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Subventionspolitik: Bundesländer kritisieren teuren Biogasboom

Die Förderung der Biogas-Produktion wächst den Bundesländern über den Kopf: Fast 6000 Anlagen verarbeiten Unmengen Mais, dessen*Anbau andere Lebensmittel verdrängt und die Umwelt belastet. Niedersachsen will nun eine Reform der Subventionspolitik.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...734146,00.html
  1. #40

    ...

    Zitat von luckyfrank Beitrag anzeigen
    Ich meine im Text gelesen zu haben, dass Umweltschuetzer die Praxis kritisieren.
    Umweltschützer sind Menschen die glauben man könne den Kuchen essen und behalten.
  2. #41

    ...

    Zitat von Durchblicker Beitrag anzeigen
    ...wie man an ihrem Beitrag unschwer erkennen kann. Rechnen sie mal die Subventionen für Kohle und Kernenergie gegen die von EE auf, dann werden sie bemerken, daß die Förderung letzterer im Vergleich dazu gegen Null tendiert.
    Kernenergie wird überhaupt nicht subventioniert.

    Und die Steinkohlesubventionen waren und sich ebenfalls Schwachsinn, da hatte man einfach die poitische Wahl entweder einer ganzen Region Sozialhilfe oder die Jobs zu bezahlen.
  3. #42

    "Bundesländer kritisieren teuren Biogasboom"

    So tun sie das??? Und: "Da die mittlerweile fast 6000 Biogasanlagen in Deutschland zu fast 90 Prozent mit Mais betrieben werden, sind in der Landwirtschaft große Monokulturen entstanden mit fragwürdigen ökonomischen und ökologischen Folgen."

    Nein, wirklich? Von was für Deppen werden wir eigentlich regiert?

    Diese Folgen haben Leute wie ich und andere Umweltfuzzis schon vor Jahren vorausgesagt! Was ist passiert? Wie im Falle der Fotovoltaik: NICHTS!!!

    "Fragwürdige ökonomische und ökologische Folgen", nein das hätte doch niemand gedacht!

    Die Ministerialbeamten verdienen sich doof und dämlich und sind zu blöde die Folgen eines Gesetzes zu übersehen!

    Sofortiger Schluss mit diesen Subventionen und das gleiche bitte auch bei der unsäglichen Förderung der Photovoltaik!!

    Sofort!!!!

    Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln...!
  4. #43

    Neid-Debatte?

    Zitat von anin Beitrag anzeigen
    Das hat schon die Künast während ihrer Tätigkeit als Agrarministerin erkannt:

    "Nimm die Bauern mit ins Boot (bzw. lass sie mitverdienen), dann klappt es auch mit der Energiewende".

    Man möge sich einmal ausrechnen, mit wieviel Geld die Steuerzahler und Stromverbraucher einen "einfachen Bauern" mit 100 ha Maisfelder, 5 große Windkraftanlagen und 50% Solarzellenbedeckung der Scheunen subventionieren.
    Kein Mensch zwingt sie da nicht mit zu machen! Bauern investieren Millionen in Biogasanlagen und Solar, also haben sie auch eine Rendite verdient!
    Kaufen Sie Land, bauen sie eine Biogasanlage und machen sie mit statt eine Neid-Debatte loszutreten
  5. #44

    Mais?

    Zitat von Koltschak Beitrag anzeigen
    So tun sie das??? Und: "Da die mittlerweile fast 6000 Biogasanlagen in Deutschland zu fast 90 Prozent mit Mais betrieben werden, sind in der Landwirtschaft große Monokulturen entstanden mit fragwürdigen ökonomischen und ökologischen Folgen."
    sicherlich haben sie Belege für die Behauptung 90% Mais?!

    Biogas-Anlagen an sich sind kein Problem. In vielen Regionen passen Biogas-Anlagen sehr gut! Die Probleme die es gibt kommen aus den zwei bis drei Intensivregionen im Nordwesten und Bayern!
    Seltsamerweise hat sich kein Mensch beschwert dass wir den Rapsanbau in Deutschland (für Biosprit) enorm ausgedehnt haben. Warum? Weil der Raps so schön gelb blüht!?!? Der Raps ist eine Intensivkultur die mit einem hohen Herbiztid, Fungizid und v.a. Insektizid aufwand angebaut wird. Im Mais werden lediglich Herbizide eingesetzt!
  6. #45

    Doch.

