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Syrien: Schwere Kämpfe statt Waffenruhe zum Opferfest

REUTERSNeue schwere Kämpfe machen die vereinbarte Waffenruhe in Syrien zur Makulatur. Aus dem ganzen Land werden Gewaltexzesse gemeldet. Die Rebellen verkünden die Einnahme wichtiger Armeeposten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-863885.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen

    Am Wochenende lieferten sich nach Oppositionsangaben auch in Aleppo arabische Rebellen - unter ihnen auch radikale Islamisten - stundenlange blutige Gefechte mit Kurden. Grund soll der Versuch der Regime-Gegner gewesen sein, in einen kurdisch-christlichen Stadtteil einzudringen. Die Kurden und Christen in Aleppo wollen aber nicht in den Konflikt hineingezogen werden.
    Wenn die Kurden und Christen immer noch nicht wissen, auf welcher Seite sie sich positionieren sollten, falls sie nicht untergehen wollen, ist diesen guten Leuten wirklich nicht mehr zu helfen.
    Die kommenden Zeiten werden nicht nur in Syrien erfordern, dass klar Farbe bekannt wird.
  2. #2

    richtig ist

    Zitat von Onkel_Karl Beitrag anzeigen
    Nicht nur Kurden und Christen verteidigen sich selbst,alle anderen Konfessionen stehen hinter der Regierung und bekämpfen die Rebellen.
    (...)
    dass nicht nur Kurden und Christen Milizen aufstellen, um sich zu verteidigen. Alle Bevölkerungsgruppen in Syrien bewaffnen sich, um sich, ihre Angehörigen und ihre Stadtviertel / Dörfer schützen zu können. Falsch ist aber zu glauben, dass all diese Milizen und Bevölkerungsgruppen auf der Seite Assads stehen. Ein nicht unerheblicher Teil der Rebellen dürften aus eben solchen Milizien bestehen, die sich gegen Assad und Gefolge schützen wollen
  3. #3

    Zitat von CompressorBoy Beitrag anzeigen
    Wenn die Kurden und Christen immer noch nicht wissen, auf welcher Seite sie sich positionieren sollten, falls sie nicht untergehen wollen, ist diesen guten Leuten wirklich nicht mehr zu helfen.
    Die kommenden Zeiten werden nicht nur in Syrien erfordern, dass klar Farbe bekannt wird.
    Die Christen haben sich jahrelang mit dem Regime arrangiert.
    Nicht auffallen, nicht protestieren, keine Rechte einfordern.
    Dann durfte man unter Assad auch in Ruhe beten.
    Das war es dann aber auch schon.

    Nun ist aber der Fortbestand der Diktatur des Assad-Regimes nicht mehr gesichert.
    Da muss man erstmal sehen wer denn nun die Macht im Land gewinnt, um dann sein Mäntelchen in den Wind zu hängen.
    Sie wissen schon; nicht auffallen, nicht protestieren und dem Herrscher nach dem Munde reden, dann darf man auch in Ruhe beten.
  4. #4

    Wer und was ist darüberhinaus noch - und zwar propagierte - Makulatur?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neue schwere Kämpfe machen die vereinbarte Waffenruhe in Syrien zur Makulatur. Aus dem ganzen Land werden Gewaltexzesse gemeldet. Die Rebellen verkünden die Einnahme wichtiger Armeeposten.

    Syrien: Schwere Kämpfe statt Waffenruhe zum Opferfest - SPIEGEL ONLINE
    "Aus dem ganzen Land werden Gewaltexzesse gemeldet" und von wem die eigentlich "statt Waffenruhe" ausgehen erfährt der SPON-Leser nichts vom Propagandasprachrohr der Rebellen aus London als die Bezugsquelle für diese Nachrichtenmagazin.

    Man muss es zwischen den Propagandazeilen herauslesen:
    "Die Rebellen verkünden die Einnahme wichtiger Armeeposten" und das während der brüchigen Waffenruhe in Syrien.
    Da weiß man doch wenigstens wer in Syrien zum Opferfest die Waffen nicht hat ruhen lassen.
    Wer konkret diese Waffenruhe zur Makulatur hat werden lassen, darüber schweigt sich der Spiegel mit seinen einer zwei Hauptberichtererstatter (hier London neben sonst Beirut) aus.

    Eine neue Artikelüberschrift über "Schwere Kämpfe statt Waffenruhe zum Opferfest" in Syrien ist es trotzdem wert.
  5. #5

    Als ob...

    ...Durchhaltewunschparolen für das Terrorregime Assads und solche Ethnomärchen irgendetwas mit DEM syrischen Volk zu tun hätten und den Banden des Regimes weiterhelfen könnten!

    Zitat von Onkel_Karl Beitrag anzeigen
    Nicht nur Kurden und Christen verteidigen sich selbst,alle anderen Konfessionen stehen hinter der Regierung und bekämpfen die Rebellen.
    Armenische Minderheit und Drusen kämpfen an der Seite von Regierung,auf der Seite der Rebellen sind es radikale Islamisten aus Nord Afrika und sogar aus Pakistan,die Waffenruhe kümmert sie wenig.
    Und wenn die Rebellen von irgendwelchen wichtigen Siegen spricht,dann muss man schon befürchten,dass in paar Tagen die angeblich befreite Städte mit Bombenterror bearbeitet werden..Aleppo haben die Rebellen unter Kontrolle und doch sprengen sie 4 Bomben im Zentrum...syrisches Volk erlebt seit knapp 2 Jahren Aggressionen von aussen und halten trotzdem Stand...viel Glück an syrisches Volk und die Armee,es dauert nicht mehr lange und die Banden werden vernichtet,haltet durch!
    Auch Aleviten und Christen werfen Assad Machtmissbrauch vor und rufen zu seinem Sturz auf.

