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Swasiland: Märchenland ist abgebrannt
REUTERS13 Ehefrauen, sieben Paläste und 200 Millionen Dollar Vermögen: Während der König von Swasiland, Afrikas letzter wirklicher Monarch, den Luxus genießt, blutet sein Land aus. Für seinen bevorstehenden Geburtstag sollen seine Untertanen sogar noch einen zusätzlichen Obolus leisten.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...826654,00.html
- #10 12.04.2012 11:32 von
Glückseliges Freibeutersystem
Die geistige Entwicklung scheint in bestimmten Kreisen in diesem gesegneten Königreich auf Freibeuterniveau stehen geblieben zu sein. Hier kommt nach dem "Ego" lange Zeit nichts anderes als eben dieses "Ego". Für einen König mit solchen Gaben behaftet, ist es eine sehr gesunde Entscheidung, seinem gesponserten Machtapparat stets und uneingeschränkt ein freundliches monetäres Entgegenkommen zu zeigen, um der Hausmacht eine geldwerte Überlegenheit verglichen zu den übrigen Untertanen zu gewähren. Ist der staatliche Säckel jedoch zu ausgiebig geplündert worden, so kann eventuell eine gefährliche Notlage eintreten, wenn die Hausmacht nicht mehr ausreichend saturiert werden kann. So etwas kann den königlichen Kragen gefährden.
- #11 12.04.2012 13:18 von
Lustig, aber eher weil unterbelichtet!
Oskar soll wohl 'ne Anspielung auf den Lafontaine sein??? Der ist auch nicht der Beste, eher total von Gestern ...
Wer den Bericht so kommentiert, hat Afrika nicht gesehen. In Swaziland regiert eine Clique, saugt das Land aus und - selbstverständlich - Einmischung ist verboten. Alle dürfen dem Untergang zusehen und tun es, auch die südafrikanische Regierung. Aber vielleicht findet ein Doofer - wie in Zimbabwe - Diamanten, die beuten dann die Chinesen aus. Das Volk darbt weiter und die Herrschenden fressen sich weiter voll. Aids ist kein Problem, bei den Bevölkerungswachstum holt man einfach andere Afrikaner ins Land. Das hat sogar Vorteile, die kann Mswati als Fremde bei Aufmüpfigkeit leicht vor die Tür setzen. Leider hat Niebel recht, Entwicklungshilfe der alten Art ist sinnlos!!! - #12 12.04.2012 13:29 von
Erneuter Versuch durchzukommem
Da ist vielleicht noch die gesamte Wirtschaft (also Coca-Cola) vor. Die sind ja schließlich nicht wegen des schöneren Wetters aus Südafrika weggezogen. Stabile politische Verhältnisse sind in diesem Ministaat wesentlich günstiger zu haben. Und besser einem König sein Operettenleben finanzieren als einer demokratisch (???) legitimierten Regierung und der zugehörigen Opposition.
- #13 12.04.2012 14:43 von
Was wollen Sie damit zum Ausdruck bringen? Daß es an der Regierungsform liegt wie ein Land regiert wird? Dann sehen Sie sich nur mal in anderen afrikanischen Ländern um.
Es liegt einzig und allein an der Person, und natürlich sollte er davongejagt werden, wenn er unfähig ist, sein Land zu regieren.
Und dabei ist es vollkommen egal, ob er sich König, Häuptling, Präsident oder Großer Zampano nennt. - #14 12.04.2012 14:46 von
- #15 12.04.2012 14:58 von
Viva la Revolucion
Diesem Monarchen wird noch lange nicht das Wasser abgegraben. Coca Cola wird schon dafür sorgen. Bestenfalls ein paar Reförmchen hier und da und das war es dann. Menschen sind leidensfähig und träge, bis man sich mal aufrafft etwas Grundlegendes zu verändern, kann es lange dauern. Solange niemand den Anfang macht und auf die Straße geht und die Mißstände offen anprangert (ungeachtet aller Konsequenzen) wird dort nichts passieren. Veränderungen müssen von Innen kommen, von Außen wird bestenfalls der Status Quo aufrecht erhalten. Solange die nicht irgendetwas von Wert für den Westen haben (Bodenschätze etc.) geht es dem Rest der Welt doch am A.... vorbei, was da passiert. Schlimm, aber so ist es nunmal.
- #16 12.04.2012 15:03 von
Wenn Sie Lichtenstein nennen, können Sie auch Monaco nennen. Beides keine lupenreinen Demokratien, allerdings ist mir nicht bekannt, dass in Monaco oder Lichenstein jemand hungert oder am Schulbesuch gehindert würde. Merke, solange es dem Volk gut geht ist ihm leidlich egal wer es regiert, Revolutionen entstehen immer aus Unzufriedenheit.
- #17 12.04.2012 15:50 von
- #18 12.04.2012 16:07 von
Überall das gleiche
Was ist eigentlich der Unterschied zu uns? Hier lebt die Elite auch in Saus und Braus wobei die Armut explosiv artig zunimmt! Beim ehemaligem Kolonialausbeutern Gross Britannien noch extremer und in den USA sowieso. Dort ist anscheinend Liberalkonservatismus an der Tagesordnung wie hier bei uns!
- #19 12.04.2012 16:55 von
na und?
Solange unsere Entwicklungshilfe nicht in solche Operettenstaaten gezahlt wird - Swasiland nicht mehr seit 2007 -, kann das einem doch egal sein. Der Kontinent Afrika ist so oder so ein verlorener Kontinent. Zum Glück gibt es ja noch altruistische Gutmenschen, die an Veränderungen durch Hilfe von außen glauben:
878 fixed für Swasiland – Radfahrer leisten Entwicklungshilfe | Der Neue Wiesentbote
Ich kann nur sagen, wir haben in Europa den 100jährigen Krieg, den 30jährigen Krieg, 2 Weltkriege, diverse Kleinkriege sowie einige Revolutionen hinter uns bringen müssen, ehe die Demokratie bei uns Einzug hielt. Die Erfahrung muss Afrika eben auch noch machen. Klingt sicherlich zynisch, aber Entwicklung hin zu demokratischen Strukturen kommt ohne blutige Selbstreinigungsprozese nicht aus. Alles andere zu glauben, wäre naiv.
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