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Syrien: Opposition erklärt Homs zum "Katastrophengebiet"

Die Lage im belagerten Homs*ist nach Angaben der Opposition katastrophal: Es fehle am Nötigsten in Syriens drittgrößter Stadt, das Töten dauere an, sagt der Nationalrat. Er*fordert internationalen Schutz für die Menschen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...796333,00.html
  1. #10

    Despoten verteidigt man nicht

    Zitat von drouhy Beitrag anzeigen
    wo waren Sie und all die anderen Oberschlaumeier nur, als die Opposition im Ostblock weggeputzt wurde? Warum zum Teufel habe ich Job und Existenz verloren, weil ich Wahlkabinen bei einer Scheinwahl forderte?

    Es gilt noch immer die UN-Charta, auch wenn unsere allseits bekannten Polit-Neandertaler beiderseits des Atlantiks gerade die UNO in ein Kasperletheater verwandeln, um das alte Unheil des Faustrechtes wiedereinzuführen.

    Assad ist sehr wohl ein Despot, nur wird es ein dauerhaften Wandel nur geben, wenn die Syrer selbst ihn beseitigen. Solange sie dafür zu schwach sind, steht schlicht die Mehrheit noch hinter dem Despoten.
    Die Völker müssen ihre Despoten schon selbst entsorgen - der Export von Gesellschaftanschauungen führt in die Irre - frag nach beim Kreml.

    Da auch auf Seiten der Regierungskräfte einiges an Todesopfern zu beklagen ist - stellt sich die Frage der Legitimität des Einsatzes der Armee im Innern nicht. Selbst das GG sieht derartiges vor.

    Die Verlogenheit der westlichen Berichterstattung wird deutlich, wenn man erhebliche Mühe hat sich über das Verhalten des Finanziers der Hassprediger in Syrien schlau zu machen - dem Herrscherhaus Saud.

    Man schafft kein Recht, indem man Unrecht tut.


    Zu Ihrer Info, ich war 1989 in Dresden auf den Montagsdemonstrationen.
    Ich gebe Ihnen Recht, Saudi Arabien ist ein großer Manipulator, und absolut vergleichbar mit vielen Despotenstaaten. Als ich dieses Frühjahr im Flugzeug nach Jeddah sass, saßen zwei Waffenhändler neben mir, die breitwillig mir erzählten wie gut die Geschäfte zur Zeit mit den Saudis laufen. Wir müssen diese Scheinheiligkeit ablegen, ich emfinde es als eine masslose Frechheit dass wir als demokratische Staaten ( ich sehe mein land noch immer als Demokratie, so mancher scheint das hier zu bezweifeln) am besten mit Despoten unsere Waffen handeln, dass wir Länder die nachweisbar unschuldig sind angreifen und andere Länder die allen Grund uns böten für einen Angriff verschonen. Ich bin der Meinung dass es Sinn macht gerade jetzt alle Allianzen einer stärkeren Kontrolle zu unterziehen, nur nützt wohl ein Alleingang Deutschlands hier wenig. Despoten wie Muhammad VI und der jordanische König, gehen kaum besser mit politisch Andersdenkenden um, aber sie haben anders als Assad die Zeichen der Zeit erkannt. Ich bin mir sicher, und ich hoffe es auch dass Assad und sein Clan bald Geschichte sein werden, dass sollen auch die Syrer allein schaffen, nur wenn es mit dieser massiven Gewalt von seiten des Staates weitergeht, wird sich die internationale Gemeinschaft bestimmt einigen. Soviel bedeutet ein Baschar Al Assad den Russen und Chinesen nicht.

    Die Verlogenheit der westlichen Medien, soso, was wollen sie an deren Stelle denn setzen? Aldunia? Sana oder was?

    Ich bitte sie, es kränkt meinen verstand wenn sie ernsthaft solche Marionetten des Regimes als glaubwürdig bezeichnen. der Schwarze Kanal war dann ja noch harmlos wenn ich mir so manche Programme anschaue. O Ton syrisches Fernsehen letzte Woche: Sprecher: "Wir hoffen dass die regierung diese Saboteure und Terroristen bald tötet sodass wir wieder normal leben können...." Sorry, nicht mal die DDR hat so über die eigenen Bürger gesprochen, da waren es größtenteils Rowdys und Störer.
    Jeder soll seine Meinung haben, aber wer Syrien kennt und mal mit Syrern Kontakt hatte die nicht Nutzniesser des Systems sind, der kann unmöglich dieses Regime, diese Familie weiterhin decken.
  2. #11

    Despotenfreunde sind unter uns

    Zitat von drouhy Beitrag anzeigen
    100.000 zu Tode Geschützte in Libyen reichen.
    ...
    Die Leidensbegründung als Aggressionsvorwand wäre auch für den Rest der Welt ein Argument den Westen zu bekämpfen - der nämlich entfesselte die meisten Kriege der letzten 20 Jahre. Genützt haben die wem?
    Welche unabhängige Quelle haben sie denn in unserer verlogenen westlichen Medienwelt gefunden welche von 100.000 Toten in Libyen sprechen? wenn ich so manchen Blog lese, den von Hensel zum Beispiel, fällt eines auf, es gibt nicht wenige die in Ghadaffi einen Märtyrer sehen und ihn vermissen. Ich dachte immer der einzige der ihn betrauert heisst Berlusconi. Nun denn, ich muss umdenken, solche Despoten haben auch hier in Europa nicht nur bei den Regierenden gute Freunde gehabt.
  3. #12

    ja ja, die "Demonstranten"..