    Syrische Nusairier gegen Baschar al-Assad | TURKISHPRESS | Deutsch türkische Nachrichten

    Auszug: „Seit März 2011 ist es das erste mal, dass die Religionsgemeinschaft an der Herrscherfamilie nicht nur Kritik übt, sondern auch zum Aufstand aufruft. Laut der Gruppe die sich "Freie Alawiten" nennt, müsse das Töten aufhören. Die auf Machtmissbrauch aufbauende Assad-Familie habe gegenüber der Nation Verrat geübt, deshalb müsse man auch gemeinsam Aufbegehren.“
  6. #6

    Zitat von habgenugvondenlügen Beitrag anzeigen
    Man muss es zwischen den Propagandazeilen herauslesen:
    "Die Rebellen verkünden die Einnahme wichtiger Armeeposten" und das während der brüchigen Waffenruhe in Syrien.
    Da weiß man doch wenigstens wer in Syrien zum Opferfest die Waffen nicht hat ruhen lassen.
    Ich hielt die Waffenruhe von Anfang an für Unsinn, da man die Waffen nicht ruhen lassen kann, wenn man einen strategischen Vorteil erringen kann, oder kurz vor der Eroberung wichtiger Gebiete steht.
    Dass dem so war, zeigt die Einnahme von drei Armeeposten durch die Rebellen.
    Übrigens hat auch Assad mehrere Vororte von Damaskus bombardieren lassen.
    Es ist also Unsinn, darüber zu spekulieren, wer angefangen hat.
    Bevor es dort keinen Gewinner gibt, wird es auch keine Waffenruhe geben.
    Die Rebellen sind sich ihres Sieges sicher und Assad steht mit dem Rücken zur Wand und schlägt wild um sich.
  7. #7

    Das zeigt doch in aller entlarvender...

    Zitat von CompressorBoy Beitrag anzeigen
    Wenn die Kurden und Christen immer noch nicht wissen, auf welcher Seite sie sich positionieren sollten, falls sie nicht untergehen wollen, ist diesen guten Leuten wirklich nicht mehr zu helfen.
    Die kommenden Zeiten werden nicht nur in Syrien erfordern, dass klar Farbe bekannt wird.
    ...Deutlichkeit, wie groß das Vakuum ist, dass die scheidende Bügerkriegsfraktion Baath-Assad mittlerweile fabriziert hat: Alle bekennen Farbe und zwar für sich und die Familien, die Dörfer und Stadteile. Mittlerweile unterstützen sich die Gruppen gegenseitig gegen das Regime und in den sunnitischen Moscheen wird für die Alawiten und Christen gebetet. Wenn man so will, auch ein Verdienst von Assads Terror.
  8. #8

    Zitat von CompressorBoy Beitrag anzeigen
    Wenn die Kurden und Christen immer noch nicht wissen, auf welcher Seite sie sich positionieren sollten, falls sie nicht untergehen wollen, ist diesen guten Leuten wirklich nicht mehr zu helfen.
    Die kommenden Zeiten werden nicht nur in Syrien erfordern, dass klar Farbe bekannt wird.
    Sie sollten sich einfach besser informieren. Letzte Woche fielen Bewaffnete in einen kurdischen (und bis dahin friedlichen) Stadtteil Aleppos ein. Sie töteten unbewaffnete Anwohner. Bei SPON war davon freilich nichts zu lesen und als ich im Forum über dieses Ereignis schrieb kam auch prompt mehr oder weniger der Propaganda-Vorwurf. Wollen Sie den Kurden und Christen etwa verübeln, dass sie sich zur Wehr setzen, wenn ihre Viertel überfallen und die Bewohner durch Rebellen bedroht und getötet werden?
  9. #9

    Ja so ist es, wenn man die Realität leugnet

    Zitat von c.werner Beitrag anzeigen
    Die Christen haben sich jahrelang mit dem Regime arrangiert.
    Nicht auffallen, nicht protestieren, keine Rechte einfordern.
    Dann durfte man unter Assad auch in Ruhe beten.
    Das war es dann aber auch schon.

    Nun ist aber der Fortbestand der Diktatur des Assad-Regimes nicht mehr gesichert.
    Da muss man erstmal sehen wer denn nun die Macht im Land gewinnt, um dann sein Mäntelchen in den Wind zu hängen.
    Sie wissen schon; nicht auffallen, nicht protestieren und dem Herrscher nach dem Munde reden, dann darf man auch in Ruhe beten.
    Sie entwickeln eine verblüffende Logik! Warum sollten sich die Christen gegen Assad wenden! Weil Assad im einzigen arabischen Staat die Christen nicht verfolgte?Oder warum? Merken sie nicht wie eingeschränkt ihr politisches Weltbild ist?
    Keine Rechte einfordern? Wieder so eine unlogische un verdrehte Ansicht. Sie hatten die gleichen Rechte wie alle anderen in Syrien! Sollten sie Sonderrechte einfordern?Und dann noch anschließend die berraschende Erkenntnis, dass die Christen nach dem Sieg in Freiheit leben werden und keiner Diktatur ausgesetzt sind!
    Immer so einfältig?


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