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Syrien-Krieg bei "hart aber fair": Die Wahrheit stirbt zuerst

WDRDer Titel war provokant: "Besser wegschauen und stillhalten - darf uns Syrien egal sein?" Einfache Antworten durfte man da nicht erwarten - umso erstaunlicher waren die Fronten, die sich bei "hart aber fair" ergaben. Die nüchternste Analyse gab der Israeli Avi Primor: "Das Regime wird nicht kippen."

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,843487,00.html
  1. #1

    Unterstützung wäre angebracht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Titel war provokant: "Besser wegschauen und stillhalten - darf uns Syrien egal sein?" Einfache Antworten durfte man da nicht erwarten - umso erstaunlicher waren die Fronten, die sich bei "hart aber fair" ergaben. Die nüchternste Analyse gab der Israeli Avi Primor: "Das Regime wird nicht kippen."

    Plasberg diskutiert bei hart aber fair über den Syrien-Krieg - SPIEGEL ONLINE
    Wir sollten unbedingt Assad unterstützen gegen die rebellischen Mörderbanden. Das gebietet der Respekt vor dem Leben.
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Titel war provokant: "Besser wegschauen und stillhalten - darf uns Syrien egal sein?" Einfache Antworten durfte man da nicht erwarten - umso erstaunlicher waren die Fronten, die sich bei "hart aber fair" ergaben. Die nüchternste Analyse gab der Israeli Avi Primor: "Das Regime wird nicht kippen."

    Plasberg diskutiert bei hart aber fair über den Syrien-Krieg - SPIEGEL ONLINE
    Aus dem Artikel:

    "Und doch gibt es ganz am Schluss so etwas wie versöhnliche Töne. Gefragt, wie es denn dereinst in seinem Land zugehen werde, wenn erst der ersehnte Machtwechsel gelungen sei, wendet sich Ahma, diesmal mit einem Lächeln, an Todenhöfer und versichert ihm, dass er dann jederzeit kommen und den Präsidenten interviewen könne, einfach so, ohne Vorgaben und Aufpasser."

    Auch wenn die Situation in Syrien verfahren ist und Assads und Putins Propagandamaschine es geschafft haben, die sich schlicht wehrenden Menschen in Syrien gleichzusetzen mit den radikalen Kräften, am Ende geht es immer nur um eins: Freiheit.
  3. #3

    ...........

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel:

    "Und doch gibt es ganz am Schluss so etwas wie versöhnliche Töne. Gefragt, wie es denn dereinst in seinem Land zugehen werde, wenn erst der ersehnte Machtwechsel gelungen sei, wendet sich Ahma, diesmal mit einem Lächeln, an Todenhöfer und versichert ihm, dass er dann jederzeit kommen und den Präsidenten interviewen könne, einfach so, ohne Vorgaben und Aufpasser."

    Auch wenn die Situation in Syrien verfahren ist und Assads und Putins Propagandamaschine es geschafft haben, die sich schlicht wehrenden Menschen in Syrien gleichzusetzen mit den radikalen Kräften, am Ende geht es immer nur um eins: Freiheit.

    versuche eine Aussage zu finden - finde bei Ihnen keine eigene Meinung.
    Dass es immer um Freiheit geht bezweifle ich auch, wenn ich an das Eingreifen von westlicher Seite denke.

    Wir sollten uns auf jeden Fall aus diesem Bürgerkrieg heraus halten, wir sind nicht die Feuerwehr mit militärischen Mitteln.
    Ich glaube sehr wohl Hr. Todenhöfer, dass beide Seiten gleich grausam agieren, ich glaube aber auch A. Primor, dass das Regime nicht kippen wird.

    Ein militärisches Eingreifen könnte ein Weltkrieg bedeuten.
  4. #4

    Annan unterstützen

    Zitat von nopolemik Beitrag anzeigen
    Wir sollten unbedingt Assad unterstützen gegen die rebellischen Mörderbanden. Das gebietet der Respekt vor dem Leben.
    Man sollte besser Kofi Annan untestützen und die Wahrheit auf den Tisch legen bzw. wo Unklarheiten bestehen, nicht einseitig berichten.

