Forum


 

Swasiland: Märchenland ist abgebrannt

REUTERS13 Ehefrauen, sieben Paläste und 200 Millionen Dollar Vermögen: Während der König von Swasiland, Afrikas letzter wirklicher Monarch, den Luxus genießt, blutet sein Land aus. Für seinen bevorstehenden Geburtstag sollen seine Untertanen sogar noch einen zusätzlichen Obolus leisten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...826654,00.html
  1. #1

    Tja

    Der Vater soll ein gerechter König gewesen sein. In diesem Fall ist die Weisheit nicht neu, das die Nachkommen sich oft als fehl am Platz erweisen, egal ob es sich um ein Königreich oder um einen Familienbetrieb handelt.
    Wenns dort nix mehr zu Fressen gibt, wird es der Monarch wohl als letztes merken, denn den Adel kneifen heißt,das Volk den Schmerz spüren zu lassen.
  2. #2

    Afrikanischer Coca-Cola-König

    Zitat: „Sobhuza II. regierte rekordverdächtige 61 Jahre lang. Er soll um die 70 Frauen gehabt haben, an die 1000 Enkel...“

    Dann ist sein Sohn, König Mswati III, mit 13 Frauen vergleichsweise bescheiden in seinen Ansprüchen, jedenfalls was Frauen anbelangt – ansonsten scheint er aber doch leicht zu übertreiben, so in allem, hat man den Eindruck. Mit dem SPIEGEL lernt man die Welt kennen, ich kannte zwar Swasiland schon vorher, also, äh... ich hatte davon gehört – nur von dem was da alles so abgeht hatte ich keine Ahnung, der Wahnsinn. Die Bevölkerung leidet und soll auch noch Rinder spenden für den Geburtstag des pittoresken afrikanischen Coca-Cola-Königs. Ist das wirklich so schlimm? Ich weiß nicht. Nach dem Lesen des Artikels bin ich mir nicht sicher, ob man diese exotische Dynastie nicht zum UNESCO-Welterbe erklären sollte. Man könnte für etwas mehr sozialen Ausgleich sorgen, für eine bessere medizinische Versorgung, aber man sollte den Operetten-König nicht einfach vom Hof jagen. Schließlich leisten wir uns im Westen die Queen, Prinz Willem, das Königshaus von Silvia Sommerlath und weitere Staatsoperetten – nur das redundante Frauenaufkommen von König Mswati III erscheint mir nicht mehr ganz zeitgemäß.
  3. #3

    brrrr...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    13 Ehefrauen, sieben Paläste und 200 Millionen Dollar Vermögen: Während der König von Swasiland, Afrikas letzter wirklicher Monarch, den Luxus genießt, blutet sein Land aus. Für seinen bevorstehenden Geburtstag sollen seine Untertanen sogar noch einen zusätzlichen Obolus leisten.

    Swasiland: Märchenland ist abgebrannt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    was um alles in der welt ist eine 'lasergesteuerte Discothek'?
    da scheint mit dem autor der gaul durchgegangen zu sein...
  4. #4

    Ist doch überall das gleiche

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Schließlich leisten wir uns im Westen die Queen, Prinz Willem, das Königshaus von Silvia Sommerlath und weitere Staatsoperetten – ...
    "Dann sollen sie eben Kuchen essen!" (Antoinette)
    Ausschweifungen & Exzesse würde es auch bei uns geben, wenn man absolute Herrscher gewähren lässt.
    Wir Menschen sind doch überall die gleichen Tiere.
    Aber wir haben dieses Kapitel hinter uns.
    Zum Glück.

    Vielleicht muss man einigen Ländern etwas auf die Sprünge helfen.
    Aber das wäre wieder eine Einmischung in "innere Angelegenheiten".
  5. #5

    2. Versuch des Durchkommens

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    ...
    – nur das redundante Frauenaufkommen von König Mswati III erscheint mir nicht mehr ganz zeitgemäß.
    Es soll Länder geben, da schafft es die Führung (ob gewählt, an die Macht geputscht, im kleinen Zirkel ausgewürfelt, durch Geburt) auch mit keiner/einer Frau, das Land so auszuplündern, dass für die Bevölkerung nichts mehr bleibt. Und ob die Anzahl Ehefrauen zeitgemäß ist, unterliegt nicht unserer Beurteilung. Eine Einmischung in fremde Kulturen ist der ersten Welt nicht sonderlich gut bekommen, heißt heute "westliche Arroganz".
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    13 Ehefrauen, sieben Paläste und 200 Millionen Dollar Vermögen: Während der König von Swasiland, Afrikas letzter wirklicher Monarch, den Luxus genießt, blutet sein Land aus. Für seinen bevorstehenden Geburtstag sollen seine Untertanen sogar noch einen zusätzlichen Obolus leisten.

