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Syngenta: Pestizidhersteller wittert große Geschäfte in Afrika

DPAEiner der weltweit größten Pestizidhersteller will den afrikanischen Markt erobern. Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta sieht den Kontinent als "strategische Wachstumsregion" - und hofft auf Millionen weiterer Kunden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...833854,00.html
  1. #1

    Na toll

    Hier in Europa dürfen sie das Teufelszeug nicht mehr einsetzen. Nun eben in Afrika. Für uns ist das egal. Wir essen das importierte Obst und Gemüse sowieso. Da wollen doch wieder nur einige verdienen.
  2. #2

    Bio wichtiger als Leben retten?

    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    Hier in Europa dürfen sie das Teufelszeug nicht mehr einsetzen. Nun eben in Afrika. Für uns ist das egal. Wir essen das importierte Obst und Gemüse sowieso. Da wollen doch wieder nur einige verdienen.
    Was für ein dummes Zeug. Erstens sind Pestizide selbstverständlich in erlaubt und ohne Pflanzenschutzmittel hätten wir in Europa nicht genug zu essen.

    Sollen die Afrikaner verhungern, nur weil überhebliche und im Überfluss lebende Ausländer beim Gedanken an nicht-bio Anbau ein schlechtes Gewissen bekommen?
  3. #3

    Afrikanische Regierungen müssen Verantwortung übernehmen

    Afrika ist seit Jahrzehnten eine "strategische Wachstumsregion". Nur haben die afrikanischen Regierungen das Potential nur selten genutzt. Was ist dagegen einzuwenden , dass Syngenta über Schulungen Produktionssteigerungen erreichen will? Afrikas Eliten müssen den Kampf gegen den Hunger wirklich ernst nehmen. Die Investitionen in die ländliche Entwicklung , mit Bildung, Landwirtschaft, Gesundheit und Familienplanung müssen deutlich steigen. Afrika hat weltweit die höchsten Geburtenraten. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Menschen in Subsahara-Afrika verdoppeln und bis Ende des Jahrhunderts vervierfachen. Kaum ein Land stellt sich dem Problem. Nicht Wetter, Spekulanten oder Firmen wie Syngenta tragen die Hauptschuld an dem Hungerelend. In nur wenigen Ländern wird die Landwirtsschaft gefördert. Alle Warnsignale wie Hungerrevolten 2008 und 2012 in West und Zentralafrika ignorieren die Regierungen. Trotz steigender Ernährungsunsicherheit und sinkender landwirtschaftlicher Produktion gehen mit Ausnahme von Ruanda, Madagaskar, Malawi und Mali nur fünf Prozent des Staatsbudgets in die Landwirtschaft. In den vier genannten Ländern sind es 10 Prozent. Das ist so weil die Landwirtschaft im Gegensatz zu Öl, Diamanten oder Gold nicht durch eine kleine Elite zu beherrschen ist. Dort wo Menschen hungern, rufen die Regierungen nach Hilfe aus Europa oder Amerika anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen. Diese kurzfristigen Hilfen zerstören aber gleichzeitig die lokalen Märkte.
    Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"
  4. #4

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Was für ein dummes Zeug. Erstens sind Pestizide selbstverständlich in erlaubt und ohne Pflanzenschutzmittel hätten wir in Europa nicht genug zu essen.
    Sollen die Afrikaner verhungern, nur weil überhebliche und im Überfluss lebende Ausländer beim Gedanken an nicht-bio Anbau ein schlechtes Gewissen bekommen?
    Sie Glauben doch nicht im Ernst, dass solche Vorhaben den Einheimischen Zugute kämen. Diese Argumenten sind reine Vorwänden, welche verwendet werden um:
    a) den Menschen in betroffen Ländern die Augen zu zubinden, damit sie nicht gleich dahinterkommen , dass sie Ausgebeutet werden.
    b) den Menschen in den Industrieländern zu suggerieren, dass solche Vorhaben gut für beide Partien seien. Somit vermeinden diese Firmen Proteste von den ehrlichen Bürgern, die lieber ein faires System hätten.

    Fazit: Hüben wie Drüben werden die Menschen einfach für dumm verkauft. Profiteren tun nur die Multis. Wenn es anders wäre , wäre Afrika mit seiner riesigen Rohstoffen ( Gold, Diamant, Kupfer, seltene Erde, Kaffe, Tea, Gemüse, Früchte, Kakao usw) super reich.
  5. #5

    Hunger und Genfood

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einer der weltweit größten Pestizidhersteller will den afrikanischen Markt erobern. Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta sieht den Kontinent als "strategische Wachstumsregion" - und hofft auf Millionen weiterer Kunden.

    Agrochemiekonzern Syngenta will Afrika-Geschäft ausbauen - SPIEGEL ONLINE
    Syngenta,Monsanto,Du Pont und andere verkaufen teuer gentechnisch verändertes,nur einmal keimfähiges Saatgut mit dem dazu passenden Pflanzenschutzmittel (...Gift).
    Bauern,die dieses Saatgut nutzen,geraten schnell in fianzielle Abhängigkeit zu diesen Konzernen und in die Schuldenfalle,da sie jedes Jahr Kredit aufnehmen müssen,um Saatgut zu kaufen.
    In Indien haben sich aufgrund derselben Problematik schon zehntausende Landwirte das Leben genommen.
    Die Konzerne streben in 'strategischen Wachstumsregionen' die Marktdominanz an.
    Wie Henry Kissinger einmal sagte (Zitat): ''Wer die Nahrungsmittelproduktion kontrolliert,beherrscht die Menschheit''.
    Um Hungerbekämpfung geht's da wahrlich nicht - eher um Profit und Macht.
  6. #6

    Aber das ist auch bei uns nicht erlaubt!

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Was für ein dummes Zeug. Erstens sind Pestizide selbstverständlich in erlaubt und ohne Pflanzenschutzmittel hätten wir in Europa nicht genug zu essen.

    Sollen die Afrikaner verhungern, nur weil überhebliche und im Überfluss lebende Ausländer beim Gedanken an nicht-bio Anbau ein schlechtes Gewissen bekommen?

    Exclusiv im Ersten – Gefahr auf dem Acker (BR)

    Das kriminelle Geschäft mit gefälschten Pestiziden

    Sendeanstalt und Sendedatum:
    Samstag, 3. März 2012, 15.30 Uhr im Ersten



    Ohne ihr Wissen versprühen Landwirte gefälschte Pestizide auf ihren Äckern.

    Hunderte von Tonnen gefälschter Pflanzenschutzmittel landen auf den Ackerflächen der Europäischen Union.


    Zu sehen bei: Mediathek ARD


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