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Synthetische Biologie: Leben erschaffen nach dem Lego-Prinzip

CorbisMit Methoden aus Biologie und Technik versucht sich der Mensch daran, den Code des Lebens zu verändern - oder sogar völlig neu zu schreiben. In Zukunft könnten Wissenschaftler je nach Zweck und Wunsch Lebensfähiges aus Standard-Modulen zusammenbasteln.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...820865,00.html
  1. #1

    "[...]künstliches Leben zu erschaffen und sich damit gottgleich zu erheben. Offenbar ist das selbst für atheistische Forscher eine spannende Perspektive."

    Religion und Forschergeist haben auch einmal hier überhaupt gar nichts miteinander zu tun. Diese unüberlegte Definitionslosigkeit lässt mich verstehen, wie es dazu kommen kann, dass es immernoch Menschen gibt, die glauben, Religion und Wissenschaft hätten gegenseitig Anspruch aneinander. Man muss kein Atheist sein um Wissenschaftler zu sein und auch nicht religiös, um etwas zu glauben.
    Bei dieser Überschneidung von grundverschiedenen Dingen sehe ich persönlich den Fehler in den Medien, die es geschafft habe in dem Leser eine undurchsichtige Vermischung von sonst klaren Definitionen zu erzeugen, welche u.a. Christen und Evolutionisten sich gegenseitig die Köpfe einschlagen lässt.
    Verzeiht mir, wenn es so wirkt, als würde ich wild herumpöbeln, aber ich finde es wichtig gesagt zu haben, was eigentlich auf der Hand liegen sollte.

    Wer meint, der linke Fuss sei der rechte, der wird maximal auf einem Fuss in der Gegend herumhüpfen können.

    Danke fürs zuhören,
    Philip
  2. #2

    Mit der Hybris, Leben selbst erschaffen zu können,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit Methoden aus Biologie und Technik versucht sich der Mensch daran, den Code des Lebens zu verändern - oder sogar völlig neu zu schreiben. In Zukunft könnten Wissenschaftler je nach Zweck und Wunsch Lebensfähiges aus Standard-Modulen zusammenbasteln.

    Synthetische Biologie: Leben erschaffen nach dem Lego-Prinzip - SPIEGEL ONLINE
    wird - und das ist nicht unwahrscheinlich - früher oder später eine Flut von Killerviren über uns hereinbrechen.

    Man denke nur an den Wahnsinn der Computerviren.
    Hatte das irgend jemand auf seinem Merkzettel stehen, damals, in den Achtzigern?

    Und jetzt, nach der ganzen Diskussion um den neu geschaffenen Vogelgrippe-Schweinegrippe-Virus?

    Wie meistens: Nix gelernt und weiter so,
    immer mit dem Argument:
    Was wissenschaftlich machbar ist, wird (kommerziell) weitergemacht.
    Risiken werden immer ausgeblendet und der Allgemeinhait zur Beseitigung aufgedrückt.

    Viel Spaß dann in der neuen Zombie-Welt.
  3. #3

    Ich bin sehr begeistert von den Errungenschaften in diesem Gebiet. Die Möglichkeiten sind schlichtweg fantastisch, soweit ich weiß wird auch an Bakterien gearbeitet, die zum Beispiel Zucker in Benzin verarbeiten können. Ich bleibe gespannt, was daraus wird, und hoffe inständig, dass diese neue Technologie nicht wieder durch ideologisch begründeten Ökologismus behindert wird.
  4. #4

    Die Plage des Alterns abschaffen

    Da wird es bestimmt eines Tages auch möglich sein die Plage der Alterserscheinungen wie Alterssichtigkeit, Altersschwerhörigkeit Demenz usw was es noch gibt abzuschaffen. Das wäre ein Segen für den Menschen. Vielleicht gelingt es auch das Altern zu stoppen. Dann müsste man allerdings die intersstellare Raumfahrt massiv in Angriff nehmen und die Möglichkeiten dafür erforschen. Das wäre allesamt mal besser, als weiterhin Billionen auf den Börsen zu verbrennen.
  5. #5

    Besser ganz schnell als langsam.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit Methoden aus Biologie und Technik versucht sich der Mensch daran, den Code des Lebens zu verändern - oder sogar völlig neu zu schreiben. In Zukunft könnten Wissenschaftler je nach Zweck und Wunsch Lebensfähiges aus Standard-Modulen zusammenbasteln.