    Zitat von zukunft007 Beitrag anzeigen
    der Samen der Revolutionsprofis scheint Früchte zu tragen
    http://www.youtube.com/watch?v=5ifKyciJMcc
    Danke dass Sie nochmals den "vielen Kommentatoren" dies in Erinnerung gerufen haben.
    Deswegen hat sich die syrische Regierung in einem offenen Brief auch an die BRICS-Staaten und andere gewand.

    Nachzulesen auf Internetseiten aus diesen Ländern...

    Von wegen, Dresden 1989, vielleicht in Laramy zur "Schulung"..
    Damit sind nicht Sie gemeint...
  4. #13

    Lernen aus der Geschichte, wir Deutschen sollten das vor allen können.

    Zitat von drouhy Beitrag anzeigen
    Die Gewalt in der arabischen Welt ist oft auf hirnrissige Grenzziehungen zurückzuführen. Wer bitte war das?
    Das scheint zunächst einmal vordergründig richtig zu sein, bei genauerem Hinschauen jedoch muss man sagen, dass sie weder nur, noch hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, insbesondere falls man die Historie der Gegend als Vergleich hinzuzieht.
    Dann muss man feststellen, dass schon in vorrömischer Zeit Bürgerkriege, Eroberungskriege, Unterdrückung, Gewalt und Aufstände teil einer durchschnittlichen Dekade in der Levante waren.
    Da dort schon Ägypter gegen Perser, Jemeniten gegen Makedonen, Muslime gegen Christen, Kurden gegen Drusen, Zoroastrier gegen Juden, Römer gegen alle usw gekämpft haben, halte ich Ihre implizierte Schuldsprechung der ehemaligen europäischen Kolonialmächte für zu kurz gedacht.

    Ebenso wie den Glauben an ein friedliches Miteinander unter Sunnivorherrschaft, auch da lehrt die Geschichte das Gegenteil. Aber das spielt ja heutzutage keine Rolle mehr, keiner will hören, dass sich die Erde auch in 1000 Jahren noch drehen wird, und dass es auch dann noch Streit unter den Bewohnern des Nahen Ostens geben wird.
  5. #14

    Deja Vu ?

    laut angaben der Opposition ? Nationalrat ? Internationaler Schutz ? hmmmm kenn ich doch irgendwoher.....woher aber bloß ?
  6. #15

    4 Buchstaben - NATO

    Zitat von tkgdfk Beitrag anzeigen
    Die Türkei ist selbst nur eine Scheindemokratie mit einer extrem hohen Anzahl an politischen Gefangenen, viele davon Journalisten. Was also würde einen solchen Staat dazu berechtigen einem Nachbarn wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen in einem Bürgerkrieg anzugreifen?
    Die Türkei, deren Stellenwert in den letzten Jahren deutlich gestiegen sein dürfte, ist der wichtigste Nato-Bündnispartner im Nahen-Osten. Solange sie mitspielen (und sie spielen mit) ist alles in Ordnung und sie haben nichts zu befürchten. Eine Hand wäscht die andere ! Man weiß nicht was den Türken versprochen wurde aber man kann sicher sein das die Türkei genug eigene Probleme hat und nicht einfach so den "guten alten" Nachbarn bedrohen würde...
  7. #16

    Ich kann

    Zitat von amana Beitrag anzeigen
    ...Ich bin der Meinung dass es Sinn macht gerade jetzt alle Allianzen einer stärkeren Kontrolle zu unterziehen, nur nützt wohl ein Alleingang Deutschlands hier wenig. Despoten wie ........
    Ihren Optimismus bezüglich unserer eigenen parlamentarischen Demokratie leider nicht mehr teilen. In den Jahren nach 1989 hat diese eine unheilvolle Enwicklung genommen. Und es wird offen gelogen was das Zeug hält und Geschichte verfälscht, um was zu erreichen?
    Es waren doch Sie und ich, die zum Sturz der stalinistischen Altherrenriege beitrugen - nur dass sich die 5 NBL "dem Geltungsbereich des GG anschlossen" - es fand ergo keine Wiedervereinigung statt, sondern ein Anschluss. Auch eine wesentliche Passage des GG wartet nach wievor auf ihre Erfüllung - die Verfassung des Landes.

    Was die Despoten des Nahen Ostens angeht - es ist keiner besser als der andere - man erfährt es nur nicht. Oder haben Sie von den Demos in Jordanien gehört, die gewaltsam aufgelöst wurden - auch mit Toten? Die Existenz dieser ganzen Feudalherrscher hängt lediglich von deren Unterwerfung unter westliche Führungsmächte ab, nicht von angeblichen Wandel. Assads Fehler ist seine Nähe zu den Ajathollas und den Russen. Gadaffis Hauptfehler war die Planung einer Afrikanischen Bank, um den IWF auszuhebeln.

    Was die Demokratie angeht - in Europa herrscht ein ademokratisches Monster mit den Mittel der Exekutive und Legislative in einem - sowas entspricht eher einem bereits überwundenem Gesellschaftsmodell. Genauso wie die unterschiedliche Wertigkeit von Wahlstimmen für ein Scheinparlament in Strasbourg, welches kaum Mitspracherechte hat. Über die Spitzelgesetze der neuen Zeit sprechen wir besser garnicht.

    Die Macht der Bilder spielt heute eine grosse Rolle, und wenn man Siegesfeiern aus einer Theaterkulisse als Realität verkauft, stellt sich schon die Frage, wem das nützt.

    Was die 100.000 Toten betrifft - dummerweise sind Soldaten auch Menschen, welche bei Konflikten sterben - noch dümmer wird es aber, wenn man deren Tod ignoriert, sondern nur die Zivilsiten zählt.

    Meine Hoffnungen nach dem Sturz der Stalinisten wurden in den letzten Jahren bitter enttäuscht.


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