Syrien-Konferenz in Istanbul: Freunde der Verfeindeten

REUTERSVon einem Ende der Kämpfe scheint Syrien weiter entfernt denn je: Die Opposition ist bis aufs Blut zerstritten, das Regime in Damaskus trickst, lügt und droht. Dennoch setzen die "Freunde Syriens" bei ihrer Konferenz in Istanbul auf eine politische Lösung.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...825047,00.html
  1. #50

    Zitat von adal_ Beitrag anzeigen
    Welche Oppositionsgruppe meinen Sie? Ham Sie mal ne Adresse?
    Jede Gruppe für sich. Solange die, die sich für den legitimen politischen Arm der Opposition halten nicht zu Verhandlnugen bereit sind, kann man wohl von anderen Teilen auch nichts anderes erwarten.
    [/QUOTE]Setzt sie auf Verhandlungen wird sie nicht alles bekommen was sie haben will. [/QUOTE]
    [/QUOTE]
  2. #51

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Das Wohnviertel wurde nicht besetzt, es waren einfach die Leute dort und die Bewohner.

    Und im Gegensatz zu Assads Schergen haben die FSA oder wer da noch im Spiel war die Menschen dort nicht massakriert.

    Nochmal: Wahllos Wohnviertel mit Panzern zu beschiessen ist schlicht nicht legitim, um "Ruhe und Ordnung" herzustellen. Erst recht nicht wenn es sich um die eigene Bevölkerung handelt.

    Manchmal fass ich mich an den Kopf, wie störrisch manche Menschen sein können, dass sogar Exekutionen von Zivilisten seitens der Armee als legitim angesehen werden. Hallo? Und das finden Sie gut? Und meinen dass auf solchem "Fundament" ein Rechtstaat entstehen kann?
    Ziviele Opfer sind nun mal der Grund, aus welchem sich bewaffnete Aufständische in Wohnvierteln verschanzen und die dort lebenden Zivilisten als Geiseln nehmen.
    Und das eine Armee, aus welchen Gründen auch immer, Staedte (und damit zwangsläufig Wohnviertel) nicht beschiessen darf, ist realitaetsfremd. Die einfachste Zusammenfassung dafür liefert nach wie vor die nüchterne Betrachtungsweise Amerikanischer Generäle. Zitat: "Wir mussten das Dorf zerstören um es zu befreien." Einfacher und treffender kann man dies nicht mehr beschreiben.
  3. #52

    Zitat von adal_ Beitrag anzeigen
    Richtig. Katar und Saudi-Arabien erwarten den Bürgerkrieg, der sich zu einem Stellvertreterkrieg gegen den Iran auswachsen wird. Sie werden sich entsprechend aufstellen.
    Je länger sich Assad mit Gewalt an die Macht klammert und einen demokratischen Interessenausgleich zwischen den Bevölkerungsgruppen im Weg steht, umso wahrscheinlicher die Radikalisierung. Syrien auf dem Weg zu einem Super-Libanon.
    Da Sie offenbar nicht derzeit überhaupt nicht von einer einheitlichen Opposition ausgehen, sehe ich überhaupt nicht wie ein Rücktritt Assads und die damit verbundene Eliminierung des größten gemeinsamen Nenners der Opposition irgendetwas verändern sollte.
  4. #53

    Zitat von Bernd.Brincken Beitrag anzeigen
    Lesen Sie bitte einfach nur was ich schrieb, anstatt Vermutungen anzustellen; mein Interesse ist, dass die Medien sachgerecht über den Konflikt berichten.

    (...)
    Ich versuchte vielleicht eine Erklärung zu geben, dass es schon Konfliktpotential innerhalb der Opposition gibt. Dass FSA zum Beispiel den SNA für zu lasch hält dürfte ja bekannt sein. Und im BBC-Artikel stand auch drin dass die verschiedenen Gruppen recht unterschiedliche Auffassungen haben.

    Aber Sie haben vielleicht recht, "bis aufs Blut verfeindet" mag vielleicht etwas hoch gegriffen sein.
    Wie war das damals mit Churchill/Roosevelt und Stalin....gemeinsamer Gegner hat sie noch vereint...

    Wer weiss, wenn Assad dank russischer Waffen weiter an der Macht bleibt ändert sich ja eh nix, auch seine "Reformen" werden keine Auswirkungen haben.
    Ist ja nicht das erste Mal dass Assad sowas gemacht hat.
  5. #54

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Das Wohnviertel wurde nicht besetzt, es waren einfach die Leute dort und die Bewohner.
    Und im Gegensatz zu Assads Schergen haben die FSA oder wer da noch im Spiel war die Menschen dort nicht massakriert.
    Jetzt hören Sie doch mit diesem Wunschdenken auf. Natürlich liegt die Ursache der Gewalt in Syrien bei der Regierung, als sie auf wehrlose Demonstranten schoss.
    Heute allerdings noch mit dieser absoluten Wortwahl davon zu schreiben, dass in den Vierteln lediglich die Bewohner waren und das Viertel verteidigten und dabei niemanden massakrierten ist insbesondere nach den Artikeln im Spiegel der letzten Tage nur noch Wasser auf die Mühlen derer die hier eine große Verschwörung im Gange sehen.
  6. #55

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Das Wohnviertel wurde nicht besetzt, es waren einfach die Leute dort und die Bewohner.