    [QUOTE=M. Michaelis;6781866]Kernenergie wird überhaupt nicht subventioniert.

    QUOTE]

    Laut Greenpeace nur läppische 304 Milliarden € seit 1950. Sie haben andere Quellen? Würde mich auch interessieren - aber behaupten kann ja jeder.
  7. #46

    100.000 pro Kopf

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Kernenergie wird überhaupt nicht subventioniert.

    Und die Steinkohlesubventionen waren und sich ebenfalls Schwachsinn, da hatte man einfach die poitische Wahl entweder einer ganzen Region Sozialhilfe oder die Jobs zu bezahlen.
    Dividierenm Sie mal die Subventionen durch die Anzahl der Beschäftigeten. Sie hätten jeden Kumpel mit 100.000 Euro pro Jahr nach Hause schicken können, und dann noch 400.000 verdient. Sie haben also völlig Recht.
  8. #47

    Wir haben keine Alternative zu einer CO2 freien Zukunft.

    Das Märchen von der Verdrängung von Lebensmittelproduktion durch Biogas ist angesichts von über 50 Milliarden EURO per anno EU- Subvention für die EU Landwirtschaft ein zynischer Witz. Mit diesen Milliarden fördert die EU jedes Jahr unter anderem den Export von landwirtschaftlichen Überschüssen in Entwicklung- und Schwellenländer, wodurch dort die Entstehung von autonomen Strukturen für die Lebensmittelproduktion verunmöglicht wird. Die EU ist jedes Jahr mitverantwortlich für Hunger und Elend in Entwicklungsländern in die unsere mit unseren Steuergeldern produzierte und dann runtersubventionierte Überproduktion entsorgt wird.
    Wenn anstelle dessen unsere hocheffiziente Landwirtschaft den Energiehunger unserer hoch entwickelten Volkswirtschaften autonom lindern hilft, wird dadurch allen geholfen, mit Ausnahme der Atom- und Kohlelobby, die an Biogas insbesondere nicht mag, das Biogas, sowie sonst nur Atom - und Kohle, stabile Grund- und Regelenergie liefern kann.
  9. #48

    Tank contra Teller

    Zitat von Wertewächter Beitrag anzeigen
    Das Märchen...
    Die Höhe von Subventionen gibt keinen Aufschluß über die Selbstversorgung von Lebensmitteln. Ein Hektar Brotweizen wird genauso hoch mit einer Prämie versehen wie ein Hektar Biogasmais. Subventionen werden nur zu kleinem Teil für Exporterstattungen verwendet(m.E:auch bei kleinen Mengen falsch, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Überschüsse gemessen an der Weltproduktion verschwindent gering sind ).
    Die (teilweise zu )hohen Versorgungsgrade in der EU beziehen sich aud Einzelprodukte ,insbesondere sogenannter Veredlungsprodukte . Die Herstellung dieser tierischen Produkte beruht auch auf Importen von Mais , Soja Weizen etc. Zudem sind wir es gewohnt, dass ein Teil unserer pflanzlichen Nahrung naturgemäß Importe sind (Kaffee, Bananen usw) . Auch wenn die EU klassische Handelsgüter wie Weizen exportiert, die gesamte Bodenproduktion der EU reicht nicht aus , bei den heutigen Verzehrsgewohnheiten das dicht besiedelte Europa autonom zu Versorgen. Die Fläche reicht, Importe und Exporte verrechnet, nur zu 75 % aus (Quelle : ZMB). Ein Viertel der Produktion basiert auf der Fläche ausserhalb,es muß (zumindest der Rohstoff) global eingekauft werden. Insbesondere bei den ertragsschwachen Eiweißträgern besteht enormer Importbedarf , da Europa keine heimischen Alternativen von der Qualität der Sojabohne hat. Bei der Verrechnung von Importen (Eiweißträgern ) und Exporten wie Weizen (sogenannten Energieträger) muß das sehr unterschiedliche Ertragsniveau berücksichtigt werden , um eine sorgfältige Flächenbilanz zu erhalten.

