Forum


 

Syrien: Assad-Regime lässt Wahlfarce abhalten

AFPIn Syriens Protesthochburgen wird gekämpft, die Opposition meldet mehrere Tote - gleichzeitig macht Präsident Assad auf Normalität und schickt seine Bevölkerung an die Wahlurnen. Ein neues Parteiengesetz gaukelt Freiheit vor, das Rennen wird wohl ein Pseudo-Oppositioneller machen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831747,00.html
  1. #40

    Neutrale Berichtserstattung

    Zitat von topodoro Beitrag anzeigen
    Eine neutrale Berichterstattung könnte in etwa so aussehen:

    In Syrien haben heute Parlamentswahlen begonnen.

    Nachdem der Wahlkampf auf den Strassen, in der Presse und dem Internet am Sonntagabend um 19:00 beendete wurde, begann heute ab 7:00 die Wahl
    Nachdem gestern Abend um 19.00 Uhr der Wahlkampf auf den Straßen, in der Presse, im Internet und auf sozialen Netzwerken beendet wurde, begannen heute morgen 07.00 Uhr die Parlamenswahlen in Syrien. Die Wahllokale werden bis 22.00 Uhr geöffnet sein, danach beginnt die Stimmenauszählung.
    7195 Kandidaten, darunter 710 Frauen, repräsentieren ein breites Spektrum der Bevölkerung. 2632 Kandidaten haben einen Universitätsabschluss. In insgesamt 152 Wahlzentren werden 250 Parlamentssitze in 15 Wahlkreisen vergeben. 14.788.644 Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Angehörige von Armee und Polizei sind von der Wahl ausgeschlossen, solange sie ihren Militärdienst leisten. Das syrische Fernsehen berichtet live von den Wahlen von über 50 Standorten im ganzen Land. Außerdem werden Korrespondenten von über 200 arabischen und ausländischen Medienunternehmen vor Ort sein.

    Das wären die neutralen Fakten.

    Dannach kann ja der Spiegel seinen Kommentar abgeben.

    Aber Meinung und Fakten zu vermischen ist kein guter Journalismus !
    Ja der Spiegel, war mal ein ernst zu nehmendes Medium. Vielleicht lernen sie mal von den FAZ Kollegen: Opposition boykottiert
  2. #41

    Zitat von dilinger Beitrag anzeigen
    Bei uns läuft man nicht Gefahr als Angehöriger der Opposition eingelocht zu werden oder gar mit einer Kugel im Kopf die Karriere zu beenden. Ein dummdreister Vergleich!

    Bei hat sich die Opposition ja auch noch nicht einiger Stadtteile bemächtigt und Wände durchbrochen um ein Fluchtwege/Angriffsnetz zu haben.
    Bei uns hat die Opposition auch noch keine Stadteile fast entvölkert und Heckenschützen auf den Dächern postiert.
    Sollte das bei uns so kommen dann erwarte ich von unserer Polizei und unserer Armee ein hartes Handeln gegen eine solche Opposition.


    Syria: Journalist Anastasia Popovar with the Syrian army in the heart of Homs - May 6, 2012 - YouTube



    Ansonsten dürfte jetzt schon klar sein das, egal wie das Wahlergebnis und die Wahlbeteiligung lautet (in Afghanistan herrschtr ein ertappter Wahlbetrüger der bei einer Wahlbeteiligung von unter 30% auch noch das Ergebnis fälschte und trotzdem von uns anerkannt wir. Im Jemen haben wir einen Präsidenten anerkannt der ohne Gegenkandidat mit 98% Zustimmung "gewählt" wurde), die Armee, die laut Aussagen von Experten vollkommen intakt ist und der Teil der Bevölkerung der voll hinter der Regierung steht (mindestens die Hälfte der Bevölkerung. Nicht mal bedacht der Teil der was gegen bewaffnete Banden hat und folglich nichts von Heckenschützen und Bombenlegern hält) nun versuchen wird klar Schiff zu machen.
    Falls die zuständigen Leute dort Grips haben dann haben sie die letzten Wochen genau hingeguckt wo sich die Banden eingenistet haben und ihnen den nötigen Spielraum gelassen um ihnen den nun schlagartig nehmen zu können.

    Die Opposiution muß an den Verhandlungstisch und sich politisch äußern und Präsidentschaftskandidaten herausbilden und weitere Parteien gründen.
    Wahlen zu boykottieren ist immer nur ein Zeichen dafür das man weiß dass man die nötigen Stimmen zur Mehrheit nicht bekommt weil man den erwünschten Rückhalt in der Bevölkerung halt nicht in dem Maßé hat.

    Zu dem Thema hier ein aufschlußreiches Interview auf Domradio aus dem hervorgeht dass die Bevölkerung gespaloten ist und die politische Opposition besser beraten ist an den Verhandlungstisch zu gehen (mein Vorschlag innerhalb von 6-12 Monaten Präsidenschaftswahlen und die um etliche Monate vorziehen. Sollte dass Wahlergebnis für die Baath Partei eindeutig sein könnte ich mir sogar vorstellen dass Präsidentenwahlen bald folgen werden. Das ist aber meine Spekulation und da muß man abwarten)
    weil sie mit den Zielen der bewaffneten Banden die ganz andere Plänre haben nichts gemein hat.


    Nicht Parlamentswahl bringt Syrien Frieden


    Nur zur Info.
    Der Interviewpartner Elias Jammal ist Professor an der Universität Heilbronn und damit zumindest "vorbelastet" in seiner Meinung die aber ob der Fakten (Armee und Sicherheitskräfte ntakt und mindestens die Hälfte der Bevölkerung hinter sich und große Teile der Bevölkerung die nicht für die Regierung sind wollen mit den Banden schon gar nichts zu tun haben) trotzdem in die richtige Richtung geht.


TOP



TOP