Nach dem zweiten Jahr der gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Regierung und oppositionellen ist immer noch keine Lösung in Sicht. Beide Seiten setzten auf die völlige Zerstörung des Anderen und riskieren damit den Untergang des eigenen Landes. Fingerdeuten und schuldzuweisungen sind vollkommen unangebracht, da beide Seiten ihren Teil zu der gegenwärtigen Situation beigetragen haben.
Klar scheint aber auch, dass niemand mehr in die Zeit vor dem Aufstand zurück kann, niemand würde sich mehr mit Assad einlassen, die Angst vor Verfolgung und Kollektivbestrafung ist zu Groß. Eine Idealsituation gibt es und gab es nie, es bleibt zu hoffen, dass die größte Angst der Syrer vor dem Zerfall des Landes nicht realität wird. Mit dem Abzug der regulären Streitkräfte aus den traditionell kurdischen Gebieten befeuert der Machthaber aber diese nicht unbegründete Angst weiter.
Antworten / Zitieren


