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Syrien-Konflikt: Bombe explodiert im Zentrum von Damaskus

SPIEGEL ONLINEEine schwere Detonation hat die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Laut Staatsfernsehen ereignete sich der Zwischenfall in der Altstadt der Metropole. Nach Zeugenangaben soll es sich um eine Autobombe gehandelt haben. Sicherheitskräfte sprechen von mehreren Toten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-862523.html
  1. #1

    .....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine schwere Detonation hat die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Laut Staatsfernsehen ereignete sich der Zwischenfall in der Altstadt der Metropole. Nach Zeugenangaben soll es sich um eine Autobombe gehandelt haben. Sicherheitskräfte sprechen von mehreren Toten.

    Syrien-Konflikt: Bombe explodiert im Zentrum von Damaskus - SPIEGEL ONLINE
    Heutzutage ist es so, daß niemand mehr einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung gewinnen kann, vor allem nicht in Gegenden in denen dem toten Kämpfer, laut Religion, im Himmel das Paradies mit Milch , Honig und Jungfrauen erwartet.
  2. #2

    Da kommt Wut auf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine schwere Detonation hat die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Laut Staatsfernsehen ereignete sich der Zwischenfall in der Altstadt der Metropole. Nach Zeugenangaben soll es sich um eine Autobombe gehandelt haben. Sicherheitskräfte sprechen von mehreren Toten.

    Syrien-Konflikt: Bombe explodiert im Zentrum von Damaskus - SPIEGEL ONLINE
    Mal angenommen, der Westen und seine Freunde am Golf und in der Türkei hätten die bewaffnete syrische Opposition nicht massiv unterstützt und aufgerüstet. Welche Situation hätten wir heute?

    Kein Zweifel, der blutige Aufstand gegen Assad wäre längst beendet. Viele Tausende Syrer wären noch am Leben, ganze Stadtteile stünden noch. Die Wirtschaft läge nicht am Boden. In Damaskus säßen Vertreter der zivilen Opposition innerhalb Syriens in der Regierung von Baschar al-Assad. Ein Runder Tisch würde Wahlen vorbereiten, weitere Reformen in die Wege leiten. Die Region wäre deutlich ruhiger, besonders auch im Libanon und in Kurdistan.

    Assad hätte niemals Reformen eingeleitet, höre ich schon den Einwand. Die Möglichkeit will ich gar nicht abstreiten. Dennoch war es verantwortungslos, ihn nicht erst einmal beim Wort zu nehmen. Was hätten sich die Assad-Gegner vergeben? Warum etwas gewaltsam übers Knie brechen, wenn ich es vielleicht auch friedlich bekommen kann. Ich denke, die vielen Zivilisten, die nun gestorben sind, hätten diesen Weg wahrscheinlich sehr gerne ausprobiert. Auch wenn es noch zwei, drei Jahre gedauert hätte. Ich bin bis heute der Meinung, dass Baschar al-Assad diesen Weg mitgehen würde. Und wenn nicht? Dann hätten die Syrer immer noch zu den Waffen greifen können.

    Was haben wir stattdessen? Eine Region, die im Chaos versinkt. Mit unabsehbaren Folgen. Im Libanon droht nun ebenfalls ein neuer Bürgerkrieg. Das ist entsetzlich, das Land hat bereits über zehn Jahre lang unter einem gelitten. Mühsam nur konnte der Konflikt beendet werden. Auch mit Hilfe der syrischen Armee, die einen Großteil des Abkommens von Taif gegen die libanesischen Milizen durchgesetzt hat. Das wird hier gerne vergessen. Syrien mag keine Demokratie sein, aber für die Stabilität in der Region, war und ist das Regime enorm wichtig.

    Wie lange wird Jordanien noch einigermaßen stabil bleiben? Wie lange werden die Palästinenser in den besetzten Gebieten noch still halten? Was passiert in Kurdistan? Es gab vor über einem Jahr bereits viele Leute, die sich mit der Region auskennen und die genau dieses Szenario vorher gesagt haben. Besonders schwer, war das aber auch nicht. Nur wer keine Ahnung vom Nahen Osten und von der Bedeutung Syriens hat, konnte es für eine gute Idee halten, Öl ins Feuer zu kippen und die bewaffnete Opposition in Syrien auf den Sockel der Unfehlbarkeit zu hieven. Ich habe bis jetzt kaum eine größere diplomatische Eselei gesehen. Das wirklich Schlimme daran: Sie hat Zehntausende von Menschenleben gekostet und wie aus aussieht, werden noch viele, viele hinzukommen. Bravo!
  3. #3

    Wir sind die Guten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine schwere Detonation hat die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Laut Staatsfernsehen ereignete sich der Zwischenfall in der Altstadt der Metropole. Nach Zeugenangaben soll es sich um eine Autobombe gehandelt haben. Sicherheitskräfte sprechen von mehreren Toten.

