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Suzuki Swift: Neue Technik, altes Gewand
Aussehen zählt in der Autowelt - manche Hersteller versuchen deshalb, der Kundschaft veraltete Technik modernen Blechgewand unterzujubeln. Japans Kleinwagenspezialist Suzuki macht es genau umgekehrt: Das Modell Swift wurde komplett neu entwickelt, sieht aber aus wie das alte.
http://www.spiegel.de/auto/fahrberic...702316,00.html
- #1 25.06.2010 10:58 von einszweidrei
Mein Suzuki Swift 1.3 Bj 2005
Ich fahre einen Suzuki Swift 1.3 Comfort, Baujahr 2005. Da ich bei allen möglichen Gelegenheiten das Auto stehen lasse und nur die nötigsten Wege damit unternehme, hat das Auto erst gut 20.000 km auf der Uhr. Es parkt kühl und trocken in einer Tiefgarage.
Fünf Rückrufe hat es bislang gegeben, darunter wegen der Handbremse und der Kupplung. Ich selbst bin einmal im Berufsverkehrsstau liegengeblieben, weil der Hydraulikschlauch der Kupplung abgesprungen war (km-Stand 5.000). Die Handbremse war anfangs so schwach, dass ich sie nicht benutzen konnte - erst nach einer Rückrufaktion packt sie nun zufriedenstellend.
Das Getriebe kratzt in den ersten drei Gängen leicht beim Gangwechsel. Beim Losfahren im ersten Gang heult das Getriebe (leise aber hörbar) wie in einem Elektroauto. Der Swift 1.3 ist sehr durchzugsschwach, seine 92 PS glaubt man ihm erst, wenn man ihn ausquetscht. Problematisch ist dies auf der Autobahn bei Steigungen - wenn man nämlich vom 5. in den 4. Gang schalten will und das Getriebe kräftig hakelt.
Dazu ist der erste Gang so lang übersetzt, dass man im Stop-and-Go ständig hoppelt und ruckelt (Bonanza-Effekt). Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, meine Partnerin verflucht aber die schlechte Langsamfahr-Fähigkeit des Swift.
Der Motor ist an sich gut. Er dreht willig hoch, verbraucht relativ wenig und weist quasi keinen Ölverbrauch auf. Außerdem ist er kettengesteuert, es kann also keine Zahnriemenprobleme geben.
Der Fahrersitz knackt manchmal, die Werkstatt findet angeblich keine Ursache. Die Beifahrersitzschiene ist jetzt schon altersschwach und greift manchmal beim Verstellen nicht.
Bei 10.000 km riss mir die Frontscheibe, nachdem ich den Wagen rund 5 Stunden in praller Sonne geparkt hatte. Den Schaden musste ich selbst zahlen, da ich nicht nachweisen konnte, dass der Riss durch Verspannungen entstanden war.
Insgesamt wirkt das Auto eher durchschnittlich verarbeitet. Es funktioniert, mehr aber auch nicht.
Man merkt einfach, dass dieses Auto in Ungarn gebaut wird. Deutsche oder japanische Präzisionsarbeit kann man beim Suzuki Swift nicht erwarten. Ich würde mir keinen Suzuki mehr kaufen.
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