Ich hab mich schon immer gefragt, warum eigentlich so strikt davon ausgegangen wird, dass Leben im Universum nur auf die eine uns bekannte Art existieren könne.
Sind wir allein im All? Die Wissenschaft fahndet vor allem nach außerirdischen Wesen, die Erdbewohnern ähneln. Dabei wäre Leben laut neuen Forschungsergebnissen auch in Schwefelsäure oder einer Kohlewasserstoff-Suppe denkbar - etwa in der Atmosphäre des Planeten Venus.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...649857,00.html
Ich hab mich schon immer gefragt, warum eigentlich so strikt davon ausgegangen wird, dass Leben im Universum nur auf die eine uns bekannte Art existieren könne.
Ich gehe fest davon aus, dass es irgendwo im unendlichen Universum nochmal zur Entstehung von Leben gekommen ist. Vermutlich auch zu komplexeren Lebensformen.
Genauso fest gehe ich aber auch davon aus, dass wir Menschen das niemals erfahren werden, da solch mikroskopisch kleine biologische Prozesse in den Weiten des Alls keinerlei Bedeutung haben. Die Menschheit wird früher oder später aussterben. Das Universum wird gar nicht bemerken, dass wir da waren.
Um aber mal zu spekulieren: Lebensformen auf der Erde sehen so aus wie sie aussehen, weil sie sich den Bedingngen auf der Erde angepasst haben. Wenn also das außerirdische Leben nicht zufällig auf einer zweiten Erde entstanden ist, dürfte es sich drastisch anders entwickelt haben.
Die Forschungsergebnisse wonach Leben in der Atmosphäre der Venus exitieren könnte sind alles andere als neu und stammen aus dem Jahr 2002:Dabei wäre Leben laut neuen Forschungsergebnissen auch in Schwefelsäure oder einer Kohlewasserstoff-Suppe denkbar - etwa in der Atmosphäre des Planeten Venus.
http://www.astris.de/news/186.html
Also, erst einmal ist es beruhigend, dass wir für solche, eventuell aggressiven Schwefel-Ammoniak-Kohlenwasserstoff-Wesen schon mal uninteressant als KolonisierungsNachtisch sind. Die fänden frische Alpenluft und klare Bergbäche richtig stinkig.
Was unsere Sauerstoff-Brille, durch die wir anscheinend zu sehr gucken, betrifft: Wir untersuchen ja schon seit einer Weile Venus und Titan. Sollte es dort sauerstofffeindliche, wundersame Wesen geben, dann werden wir sie trotzdem entdecken und danach in einem entsprechenden "Aquarium" zur Schau stellen. Im schlimmsten Falle packen wir sie in den Distrikt Nummer 9 nach Johannesburg.
Gerade in Radio Venus gehört: Wie die Wissenschaftler der Venus festgestellt haben, könnte sich im Universum auch Leben in einer Atmosphäre des hochgiftigen Sauerstoffs gebildet haben. Wie weiter verlautbart wurde, ist nach neuesten Erkenntnissen sogar Leben auf dem bislang als äußerst lebensfeindlich geltenden Nachbarplaneten Erde möglich.
Der einzige Faktor, der noch gegen diese Annahme sprechen könnte, ist die Existenz des außergewöhnlich großen Erdenmondes, der die Psyche derartiger Lebewesen zu sehr belasten dürfte. Allerdings muss nicht unbedingt von intelligentem Leben ausgegangen werden.
Diese Vorurteile und Lügen verbreiten die Venusianer schon seit Ewigkeiten. Ein Grund, warum die intersiriutive Allianz sich dort nicht mehr engagiert. Um Relationen zu verbildlichen, hier noch eine kleine Demonstration, die nur auf die Offensichtlichkeiten hinweist.
unsere menschliche geozentrische, chemisch(Kohlenstoff)-biologische Weltsicht...
Unsere Raum-Zeit-Skala sollte ja auch nicht das Bewertungskriterium sein.
Könnte man sich nicht auch "Leben" auf nuklearer Basis vorstellen? Sozusagen schon kurz nach dem "Urknall". Wenn man sich eine logarithmische Zeitskala vorstellt kann da ja auch schon Leben existiert haben. Nach unserer linearen Zeitskala hat das halt nur Sekundenbruchteile gedauert.
Man soll ja nicht von unserer menschlich gewohnten Umwelt gefangen sein.
Vielleicht gibt es ja auch Leben auf galaktischer Basis. Zeitskala dann sind dann Millionen von Jahren.
Ich weiss, das klingt jetzt etwas esoterisch...
Ich verstehe nicht, warum so etwas plötzlich als neu diskutiert wird, oder als großer Forschungsdurchbruch gewertet wird.
Science-Fiction-Autoren wie z.B. Stanislav Lem oder Isaac Asimov (auch Bradbury, Silverberg u.v.m.) haben zum Teil schon vor 30 Jahren über exotische Lebensformen spekuliert, und zwar durchaus sehr fundiert und auf neuestem Stand der Technik und Wissenschaft.
Erst letzte Jahr habe ich 'nen Artikel gelesen, wo es um Lebensformen auf Silikonbasis, also quasi aus Sand, ging.
Es ist eigentlich ganz simpel. Man brauch sich nur im Periodensystem angucken, welche Elemente für irdische Lebensformen die richtigen Reagenzien sind für unseren Druck und unsere Umwelt. Aus welchen Elementen bestehen wir, welche benutzen wir zur Oxidation und Energiegewinnung, welche als Lösungsmittel.
Das Ganze kann man im Periodensystem dann quasi "transponieren", also so übersetzen, dass Schwefel dann der Oxidant ist. Daraus folgt dann auch, aus welchen Elementen die Wesen hauptsächlich bestehen müssten, und welche Drücke und Verhältnisse sie benötigen würden.
Also so wie es im Artikel steht schon sehr richtig und schlau.
Aber andere haben das schon vor Jahrzenten durchgedacht.
Vielleicht sollte "Science" öfter mal "Fiction" lesen.
live long and prosper