    Syrien-Konflikt: Bombe explodiert im Zentrum von Damaskus - SPIEGEL ONLINE
    Was mit der Türkei geklappt hat, muß doch auch mit dem Libanon möglich sein, oder, liebe Friedensengel aus der westlichen Welt!
  4. #4

    bessere möglichkeit

    Zitat von AbuHaifa Beitrag anzeigen
    Mal angenommen, der Westen und seine Freunde am Golf und in der Türkei hätten die bewaffnete syrische Opposition nicht massiv unterstützt und aufgerüstet. Welche Situation hätten wir heute?

    Kein Zweifel, der blutige Aufstand gegen Assad wäre längst beendet. Viele Tausende Syrer wären noch am Leben, ganze Stadtteile stünden noch. Die Wirtschaft läge nicht am Boden. In Damaskus säßen Vertreter der zivilen Opposition innerhalb Syriens in der Regierung von Baschar al-Assad. Ein Runder Tisch würde Wahlen vorbereiten, weitere Reformen in die Wege leiten. Die Region wäre deutlich ruhiger, besonders auch im Libanon und in Kurdistan.
    eine andere möglichkeit wäre gewesen assad hätte die friedlichen demonstrationen nicht beschiessen lassen, hätte sie nicht in seine geheimdienstkeller verschleppt sondern hätte den berechtigten reformwünschen der demonstranten gehör geschenkt und seine kleptokratie einen weg in eine zukunft ohne gewalttätige autokratische machtstrukturen ermöglicht.

    vielleicht hätt er noch irgendeinen position im syrischen staat, vielleicht würde er seinen lebensabend beim shoppen mit seiner ehrfrau in london und NY verbringen.

    keine zerstörung, keine 30000 tote.

    keine despotie.
  5. #5

    Ermüdend

    Der durchschnittliche Spiegelforist gefällt sich ja unglablich darin, Westen-Bashing zu betreiben. Ist ja auch so schön einfach. Man könnte direkt meinen, die Welt würde zu einem Paradies verkommen, wenn bloß der böse Westen nicht wäre.
  6. #6

    Da kommt in der Tat Wut auf..

    Zitat von AbuHaifa Beitrag anzeigen
    Welche Situation hätten wir heute?
    [...]
    Kein Zweifel, der blutige Aufstand gegen Assad wäre längst beendet.
    [...]
    Assad hätte niemals Reformen eingeleitet, höre ich schon den Einwand. Die Möglichkeit will ich gar nicht abstreiten.
    Ich habe mal nur die 3 Sätze Ihres Beitrages hervorgehoben, die Ihren krassen Widerspruch klar machen. Sie stellen (sich) anfangs die Frage, was passierte wäre, dann gehen Sie zum Schluss über, dass der Despot gewonnen hätte und Friede, Freude, Eierkuchen vorherrschen würden, um in Anschluss zu das Feigenblatt unterzuschieben, dass es auch ganz anders kommen könne.

    Das Assad-Regime hatte jetzt 11 Jahre Zeit gehabt hatte, nennenswerte (!) Reformen durchzuführen und tat nichts dergleichen. Ich sehe keine Grund anzunehmen, dass dies sich ändern sollte. Warum auch? Sein Clan lebte im Saus und Braus und das Volk kann notfalls niedergeknüppelt - wenn nicht schlimmer - werden. Die soziale Ungerechtigkeitkeit in Syrien nahm immer mehr zu, wobei dies besonders für die sunnitische Glaubensgruppe zum Nachteil war. Irgendwann erreicht jede Ungerechtigkeit ihren Siedepunkt.

