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Syrien: Uno ruft zur Hilfe für Millionen Flüchtlinge auf

DPADer Bürgerkrieg bringt immer mehr Syrer in Not. Mindestens 2,5 Millionen Menschen haben fast alles verloren, 1,2 Millionen sind inzwischen auf der Flucht. Uno und EU schlagen Alarm. Sie fordern Kampfpausen, um die Notleidenden überhaupt erreichen zu können.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...851586,00.html
  1. #1

    und es wird noch schlimmer kommen

    Nach dem zweiten Jahr der gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Regierung und oppositionellen ist immer noch keine Lösung in Sicht. Beide Seiten setzten auf die völlige Zerstörung des Anderen und riskieren damit den Untergang des eigenen Landes. Fingerdeuten und schuldzuweisungen sind vollkommen unangebracht, da beide Seiten ihren Teil zu der gegenwärtigen Situation beigetragen haben.

    Klar scheint aber auch, dass niemand mehr in die Zeit vor dem Aufstand zurück kann, niemand würde sich mehr mit Assad einlassen, die Angst vor Verfolgung und Kollektivbestrafung ist zu Groß. Eine Idealsituation gibt es und gab es nie, es bleibt zu hoffen, dass die größte Angst der Syrer vor dem Zerfall des Landes nicht realität wird. Mit dem Abzug der regulären Streitkräfte aus den traditionell kurdischen Gebieten befeuert der Machthaber aber diese nicht unbegründete Angst weiter.
  2. #2

    Falscher Alarm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bürgerkrieg bringt immer mehr Syrer in Not. Mindestens 2,5 Millionen Menschen haben fast alles verloren, 1,2 Millionen sind inzwischen auf der Flucht. Uno und EU schlagen Alarm. Sie fordern Kampfpausen, um die Notleidenden überhaupt erreichen zu können.

    Syrien: Uno ruft zur Hilfe für Millionen Flüchtlinge auf - SPIEGEL ONLINE
    Jetzt schlagen UNO und EU Alarm, weil die bewaffnete Opposition rasant an Boden verliert. Vorher habe sie sich um eine Verurteilung der Gewalttätigkeiten seitens der Opposition und um eine Verurteilung der ausländischen Lieferenten von Kommunikationsmitteln, Waffen etc. herum gedrückt.
  3. #3

    Zumindest die EU argumentiert verlogen

    Die NATO-Staaten sind an der Unterstützung der Terroristen in Syrien beteiligt. Mit Geheimdiensten, mit Ausbildern und mit Geld. Außerdem haben die meisten EU-Politiker sich schon kategorisch (wenig diplomatisch) gegen den Präsidenten Assad ausgesprochen. Insofern ist es verlogen, wenn die EU so tut als wäre es schwer "Kampfpausen" zu vermitteln.
    Wenn die NATO ihre Unterstützung für die Terroristen einstellen würde, wären die Kämpfe schnell zuende. Dann könnten auch die von Assad begonnenen Reformen umgesetzt werden.
    Die UNO sollte die Unterstützerstaaten der Terroristen zum Wiederaufbau Syriens verpflichten.
  4. #4

    kampfpausen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bürgerkrieg bringt immer mehr Syrer in Not. Mindestens 2,5 Millionen Menschen haben fast alles verloren, 1,2 Millionen sind inzwischen auf der Flucht. Uno und EU schlagen Alarm. Sie fordern Kampfpausen, um die Notleidenden überhaupt erreichen zu können.

    Syrien: Uno ruft zur Hilfe für Millionen Flüchtlinge auf - SPIEGEL ONLINE
    duerften leider unmoeglich sein, sosehr sie der bevoelkerung zu wuenschen waeren. da es sich bei den aufstaendischen/terroristen aber um eine unhomogene masse handelt, kann man mit ihnen auch keinen waffenstillstand aushandeln. das problem ist doch, dass die aufstaendischen geschlagen sind, aber wie alle guerillatruppen/terroristen, natuerlich in der lage sind ueber jahre hinweg noch nadelstiche zu setzen. mit der massiven unterstuetzung durch westlichen staaten; auch und gerade auf medialer ebene, kann man dann sogar die maer vom volksaufstand noch jahre weiterverkaufen. leidtragender wird die syrische bevoelkerung sein. die bevoelkerung, die trotz ihrer unterschiede z.b. in religion, jahrzehntelang weitgehend friedlich zusammen lebte, mit gleichen rechten und sicherheit fuer alle. das dieser staat, vorbildlich in dieser region, zerstoert wurde, wird der grossteil der syrischen bevoelkerung niemals verstehen und verzeihen koennen.
  5. #5