    Dies bedeutet , dass jeder Hektar Energiemais einen unmittelbaren Mehrbedarf auf dem Weltmarkt zur Folge hat. Die Weltmarktbilanz ist Aufgrund steigendes Bedarfs bei wachsender Weltbevölkerung sehr angespannt. Und die Erwartungen der FAO sind, dass Ertragssteigerungen deutlich unter dem Niveau des steigenden globalen Bedarfs liegen werden. Es droht auch ohne Katastrophen und Kriegen der Welt eine deutliche Zunahme von Hunger.

    Gleichzeitig sind die Energiepreise mittlerweile so hoch, dass durch die Entwicklungen entsprechender Techniken eine unmittelbare Konkurenz von Energie und Nahrungsmittel zur Folge haben in den klassischen Lebensmittelexportländern (USA, Brasilien ), diese ihre Exporte also einschränken(9% des Mais werden in den USA bereits zu Ethanol vergoren ). In Deutschland wird die Situation zurzeit "künstlich " durch das EEG geschaffen, sowie durch den Kraftstoffbeimischungszwang. Die Situation der vom zitierten "Wertewächter) beschriebenen gedumpten Exporte sind bereits heute zu weiten Teilen Vergangenheit. Gute Ernten füllen bereits heute nicht mehr die Läger sondern werden durch hochgefahrene Ethanolverarbeitung verwertet (Die Ethanolverarbeitung von Mais in den USA oder Zuckerrohr in Südamerika wird je nach Marktsituation rauf oder runter gefahren). Das freut den Ackerbauern, da der Preis nach unten gefangen wird und verhindert folgenschwere "Geschänke" von Weizen an die dritte Welt , aber es löst nicht das Problem immer unzureichenderer Bedarfsdeckung. Die Weizenvorräte sind im Mittel dieses Jahrtausend immer weiter gesunken. 2007 führten Erwartungen einer nicht ausreichenden Bilanz zu unerschwinglichen Preisen für große Teile der Weltevölkerung.

    Ist die Welternährung nicht wichtiger als die Energieversorgung der reichen Länder ? Meines Erachtens kann die Energieproblematik nicht auf den Ackerflächen dieser Welt gelöst werden.
  10. #49

    Flächenkonkurrenz

    Erst mal vorweg: Ihr Beitrag ist sehr gut und im Großen und Ganzen kann ich Ihnen zustimmen!
    Allerdings noch ein paar Ergänzungen meinerseits:
    Zitat von karlobauer Beitrag anzeigen
    Dies bedeutet , dass jeder Hektar Energiemais einen unmittelbaren Mehrbedarf auf dem Weltmarkt zur Folge hat. Die Weltmarktbilanz ist Aufgrund steigendes Bedarfs bei wachsender Weltbevölkerung sehr angespannt. Und die Erwartungen der FAO sind, dass Ertragssteigerungen deutlich unter dem Niveau des steigenden globalen Bedarfs liegen werden. Es droht auch ohne Katastrophen und Kriegen der Welt eine deutliche Zunahme von Hunger.
    Diese Aussage (jeder Hektar Energiemais...) ist prinzipiell richtig. Allerdings sollte man in diesem Zusammenhang eine generelle Flächenverbrauch diskutieren. Jeder Hektar Bioanbau hat zur Folge dass die Erträge halbiert werden (= 2 Hektar Bio hat gleichen Effekt wie 1 Hektar Energiemais)
    Jeder Hektar ökologische Ausgleichsfläche hat zur Folge dass ein Hektar aus der Nahrungsmittelproduktion fällt. Usw. und so fort. Und dann kann man über "Wichtigkeiten" diskutieren. Denke dass Nahrtungsmittelversorgung und Energiebereitstellung weltweit wichtiger sind als sich "scheingesund" bio zu ernähren!

    Zum Thema steigender Weltbevölkerung und Hunger:
    Hunger gab es leider immer schon. Hauptursache dafür war meist nicht eine zu geringe Produktion sondern die Verteilproblematik (Politik)








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