    Swasiland: Märchenland ist abgebrannt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Halt stop...also das ist mal wieder typisch Spiegel; man will eine seriöse Botschaft rüberbringen, daß nämlich der Herrscher
    von Swaziland sich auf Kosten seiner Bevölkerung schadlos hält, aber dann geht es nur um die vielen Ehefrauen.
    Es mag aus europäischer Sicht merkwürdig erscheinen, aber man sollte nicht unsere (Moral)maßstäbe auf afrikanische Kulturen übertragen.
    Auch Zuma, Präsident von Süd Africa, hat mehr als eine Ehefrau, aber das sagt per se nichts aus über seine Politik.
    Von daher ist der Beitrag zu Swaziland kolonnialistisch, wenn nicht sogar rassistisch, oberflächlich und taugt bestenfalls für den Kulturteil der Bildzeitung.
  7. #7

    Vielleicht sollte man . . .

    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    "Dann sollen sie eben Kuchen essen!" (Antoinette)
    Ausschweifungen & Exzesse würde es auch bei uns geben, wenn man absolute Herrscher gewähren lässt.
    Wir Menschen sind doch überall die gleichen Tiere.
    Aber wir haben dieses Kapitel hinter uns.
    Zum Glück.

    Vielleicht muss man einigen Ländern etwas auf die Sprünge helfen.
    Aber das wäre wieder eine Einmischung in "innere Angelegenheiten".
    . . . einmal an die sogenannten Boni der oberen Managerelite denken, ob da nicht ein gewisser Vergleich angebracht wäre. Oder . . .
    bleilaus1
  8. #8

    Bevor das Große Afrika-Bashing beginnt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Doch die Swasis wollen nicht spenden. Sie wollen einen Herrscher, der sie nicht ausnimmt, sondern für sie sorgt. So wie der Vater des Königs. Sobhuza II. regierte rekordverdächtige 61 Jahre lang. Er soll um die 70 Frauen gehabt haben, an die tausend Enkel, aber er kümmerte sich um sein Land, und als er 1983 starb, lag die Analphabetenrate bei der von Spanien.

    Swasiland: Märchenland ist abgebrannt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Scheint wohl eher an der Unfähigkeit des Monarchen zu liegen.
    Bevor man sich nun an seinen absolutistischen Methoden stört, würde es sicher lohnen, mal zu schauen, wo in Europa zu suchen:"ie Staatsgewalt ist nach Art. 2 der Verfassung «… im Fürsten und im Volke verankert und wird von beiden nach Massgabe der Bestimmungen dieser Verfassung ausgeübt.» Der Landesfürst kann als Staatsoberhaupt den Landtag auflösen, schliessen und vertagen, die Volkswahl der Parlamentsmitglieder obliegt einer Angelobung des Fürsten, die Staatsregierung wird auf Vorschlag des Landtages vom Fürsten ernannt und er kann durch die Sanktionsrechte vom Parlament und vom Volk beschlossene Gesetze widerrufen. Das aktuelle Staatsoberhaupt Liechtensteins ist seit 1989 der Fürst Hans Adam II. von und zu Liechtenstein. Die Staatsgeschäfte obliegen seit August 2004 dem Erbprinzen Alois von und zu Liechtenstein"
  9. #9

    Wo?

    Zitat von Oskar ist der Beste Beitrag anzeigen
    ...ist der Beitrag zu Swaziland kolonnialistisch, wenn nicht sogar rassistisch, oberflächlich und taugt bestenfalls für den Kulturteil der Bildzeitung.
    Mir scheint, Sie haben den Artikel gar nicht richtig gelesen – wo sind dort rassistische oder kolonialistische Aussagen zu finden? Es gibt keine. Das Königshaus wird sehr kritisch betrachtet, die Hauptbotschaft des Artikels ist, dass der König sein kleines Land aussaugt.

    Bei Wikipedia steht, Zitat: „Die Rate der HIV-Infizierten von Swasiland ist die höchste der Welt. Im Jahr 2004 litten 39 % der Bevölkerung an dem Erreger der Immunschwächekrankheit, 2005 waren es bereits 42 %, um Alte und Kinder bereinigt rund 63 % - Tendenz steigend. Daher ist ein Zusammenbruch der Bevölkerungsstruktur von Swasiland in den kommenden Jahren wahrscheinlich.“

    Damit würde sich dieser Kleinstaat auf eine schreckliche Weise von selbst erledigen, und mit ihm sein komischer König. Das Land hat deutlich weniger Einwohner als Hamburg, die Lebenserwartung ist, auch laut Wikipedia, die niedrigste der Welt: ca. 32 Jahre. Vermutlich wird Swasiland als eigenständiger Staat nicht mehr sehr lange Bestand haben und irgendwann zu einem Teil Südafrikas werden.








TOP



TOP