese Erkenntnis zurückzufallen und die alten Fehler zu wiederholen, nur weil die Putins und Jiabos dieser Welt Angst vor der Selbstbestimmung des Individuums haben. Niemand kann sagen, ob es ohne Assad besser werden wird. Aber damit es besser werden kann, muss Assad fallen. Und weil das, was Annan "Frieden" nennt, die Lizenz zur Tötung aller Oppositionellen bedeutet. Die Menschen kämpfen um ihr nacktes Überleben. Deswegen wird der Kampf weitergehen. Deutschland und die EU müssen endlich klare Kante zeigen und alle diplomatischen Kontakte zu Syrien abbrechen, alle Flugverbindungen unterbrechen, alle Häfen für syrische Schiffe schließen. Es muss ferner ein kompletter Waren-, Handels-, und Finanzboykott, das Aussetzen aller wirtschaftlicher Verbindungen, seitens der EU zu Syrien her.
diejenogen die vor dem nächsten Adolf sofort Kotau machen. Die gibt es mittlerweile in D wieder massenhaft. Die NPD leistet anscheinend gute Vorarbeit, ohne daß die Leute es merken. Nun ja, die sind auch schon schlauer geworden. Zumindest schlauer als einige Foristen, die glauben, daß man mit Massenmördern zum Guten verhandeln kann.