    Sie

    Zitat von waschm. Beitrag anzeigen
    Eine Idealsituation gibt es und gab es nie, es bleibt zu hoffen, dass die größte Angst der Syrer vor dem Zerfall des Landes nicht realität wird. Mit dem Abzug der regulären Streitkräfte aus den traditionell kurdischen Gebieten befeuert der Machthaber aber diese nicht unbegründete Angst weiter.
    kritisieren, daß Assad die Armee aus den kurdischen Gebieten abgezogen hat? Ich verstehe nicht, wie man gleichzeitig den Einsatz der syrischen Armee gegen die sog. Rebellen und den Rückzug der Armee aus den Kurdengebieten kritiseren kann. Jeder, der sich für die Selbstbestimmung der Völker einsetzt, müßte darüber froh sein, daß sich ein autonomes Kurdengebiet entlang der türkischen Grenze bildet.
  6. #6

    Der "Westen' ist heuchlerischer als Pontius Pilatus

    In einem Beitrag der frz Zeitschrift "Marianne" http://www.marianne2.fr/Syrie-l-incr...220615.htmldie sich mit dem Syrienkonflikt beschaeftigt, ist folgendes journalistisches Schmankerl:

    "«UN POUVOIR DOIT AVOIR UN SUCCESSEUR»

    Le ministre français des Affaires étrangères assume un soutien officiel à la rébellion, confirmant en la matière la parfaite continuité entre les deux locataires successifs de l’Elysée. Mais Laurent Fabius ne s’en tient pas là. Appelant à ce que «le tyran (soit) dégagé au plus tôt», il a précisé au micro de France Inter : «un pouvoir doit avoir un successeur ; donc il y a des discussions très précises et très difficiles». On se frotte les yeux : pour la première fois ouvertement, un responsable avoue que les grandes puissances entendent non seulement abattre un régime, mais choisir qui le remplacera. Le plus extraordinaire est qu’une telle déclaration soit passée quasiment inaperçue, comme s’il s’agissait d’une chose finalement très naturelle. /
    Eine Macht braucht einen Nachfolger
    Der franzoesische Aussenminister bekraeftigt die offizielle Unterstuetzung der Rebellion, und bestaetigt somit in der Sache die perfekte Kontinuitaet der beiden sich folgenden Mieter des Elysées. Aber Laurent Fabius hoert da nicht auf. Dazu aufrufend dass "der Tyrann (Anmerkung Assad) schnellstmoeglich verschwinden muss", hat er am Mikrophon bei France Inter praezisiert: "Eine Macht braucht einen Nachfolger; daher gibt es sehr detaillierte und sehr schwierige Diskussionen". Man reibt sich die Augen: zum ersten Mal gibt eine Verantwortlicher oeffentlich zu dass dass die Grossmaechte nicht nur einig sind ein Regime zu stuerzen, sondern aussuchen wer es ersetzt. Das ausserordentlichste ist dass eine solche Erklaerung praktisch unbemerkt passt, als waere das letztendlich etwas ganz normales".