    Synthetische Biologie: Leben erschaffen nach dem Lego-Prinzip - SPIEGEL ONLINE
    Wenn man diese Situation mit einem kleinen Kind vergleichen würde, dem man statt Legosteinen Sprengkapseln zum Spielen gibt, dann wäre das wahrscheinlich noch eine Verharmlosung.

    Trotzdem: Dieser Weg ist vielleicht richtig, auch unter ethischen Gesichtspunkten. Besser ein schnelles Ende als ein langsames Dahinsiechen, bei dem immer mehr andere Lebensformen zerstört werden.
  6. #6

    Zitat von SpieFo Beitrag anzeigen
    wird - und das ist nicht unwahrscheinlich - früher oder später eine Flut von Killerviren über uns hereinbrechen.

    Man denke nur an den Wahnsinn der Computerviren.
    Hatte das irgend jemand auf seinem Merkzettel stehen, damals, in den Achtzigern?

    Und jetzt, nach der ganzen Diskussion um den neu geschaffenen Vogelgrippe-Schweinegrippe-Virus?

    Wie meistens: Nix gelernt und weiter so,
    immer mit dem Argument:
    Was wissenschaftlich machbar ist, wird (kommerziell) weitergemacht.
    Risiken werden immer ausgeblendet und der Allgemeinhait zur Beseitigung aufgedrückt.

    Viel Spaß dann in der neuen Zombie-Welt.
    Die Evolution baut seit jahrmillionen bereits "Killerviren". Das wird sich auch niemals verhindern lassen. Dann lieber gezielt im Labor unter kontrollierten Bedingungen der Evolution zuvor kommen, sodass man im Ernstfall aus den gewonnenen Erkenntnissen schnelle Gegenmaßnahmen treffen kann, wenn sich auf natürlichem Wege eine besonders tödliche Variante entwickelt. Natürlich ist das immer mit einem minimalem Restrisiko verbunden bedingt durch die menschliche (fehlbare) Natur der im Labor arbeitenden. Nur sollte man bei der Abschätzung dieser Gefahr vielleicht nicht unbedingt Hollywoodfiktion ala Resident Evil vor Augen haben.
  7. #7

    Und wieder einmal falsch.
    Es wird kein künstliches Leben erschaffen.

    Das ist imemrnoch unmöglich und wohl das , was man als Wunder der Schöpfung bezeichnen kann.

    Die berühmt berüchtigte Ursuppe vor abermilliarden Jahren kann man in ihrer Zusammensetzung und mit den äußeren Bedingungen nachstellen. dass es jedoch darin zur Entstehung von Molekülen, Proteinen und schließlich Ein- und Mehrzellern kommt, ist bislang ein Ding der Unmöglichkeit. DAS wäre die Schaffung von Leben, aus toter Materie etwas lebendiges zu machen.

    Wovon hier geredet wird, ist VORHANDENES Leben nehmen und umformen. Wie dargestellt, ist dies ein Unterschied zwischen Himmel und Hölle zu dem was wirklich LEBEN ERSCHAFFEN wäre.
  8. #8

    Mal sehen, was es wird.

    Zitat von big t Beitrag anzeigen

    Wovon hier geredet wird, ist VORHANDENES Leben nehmen und umformen.
    Nein. Das Ziel der "synthetischen Biologie" ist es tatsächlich, lebende Zellen de novo durch Zusammenbau aus garantiert nichtlebenden chemischen Verbindungen (Molekülsorten) zu erzeugen!

    Es ist noch eine ganze Strecke bis dahin, aber unmöglich scheint das vor dem Hintergrund unseres heutigen Kenntnisstandes in der molekularen Biologie nicht.
  9. #9

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Nein. Das Ziel der "synthetischen Biologie" ist es tatsächlich, lebende Zellen de novo durch Zusammenbau aus garantiert nichtlebenden chemischen Verbindungen (Molekülsorten) zu erzeugen!

    Es ist noch eine ganze Strecke bis dahin, aber unmöglich scheint das vor dem Hintergrund unseres heutigen Kenntnisstandes in der molekularen Biologie nicht.
    Wo dann die Frage wäre, wo das Leben beginnt.
    Und wie sie sagen, es ist noch ein ganzer Schritt.

    Tote Materie in der Ursuppe zu Leben zu erwecken, indem ich das ganze aufkoche und mit Blitzen beschieße (vereinfacht) klappt ja auch nicht, obwohl das nun wirklich einfach ist. blitze machen kann jeder sChüler und kochen jede Hausfrau. Ein bisschen Steine in Wasser kippen auch.

    Ich bezweifle dass es jemals möglich sein wird.


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