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Südkoreas Vereinigungsplan: "Niemand will den Norden einfach schlucken"

AFPErlebt auch Korea irgendwann seine Wiedervereinigung? Im Süden glaubt man fest daran - und fängt schon an zu sparen, um die gewaltigen Kosten zu bewältigen. Der zuständige Minister, Yu Woo Ik, erklärt im Interview, was er von Kim Jong Un hält und was sein Land von Deutschland lernen kann.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...820295,00.html
  1. #1

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erlebt auch Korea irgendwann seine Wiedervereinigung? Im Süden glaubt man fest daran - und fängt schon an zu sparen, um die gewaltigen Kosten zu bewältigen. Der zuständige Minister, Yu Woo Ik, erklärt im Interview, was er von Kim Jong Un hält und was sein Land von Deutschland lernen kann.

    Südkoreas Vereinigungsplan: "Niemand will den Norden einfach schlucken" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Der Vergleich war vielleicht nicht der Beste.

    Die ehemalige DDR wurde so gut wie voll von
    der damaligen BRD geschluckt, man hatte einfach
    das westdeutsche System über das ostdeutsche
    gestülpt.
  2. #2

    Die Frage ist viel mehr was macht man mit den weit ueber einer Million indoktrinierter und fanatischen Politkadern, Soldaten und sonstigen 'Sicherheitskraeften'?

    Oder besser werden diese eine halbwegs friedliche und geordnete Wiedervereinigung ueberhaupt zulassen?

    Wohl kaum!

    Fuer viele Ostdeutsche war der Erstkontakt mit dem Westen schon ein Kulturschock ;
    wie werden dann wohl erst hungernde Menschen reagieren die in der Schule Schiefertafeln zum schreiben nutzen, wenn diese an jeder Ecke fette Kinder mit IPhones spielen sehen?

    Sollten "Westler"/Touristen in naher Zukunft sich frei in Nordkorea bewegen koennen, dann wird es wohl zu einer Art Freakshow Disneyland entwickeln; das wird jeder sehen wollen.
    Aber NEIN natuerlich nicht; bei Verkehrsunfaellen gafft ja schliesslich auch keiner ...

    Ich glaube Nordkorea muss noch lange in seiner gewachsenen 'Blase' bleiben und sich darin Schritt fuer Schritt mit Hilfe Suedkoreas modernisieren und die Gesellschaftlich an den Westen heran wachsen und erst dann sehr sehr wohldosiert oeffnen ...
  3. #3

    Zitat von Chlodwich Beitrag anzeigen
    Die ehemalige DDR wurde so gut wie voll von
    der damaligen BRD geschluckt, man hatte einfach
    das westdeutsche System über das ostdeutsche
    gestülpt.
    Das funktionierte, weil ein ganzes Land aufgegeben und die ganze Bevölkerung überwiegend gefordert hatte: "Auch wir wollen jetzt Westler sein!".

    Der gemeine Nordkoreaner hat mangels Informationen keine Vorstellung, was der Süden ist und wie es dort aussieht. Viele denken eher daran, dass es eine vom Kapitalismus geknechtete Gesellschaft sei, vor deren Schicksal sie von ihrer weisen und umsichtigen Führung bisher gerettet wurden. Ein Gedanke: "Golf statt Trabi", gibt es also im vergleichbaren Sinne nicht.

    Der Reichtum Südkoreas würde die Nordkoreaner quasi erschlagen. Dann würde aber auch eine Rückbesinnung auf "nordkoreanische Werte" folgen, weil viele Nordkoreaner von der Welt des Südens überfordert wären. Das wäre die Stunde der Arbeiterpartei Nordkoreas, die im gemeinsamen Korea die größte Partei stellen würde.
  4. #4

    Zeigen sie mir ein einziges Land auf der Welt...

    [QUOTE}
    Ich glaube Nordkorea muss noch lange in seiner gewachsenen 'Blase' bleiben und sich darin Schritt fuer Schritt mit Hilfe Suedkoreas modernisieren und die Gesellschaftlich an den Westen heran wachsen und erst dann sehr sehr wohldosiert oeffnen ...[/QUOTE]

    ... wo so etwas funktioniert hat. Ohne dass ein viel größerer Bruder mit Billionen dahinter stand.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erlebt auch Korea irgendwann seine Wiedervereinigung? Im Süden glaubt man fest daran - und fängt schon an zu sparen, um die gewaltigen Kosten zu bewältigen. Der zuständige Minister, Yu Woo Ik, erklärt im Interview, was er von Kim Jong Un hält und was sein Land von Deutschland lernen kann.