    Mein Kommentar: Es wurde also beschlossen eine Regierung abzusetzen, in diesem Fall die syrische und sie zu ersetzen. Die Auswahl der neuen Regierung treffen diejenigen die die Absetzung beschlossen haben. Die Beratungen finden zur Zeit in Paris statt, und die Verfassung die das Land bekommt wurde, wie allseits bekannt ist, in Berlin ausgearbeitet. Im uebrigen wie kann man Verhandlungsbereitschaft verlangen wenn man, wie der franzoesische Aussenminister, wenig diplomatisch, fordert dass man endlich die gesamte syrische Regiereng ueber den Haufen schiesst und das so schnell wie moeglich. Laurent Fabius: "le régime syrien doit être abattu et rapidement"
    Wie auf einer Baustelle koennte man ein Schild anbringen:
    Nutzniesser : Freiheit und Demokratie in Syrien
    Auftraggeber: USA
    Architekt : H. Clinton
    Finanzierung : Saudi-Arabien und Katar
    Ausfuehrung : Grossbritannien, Frankreich und Deutschland, im folgenden NATO genannt
    Subunternehmer und fuer die Drecksarbeit zustaendig: Tuerkei

    Jetzt gibt es allerdings soviel Pfusch am Bau, mit diesen sub-sub Dschihadisten und Al Qaida, mit den Nachbarn Russland und China die nicht mit der Ausfuehrung einverstanden sind und sie blockieren, kurzum eine richtige Bauruine mit 1,2 Mio Fluechtlingen, Tausenden von Toten, Verletzten, ein Land in Truemmern, und all das weil man ja eigentlich nur diesen Despoten Assad abknallen und ihn durch eine gefuegige Regierung ersetzen wollte um den armen Syrern Freiheit und Demokratie zu bringen
  7. #7

    Das

    Zitat von Rainer_H Beitrag anzeigen
    Jetzt schlagen UNO und EU Alarm, weil die bewaffnete Opposition rasant an Boden verliert. Vorher habe sie sich um eine Verurteilung der Gewalttätigkeiten seitens der Opposition und um eine Verurteilung der ausländischen Lieferenten von Kommunikationsmitteln, Waffen etc. herum gedrückt.
    sehe ich auch so. Die "Mutter aller Schlachten" ist bereits verloren, die sog. Rebellen stehen militärisch mit dem Rücken zur Wand, besser: zur Türkei. Und jetzt versuchen die westlichen Propagandisten, die Flüchtlinge für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Das ist schäbig, wenn man bedenkt, daß der Bürgerkrieg auch vom Westen massiv angeheizt wird.
  8. #8

    Terroristen unterstützer?

    Zitat von fuchs008 Beitrag anzeigen
    [...]
    Wenn die NATO ihre Unterstützung für die Terroristen einstellen würde, wären die Kämpfe schnell zuende. Dann könnten auch die von Assad begonnenen Reformen umgesetzt werden.
    Die UNO sollte die Unterstützerstaaten der Terroristen zum Wiederaufbau Syriens verpflichten.
    Es ist sehr interessant zu lesen wie das Ende der Revolution scheinbar schon vor der Tür steht und wie oft die Rebellen anscheinend schon geschlagen wurden.

    Das Assad etwas anderes als seine Bevölkerung in Särge und Städte zu Trümmern Reformiert halte ich für gelogen. Es wurden immer wieder Reformen angekündigt, tatsächlich ist aber nichts passiert.

    Ich bin mir nicht sicher wie man einen Machthaber stützen kann dessen Sicherheitskräfte eigene Leichenhallen unterhalten.
  9. #9

    Nächstenliebe des Führers,

    Zitat von LeonLanis Beitrag anzeigen
    kritisieren, daß Assad die Armee aus den kurdischen Gebieten abgezogen hat? Ich verstehe nicht, wie man gleichzeitig den Einsatz der syrischen Armee gegen die sog. Rebellen und den Rückzug der Armee aus den Kurdengebieten kritiseren kann. Jeder, der sich für die Selbstbestimmung der Völker einsetzt, müßte darüber froh sein, daß sich ein autonomes Kurdengebiet entlang der türkischen Grenze bildet.
    Dieses entsteht aber nicht aus Nächstenliebe zu den Kurden. Der Kurdische Bevölkerungsteil galt bis vor Kurzem noch als Staatenlos. Der Abzug der Truppen ist auf die schwäche in Anderen Landesteilen zurückzuführen und eröffnet weiteres Konfliktpotential in der ohnehin schon zerstrittenen Opposition.


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