    Jetzt haben wir in der Tat das Chaos, und die Schuld kann man bei einer Despotie suchen, die bei den ersten friedlichen Demonstrationen mit brutaler Gewalt reagierte und die alles unternehmen wird um weiterhin am Stuhl zu kleben. Beispiele, die ähnlich wie dieses hier gelagert waren, kennt die Geschichte zu Hauf.
  7. #7

    Wir sind die Guten

    Zitat von kostuek Beitrag anzeigen
    Der durchschnittliche Spiegelforist gefällt sich ja unglablich darin, Westen-Bashing zu betreiben. Ist ja auch so schön einfach. Man könnte direkt meinen, die Welt würde zu einem Paradies verkommen, wenn bloß der böse Westen nicht wäre.
    Ich gebe Ihnen ja soooo recht.

    Massenvernichtungswaffen haben immer die anderen und auch Kriege fangen immer die anderen an.
  8. #8

    Traurig

    Dass das Waffenmaterial in diese Region aus dem NATO-Land Türkei geliefert wird. Und über den Libanon, wo die deutsche Bundesmarine Waffenlieferungen an die Hizbollah verhindern soll.

    Das ist aktive Parteinahme in diesen Konflikten.
  9. #9

    Danke.

    Zitat von AbuHaifa Beitrag anzeigen
    Mal angenommen, der Westen und seine Freunde am Golf und in der Türkei hätten die bewaffnete syrische Opposition nicht massiv unterstützt und aufgerüstet. Welche Situation hätten wir heute?

    Kein Zweifel, der blutige Aufstand gegen Assad wäre längst beendet. Viele Tausende Syrer wären noch am Leben, ganze Stadtteile stünden noch. Die Wirtschaft läge nicht am Boden. In Damaskus säßen Vertreter der zivilen Opposition innerhalb Syriens in der Regierung von Baschar al-Assad. Ein Runder Tisch würde Wahlen vorbereiten, weitere Reformen in die Wege leiten. Die Region wäre deutlich ruhiger, besonders auch im Libanon und in Kurdistan.

    Assad hätte niemals Reformen eingeleitet, höre ich schon den Einwand. Die Möglichkeit will ich gar nicht abstreiten. Dennoch war es verantwortungslos, ihn nicht erst einmal beim Wort zu nehmen. Was hätten sich die Assad-Gegner vergeben? Warum etwas gewaltsam übers Knie brechen, wenn ich es vielleicht auch friedlich bekommen kann. Ich denke, die vielen Zivilisten, die nun gestorben sind, hätten diesen Weg wahrscheinlich sehr gerne ausprobiert. Auch wenn es noch zwei, drei Jahre gedauert hätte. Ich bin bis heute der Meinung, dass Baschar al-Assad diesen Weg mitgehen würde. Und wenn nicht? Dann hätten die Syrer immer noch zu den Waffen greifen können.

    Was haben wir stattdessen? Eine Region, die im Chaos versinkt. Mit unabsehbaren Folgen. Im Libanon droht nun ebenfalls ein neuer Bürgerkrieg. Das ist entsetzlich, das Land hat bereits über zehn Jahre lang unter einem gelitten. Mühsam nur konnte der Konflikt beendet werden. Auch mit Hilfe der syrischen Armee, die einen Großteil des Abkommens von Taif gegen die libanesischen Milizen durchgesetzt hat. Das wird hier gerne vergessen. Syrien mag keine Demokratie sein, aber für die Stabilität in der Region, war und ist das Regime enorm wichtig.

    Wie lange wird Jordanien noch einigermaßen stabil bleiben? Wie lange werden die Palästinenser in den besetzten Gebieten noch still halten? Was passiert in Kurdistan? Es gab vor über einem Jahr bereits viele Leute, die sich mit der Region auskennen und die genau dieses Szenario vorher gesagt haben. Besonders schwer, war das aber auch nicht. Nur wer keine Ahnung vom Nahen Osten und von der Bedeutung Syriens hat, konnte es für eine gute Idee halten, Öl ins Feuer zu kippen und die bewaffnete Opposition in Syrien auf den Sockel der Unfehlbarkeit zu hieven. Ich habe bis jetzt kaum eine größere diplomatische Eselei gesehen. Das wirklich Schlimme daran: Sie hat Zehntausende von Menschenleben gekostet und wie aus aussieht, werden noch viele, viele hinzukommen. Bravo!
    Ein guter Kommentar! Danke.


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