    Das aktuelle ERGEBNIS seiner Bemühungen wird von vielen Medien vornehm VERSCHWIEGEN.

    Ein wichtiger Sachverhalt ist GESTERN von der UN publiziert mit dem Titel
    "Syrian President and UN-Arab League envoy agree on approach to ending violence"

    " ..Syrian President Bashar Al-Assad and .. Kofi Annan, agreed on an approach to ending the violence in the Middle Eastern country
    Assad hat dem Friedensplan und den Genfer Beschlüssen zugestimmt.
    “We discussed the need to end the violence and ways and means of doing so. We agreed on an approach which I will share with the armed opposition. I also stressed the importance of moving ahead with a political dialogue which the President accepts,”

    Annan sucht jetzt die "Opposition zu überzeugen.
    “So I am leaving Syria, but we will continue our dialogue and, as I said, the approach we have discussed about ending the violence will also be shared with the armed opposition,”

    Die Mission wird fortgesetzt
    “I have a team here on the ground that will continue to do that."
    Er fordert die Teilnehmer des Genf- Treffens und andere Gruppen auf, ähnliche Anstrengungen zu machen.
    I also encourage Governments and other entities with influence to have a similar effort.”
    Syrian President and UN-Arab League envoy agree on approach to ending violence
  5. #5

    optional

    warum wird eigentlich so genau auf syrien geschaut? Man kann doch mal nach Mali oder dem Sudan schauen und darüber diskutieren, oder sind die Menschen dort weniger wert?
    Die Heuchelei der westlichen Welt kotzt mich ganz schön an. Damals in Ruanda sind über 1 Million abgeschlachtet worden! Und wem hat es Interessiert?

    nur ein Beispiel: in deutschland würden 10000 Soldaten desertieren und eine deutsch Großstadt besetzen, weil sie mit der regierung nicht einverstanden sind. Da würde die Regierung wohl auch Militärisch eingreifen, wenn die sogenannte "Rebellen" nicht Verhandeln wollen. Und würde es sich dann Deutschland gefallen lassen, wenn zum Beispiel Russland sagt wir können Doch sowas nicht machen. Man Würde sich ganz schön auf den Schlipps getreten fühlen, genauso fühlt der Herr Assad sich.
  6. #6

    ...

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    (...)

    Auch wenn die Situation in Syrien verfahren ist und Assads und Putins Propagandamaschine es geschafft haben, die sich schlicht wehrenden Menschen in Syrien gleichzusetzen mit den radikalen Kräften, am Ende geht es immer nur um eins: Freiheit.
    Das ist m.A.n. eine sehr "ideale Interpretation"... besser gesagt vielleicht utopisch. Denn es geht v.a. um Macht. Assad will an der Macht bleiben, andere Kräfte wollen an die Macht, und dann gibt es noch ausländische Interessen, die über Syrien Macht auf das gesamte Gebiet und nicht zuletzt über Iran ausüben wollen. Da sind jede Menge Interessen im Spiel und jene, die einfach nur Freiheit wollen, sind die Schwächsten und werden instrumentalisiert und zerrieben.
    *******************
    Zum Titel: Die Frage ist m.A.n. nicht, ob "wir" wegschauen, sondern eher die, wann endlich mal wirklich hingeschaut wird. Denn die bisherigen Interpretationen des Konflikts, die sich extrem auf "Assad der Schlächter im Kampf gegen Gandhis Friedenstauben" vereinfachen, trifft nicht zu. Ich bin sehr sicher, dass Todenhöfer tatsächlich näher an der Wahrheit ist. Und deshalb stimmt die Analyse von Avi Primor wohl auch nicht. Ich glaube nicht, dass Assad an der Macht bleiben kann. Gerade weil seine Gegner eben nicht nur friedliche Demonstranten sind. Und das Ausland ("""WIR+USA""") wartet nur auf eine Eskalation, die Russland von Syrien distanziert... und wenn das soweit ist, wird Assad sich nicht mehr halten können. Meine Vorhersage ist: Sollte Syrien fallen ist das gleichzeitig der Countdown für den Iran. Syrien und der Iran stehen beide auf der Liste und sind nicht unabhängig voneinander zu sehen.
  7. #7

    ...

