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Süddeutschland: Falscher Lehrer unterrichtete jahrelang Gymnasiasten

dapdEr hatte weder Abi noch einen Hochschulabschluss, wollte aber Lehrer werden. Also frisierte ein heute 43-Jähriger seinen Lebenslauf und unterrichtete jahrelang an Gymnasien in Süddeutschland. Seine Eltern hätten ihn unter Druck gesetzt, sagte er später. Jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...829700,00.html
  1. #30

    Zitat von dimetrodon109 Beitrag anzeigen
    ..doch mal spannend zu lesen wie das raus gekommen ist? War er so beliebt bei den Schülern das die "lieben" Kollegen intensiv nach etwas gesucht haben um den "netten" Kollegen los zuwerden?
    Klar, so etwas würde in einem Kollegium niemals passieren lach.
    Steht im Artikel (wenn man bereit ist mehr zu lesen als die Überschrift):

    "Seine Leistungen in der Schule waren nicht mit seinen Zeugnissen in Einklang zu bringen"
    Wie das "Pfälzer Tageblatt" berichtet, soll er im Unterricht mehrfach gepatzt und sich bei Vorträgen verhaspelt haben. Schüler sollen sogar den Sportunterricht an anderen Schulen besucht haben, um sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Immerhin soll er gute Noten gegeben und auch gern gefeiert haben, berichteten Schüler der Zeitung. "Der nimmt's nicht so ernst", sagten sie.
    Das blieb auch dem Schulleiter Neumann nicht verborgen. Und ihm gefiel nicht, was er von Schülern und Kollegen hörte, auch nicht die Klassenarbeiten und Abiturprüfungen, die der Lehrer stellte.
  2. #31

    Als Lehrer geht es da wie dem falschen Amtsarzt der Psychatrie in Sachsen vor einigen Jahren: Mit genug Chupze kann man sich durchmogeln.
    Als Lehrer muss ich aber sagen, dass gerade in Biologie, einer umfangreichen Naturwissenschaft, der Wissensmangel auffallen dürfte.
    Irgendwann kommt auch mal ein begabter Schüler, der dann schnell merkt, dass hier etwas n icht stimmt.

    Warum es trotzdem nicht schneller aufflog?

    -Lehrer sind Einzelkämpfer
    -wenn man sich im Vorbereitungsraum "verbarrikadiert", braucht man seine Kollegen nur bei Dienstberatungen sehen
    -gegenseitige Kontrolle wäre wie bei Ärzten unmöglich: Korpsdenken und Hackordnung!
    -Lehrer verbieten auch Schülern, schlecht über (miese) Kollegen zu reden: Der Ärger könnte sonst unangenehm werden!
  3. #32

    Re: Interessant

    Zitat von Klartext007 Beitrag anzeigen
    Dass jahrelang einer ohne Befähigung "erfolgreich" unbemerkt unterrichten kann, spricht doch Bände!
    Wieso, er ist doch aufgeflogen, und zwar nicht durch einen dummen Zufall, sondern duch schlechte Leistung.

    Er hat nicht hoch genug gepokert, sonst wär er allenfalls durch Zufall aufgeflogen. So wie jender legendäre Briefträger Postel (Dr. Dr. Bartholdy). Der hat es obendrein geschafft, so prominent zu werden, dass er hinterher noch Bücher schreiben und verticken konnte.
  4. #33

    ???

    Zitat von wilam Beitrag anzeigen
    Ohne Papier gut unterrichten geht nicht; aber mit Papier schlecht unterrichten wäre gegangen! toll
    Gut unterrichtet?
    Im Artikel steht doch, dass er keinen guten Eindruck hinterlassen hat. Eben dieser schlechte Eindruck war doch Anlass zu weiteren Recherchen.
  5. #34

    Die Folgen...

    Zitat von TLR9 Beitrag anzeigen
    Indirekt ist aber ersichtlich, dass aufgrund des Lehrermangels in manchen Bundesländern auch Nieten jahrelang geduldet werden.
    Ja, leider. Und die Folge?
    Die anderen Lehrer müssen dies ausbaden. Weil man den "Nieten" z.B. keine Abiturkurse und -korrekturen und keine Klassleitung zutraut. Folglich wird die verbleibende Arbeit auf weniger Schultern verteilt.
  6. #35

    Na dann,...

    Zitat von dimetrodon109 Beitrag anzeigen
    ist doch klar: man kann es oder auch nicht, Unterrichten und Wissen vermitteln kann man nicht lernen.
    Wer braucht da eigentlich noch die Studienseminare ?
    schaffen doch einfach sämtliche Ausbildungen ab.
    Jura z.B.
    Verteidigen und urteilen kann ja wohl jeder.
    Medizin z.B.
    Blutdruckmessen kann doch auch jeder.
    Banker z.B.
    Zocken und Wetten kann doch auch jeder.
  7. #36

    Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Lehrer auch keine richtigen sind. Die Unterschiede sind mir schon als 10jähriger aufgefallen. Ich glaube, dass das ganze Schulsystem krank und korrupt ist.
  8. #37

    Immerhin soll er gute Noten gegeben und auch gern gefeiert haben, berichteten Schüler der Zeitung. "Der nimmt's nicht so ernst", sagten sie.
    Also wenn's danach geht, dann waren die meisten meiner Lehrer "falsche Lehrer"...
  9. #38

    Ganz genau

    Zitat von namachschon Beitrag anzeigen
    Ohne diesen Betrug gutzuheißen, aber wenn der in den Knast kommt, dann sollte diese Staatanwaltschaft sich den Freiherrn.... noch mal vorzunehmen.
    Auch hier wieder der Beweis, daß die Justiz auf einem Auge blind ist. Denn sonst wären einige Bonner/Berliner "Größen" wegen Betrug, Urkundenfälschung, etc. im Gefängnis gelandet....
    Ganz genau, zu Guttenberg hat schließlich ebenfalls eine Qualifikation vorgetäuscht, die er nicht hatte. Und hat vermutlich deutlich mehr kassiert als der Lehrer. Ich persönlich sehe da keinen wichtigen Unterschied.

    Da ist schon ein 2-Klassen-Recht, dass bei so einem kleinen Fisch ohne Zögern von "Gefängnis" gesprochen wird, das Verfahren gegen den Hochstapler zu Guttenberg jedoch grosszügig eingestellt wurde.

    Ohne das von Seiten des Staates die Unrechtmäßigkeit dieses Betrugs benannt wurde.
  10. #39

    Sie wissen ...

    Zitat von Klartext007 Beitrag anzeigen
    Aber wenn ich mir manchen Lehrer meiner Kinder anschaue, bin ich mir nicht sicher, ob, wie und warum überhaupt diese Berufswahl ergriffen wurde.
    Bildungsforscher über Lehrer - Sie wissen, dass sie inkompetent sind - Karriere - sueddeutsche.de

    Berufswahl - Zum Lehrer nicht geeignet - Karriere - sueddeutsche.de


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