    Südkoreas Vereinigungsplan: "Niemand will den Norden einfach schlucken" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wenn die Koreaner wirklich von (bzw. aus) Deutschland lernen wollen, dann sollten sie bei einer Wiedervereinung eine neue Verfassung verabschieden und den Abzug der letzten Besatzertruppen einleiten.
  6. #6

    ...

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Das funktionierte, weil ein ganzes Land aufgegeben und die ganze Bevölkerung überwiegend gefordert hatte: "Auch wir wollen jetzt Westler sein!".
    Da stimme ich zu.
    Ganz fair war das aber nicht, da den Ostlern ja nie
    alternatives System wie z.B. eine schweizer
    Direktdemokratie angeboten wurde.
    Kohl hatte sozusagen alle über den Löffel
    balbiert.

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Der gemeine Nordkoreaner hat mangels Informationen keine Vorstellung, was der Süden ist und wie es dort aussieht. Viele denken eher daran, dass es eine vom Kapitalismus geknechtete Gesellschaft sei, vor deren Schicksal sie von ihrer weisen und umsichtigen Führung bisher gerettet wurden. Ein Gedanke: "Golf statt Trabi", gibt es also im vergleichbaren Sinne nicht.

    Der Reichtum Südkoreas würde die Nordkoreaner quasi erschlagen. Dann würde aber auch eine Rückbesinnung auf "nordkoreanische Werte" folgen, weil viele Nordkoreaner von der Welt des Südens überfordert wären. Das wäre die Stunde der Arbeiterpartei Nordkoreas, die im gemeinsamen Korea die größte Partei stellen würde.
    Ganz sicher wär ich mir da nicht, es kann auch ganz
    anders kommen. Und zum jetzigen Zeitpunkt ist m.E.
    an sowas noch gar nicht zu denken.
  7. #7

    ...

    Zitat von freiheitsk Beitrag anzeigen
    Wenn die Koreaner wirklich von (bzw. aus) Deutschland lernen wollen, dann sollten sie bei einer Wiedervereinung eine neue Verfassung verabschieden und den Abzug der letzten Besatzertruppen einleiten.
    Auf jeden Fall, aber sollten sie das tatsächlich so machen
    wie sie vorschlagen, hätten wohl eher wir einigen
    nachzuholenden Lernbedarf.
  8. #8

    Alternativlos!

    Welche Alternative hatte die DDR denn seinerzeit gehabt? Die Kommunisten hatten das Land total heruntergewirtschaftet. Ohne weiß-der-Geier-wie-viele Milliarden D-Mark wäre die DDR schneller pleite gegangen als Griechenland.

    Genau so wird das auch in NK ablaufen. Wenn die so weiter machen wie bisher ist irgendwann auch deren Substanz restlos aufgezehrt und dann bricht alles zusammen.
  9. #9

    Eine Koreanische Wiedervereinigung...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erlebt auch Korea irgendwann seine Wiedervereinigung? Im Süden glaubt man fest daran - und fängt schon an zu sparen, um die gewaltigen Kosten zu bewältigen. Der zuständige Minister, Yu Woo Ik, erklärt im Interview, was er von Kim Jong Un hält und was sein Land von Deutschland lernen kann.

    Südkoreas Vereinigungsplan: "Niemand will den Norden einfach schlucken" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ...kann nur durch das Implodieren des Tyrannenstaates im Norden möglich werden. Und so lange China den Nordkoreanischen Erbkommunismus protegiert, ist auch keine dortige Implosion zu erwarten.

    So wenig wie Assad seine Macht in Syrien freiwillig abgeben wird, so wenig wird die Militärdiktatorenclique in Pjöngyang abtreten wollen.

    Denn anders als Honnecker, Krenz & Co., die nur wenige Monate eingesperrt wurden, würden ihre Koreanischen Brüder im Geiste am Galgen baumeln.


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