    Zitat von nopolemik Beitrag anzeigen
    Wir sollten unbedingt Assad unterstützen gegen die rebellischen Mörderbanden. Das gebietet der Respekt vor dem Leben.
    Der Respekt vor dem Leben des Herrn Assad, nopolemik? Assad hat kein Respekt vor seinem Volk, sondern ist einzig daran interessiert seinen Clan an der Macht zu halten. Beispielsweise, damit seine Frau übers Internet weiterhin schöne Sachen bestellen kann.

    Ein bisschen wenig, so finde ich, um Herrn Assad zu unterstützen. Darüber hinaus ist offenbar nur für Sie klar, wo die Mörderbanden zu suchen sind.

    Das ist die alte Ostrhetorik, die Sie hier verbreiten. Keine Einmischung in die inneren Angelegenheit - und wenn es auch noch so ein Halunke ist. Und zwar nur deshalb, weil der Rest, der solches fordert, ebenfalls Halunken sind.
  8. #8

    nein

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    versuche eine Aussage zu finden - finde bei Ihnen keine eigene Meinung.
    Dass es immer um Freiheit geht bezweifle ich auch, wenn ich an das Eingreifen von westlicher Seite denke.
    Wir sollten uns auf jeden Fall aus diesem Bürgerkrieg heraus halten, wir sind nicht die Feuerwehr mit militärischen Mitteln.
    Ich glaube sehr wohl Hr. Todenhöfer, dass beide Seiten gleich grausam agieren, ich glaube aber auch A. Primor, dass das Regime nicht kippen wird.
    Ein militärisches Eingreifen könnte ein Weltkrieg bedeuten.
    Am Anfang hat die Opposition friedlich demonstriert u. Assads Soldaten haben geschossen. Ausserdem kann man die Erkenntnisse von Human Rights Watch sicher glauben.
    Deshalb glaube ich nicht, daß man beide Seiten gleich setzen kann.
    Ausserdem ist dieser Todenhöfer ein etwas merkwürdiger Typ!
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Todenhöfer bleibt unbeirrt. Die einen seien nicht besser als die anderen.
    Das deckt sich 100% mit meiner Wahrnehmung der Dinge. OBWOHL dieser Artikel diese Ansicht mal mehr, mal weniger subtil verurteilt.
    Die Rebellen sind ebenso schlimm wie Assad. Selbst wenn sie das nicht vorher waren, sind sie es inzwischen geworden. Das ist ein Bürgerkrieg, und sie sind die Seite mit der schlechteren Organisation, internen Konflikten, zahllosen abweichenden Agendas, fehlender Rangordnung, keiner gesetzlichen Grundlage und ohne Militärpolizei... wer da noch glaubt, dass eine solche Idee sich an irgendwelche Reglen halten wollte pder könnte, hat mit dem letzten Joint wohl ein bisschen zu viel Rebellions-Romantik eingesogen.

    Wenn man schon die Parallelen zu Jugoslawien ziehen will: Die Albaner waren kein bisschen weniger blutrüstig als die Serben... sie waren einfach nur die schlechteren Kämpfer und daher nur eingeschränkter in der Lage, diesen Blutdurst umzusetzen. Das macht sie zur letztendlich unterlegenen Seite, aber Opfer sehen ganz anders aus.
    Nicht, dass das heißt, dass wir nicht WIDER für einen Haufen religiöser Fanatiker und Berufsverbrecher in den Krieg ziehen werden.


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die nüchternste Analyse gab der Israeli Avi Primor: "Das Regime wird nicht kippen.
    Und ob man's glaubt oder nicht: Das ist eine GUTE Nachricht. Assad ist nicht besser als jede mögliche Alternative, aber um Längen besser als jede wahrscheinliche.


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