Getty ImagesDas syrische Regime wankt, jetzt warnt Joschka Fischer: Auf Assad werde weder Frieden noch Demokratie folgen - vielmehr rechnet der ehemalige Außenminister mit Chaos, Religionskämpfen und einem stärkeren Streben Irans nach der Atombombe.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...847846,00.html
Gibt es in Syrien keine Individuen sondern ausschließlich Clans, bei einer Demokratie
dachte ich werden die unterschiedlichsten Clanmitglieder ins Parlament gewählt, dann könnten sie auf parlamentarischer Ebene streiten. Wer verhindert das? Durch das Blutvergießen in der Zivilbevölkerung kochen die Gemüter noch mehr hoch, Krieg wie in der Vorzeit. Haben Russland und Amerika ihren Kriegsschauplatz nach Syrien verlegt? sozusagen undercover, es ist einfach eine Sauerei.
Leider hat Herr Fischer mit diesem pessimistischen Szenario wahrscheinlich Recht. Ich bleibe bei meiner Meinung für die Stabilität in der Region und für die westlichen Staaten ist das Assad Regime das kleinere Übel. Die ganze Region ist einfach noch nicht reif für ein demokratisches Zusammenleben. Hier fehlen 200 Jahre bittere und blutige Erfahrungen, die wir in Europa mit der Aufklärung und dem Aufstieg der Nationalstaaten bereits gemacht haben.
Den meisten Politikern eignet etwas Wichtigtuerisches, Fischer war und ist da ein besonders exponiertes Exemplar.. ein habitueller Selbstaufbläser. - Was Syrien betrifft: Da kann man sich schon mal betrachten was hier in spätestens 50 Jahren los sein wird ..
Ich bin zwar eigentlich kein Freund von Fischer und Grün-Rot, aber im Vergleich zu Westerwelle hatte er als Außenminister doch weitaus mehr Profil. Was macht Westerwelle schon anderes, als den von Mrs. Clinton vorgegebenen Kurs zu sekundieren?
Die Analyse Fischers über die nach einem Sturz Assads zu erwartende weitere Entwicklung wird von keinem ernstzunehmenden Experten zu bestreiten sein. Die Opposition ist dermaßen zersplittert, dass nach Assad keine stabile Regierung mehr zustandekommen wird. Stattdessen ist der Zerfall der Zentralgewalt und ein in weiten Teilen des Landes anarchischer Zustand zu erwarten.
Die offizielle westliche Politik weiß das zwar auch, sie denkt nur nicht laut darüber nach. Die Strategie ist, Syrien durch Sanktionen und Unterstützung der Rebellen erst mal so weit zu destabilisieren, das Assad und die bislang herrschenden Eliten die Kontrolle verlieren.
Und danach - schaun mer mal...
Da die westlichen Staaten nicht mit eigenen Truppen im Land stehen, wird die Öffentlichkeit sie nicht für die zu erwartenden Opfer verantwortlich machen. Man muss schon sagen, die USA haben aus dem Irak-und Afghanistan-Debakel gelernt.
Chaos ist meistens schlimmer als Diktatur, das hat nicht nur Somalia gezeigt ! Warum wagen nur wenige Politiker diese Erkenntnis auszusprechen bzw. danach zu handeln ?
Die gutgemeinte Erklärung: Nach einer mehr oder wenige langen Übergangsphase kehrt Ordnung und Demokratie ein und die schlimme Diktatur u. die wilden Zeiten danach sind vergessen.
Die realitätsnähere Erklärung: Die Karten werden neu gemischt und die Chancen für eine ausländische Einflussnahme (und die Reduzierung anderer ausländischen Einflussnahmen) steigen, die chaotischen Inlandsverhältnisse sind hinnehmbare Kollateralschäden.
Ist es am Ende etwa seine etwas andere homophile „Präferenz“ im Gegensatz zu Fischer mit den „Mehrfacheheringen“?
Denn saß nicht auch ein AM Fischer ungern auf Albrights Schoß, wenn es um gemeinsam praktizierte US-Weltpolitik gegen jede Moral und allgemeine Menschlichkeit ging?
Allzu viel kann es allerdings nicht gewesen sein. Wie immer nämlich haben sie heimlich ihre langen Finger mit im fernen „Bürgerkriegsspiel“ in enger Kooperation mit den finsteren Saudis, die in der UNO scheinheilige Anträge stellen, anstatt vor der eigenen Tür zu kehren und bei sich selbst demokratischere Verhältnisse zu schaffen.Zitat von otto_iii
Aber das scheint die in „Demokratie“ missionierenden Amis merkwürdigerweise nicht zu stören!