    Und im Gegensatz zu Assads Schergen haben die FSA oder wer da noch im Spiel war die Menschen dort nicht massakriert.

    Rebellen in Syrien: Der Henker von Bab Amr - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Zitat:

    Mehr Arbeit als die Kriegsgefangenen machten den Scharfrichtern von Homs jedoch die Rebellen aus den eigenen Reihen. "Wenn wir einen Sunniten bei Spionieren erwischen oder wenn ein Bürger die Revolution verrät, machen wir kurzen Prozess", sagt der Kämpfer. 200 bis 250 Verräter habe Husseins "Begräbnis-Brigade" seit Beginn des Aufstandes hingerichtet, so Abu Rami.


    Lohnt sich den Artikel nochmal zu lesen. Sie können sich selber Gedanken machen, nach welchen Kategorien festgelegt wurde, ob es sich bei den 250 Bewohnern um Verräter gehandelt hat.
    Tatsache ist, das wenn solche Leute das eigene Stadtviertel besetzt halten, es keine Möglichkeit mehr gibt, eine andere Auffassung zu vertreten oder die aktive Unterstützung zu verweigern. Sonst holen sie dich...
    Das man sich von so einer Schreckensherrschaft befreit fühlen kann, halte ich für möglich.
  7. #56

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Ziviele Opfer sind nun mal der Grund, aus welchem sich bewaffnete Aufständische in Wohnvierteln verschanzen und die dort lebenden Zivilisten als Geiseln nehmen.
    Und das eine Armee, aus welchen Gründen auch immer, Staedte (und damit zwangsläufig Wohnviertel) nicht beschiessen darf, ist realitaetsfremd. Die einfachste Zusammenfassung dafür liefert nach wie vor die nüchterne Betrachtungsweise Amerikanischer Generäle. Zitat: "Wir mussten das Dorf zerstören um es zu befreien." Einfacher und treffender kann man dies nicht mehr beschreiben.
    Sie machen es sich zu einfach, denn Assads Panzer bombardierten die Wohngegenden weiter, als der FSA schon längst abgezogen war.

    Danache wurden sämtliche Männer festgenommen oder sofort Exekutiert.

    Einfach mal googlen unter Homs Massacre...
  8. #57

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Die einfachste Zusammenfassung dafür liefert nach wie vor die nüchterne Betrachtungsweise Amerikanischer Generäle. Zitat: "Wir mussten das Dorf zerstören um es zu befreien." Einfacher und treffender kann man dies nicht mehr beschreiben.
    Dies waren Kriegsverbrechen in Vietnam und bis heute hat sich daran auch nichts geändert. Wen nehmen Sie als nächstes als Rechtfertigung? Dschinges Khan?
  9. #58

    Zitat von justkidding Beitrag anzeigen
    Assad sagt er wolle Zivilisten schutzen. Von was? Von seine eigene rechtmässig Armee der bis jetzt 9000 Zivilisten aufs Gewissen hat?
    Alleine diese Aussage disqualifiziert Sie als seriöser Diskutant:
    Alle Quellen sprechen von bisher 9000 Todesopfer. Damit ist nichts darüber gesagt. wer die Toten sind und von wem sie getötet wurden.
    Oder glauben Sie, die bewaffneten Rebellen töten weder Zivilisten oder Soldaten ?
  10. #59

    Krieg

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Das Wohnviertel wurde nicht besetzt, es waren einfach die Leute dort und die Bewohner.

    Und im Gegensatz zu Assads Schergen haben die FSA oder wer da noch im Spiel war die Menschen dort nicht massakriert.

    Nochmal: Wahllos Wohnviertel mit Panzern zu beschiessen ist schlicht nicht legitim, um "Ruhe und Ordnung" herzustellen. Erst recht nicht wenn es sich um die eigene Bevölkerung handelt.

    Manchmal fass ich mich an den Kopf, wie störrisch manche Menschen sein können, dass sogar Exekutionen von Zivilisten seitens der Armee als legitim angesehen werden. Hallo? Und das finden Sie gut? Und meinen dass auf solchem "Fundament" ein Rechtstaat entstehen kann?
    wenn ich die Berichterstattung der letzten Wochen richtg verfolgt habe denn kann man zu recht sagen das ein Teil der Rebellen die Bevölkerung massakriert ähnlich wie die Truppen Assad.
    Es geht auch nicht mehr um die Herstellung von Ruhe und Ordnung sondern es handelt sich um einen Bürgerkrieg.