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Stuttgarter OB-Kandidat Turner: Ein Mann, eine Marke

DPAIn der Werbebranche hat er fast alles erreicht - nun will Sebastian Turner in die Politik. Als parteiloser CDU-Bewerber hat er gute Chancen, im Herbst Stuttgarter Oberbürgermeister zu werden. Die Kandidatur ist ein spannendes Experiment: Lässt sich eine Wahl von vorne bis hinten durchplanen?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830944,00.html
  1. #1

    Slogans

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Werbebranche hat er fast alles erreicht - nun will Sebastian Turner in die Politik. Als parteiloser CDU-Bewerber hat er gute Chancen, im Herbst Stuttgarter Oberbürgermeister zu werden. Die Kandidatur ist ei
    Dieses Experiment läuft doch seit den allerersten Wahlen zum Bundestag. Seitdem prasselt die politische Werbekampagne der etablierten "Volks"parteien auf das Wahlvolk aus allen Medien ein. Man könnte sagen, anknüpfend an die Vorkriegszeit steht im Vordergrund der alte Slogan "Weiter so, Deutschland!" Wenns auch wieder mal dem Abgrund zu geht...
  2. #2

    Turner ist auch ein Mann der schnellen markigen Sprüche. So wollte er dem Feinstaub reduzieren (gemeint war wohl eher die zeitliche Konzentration im Berufsverkehr an der Messstation), indem alle zu unterschiedlichen Zeiten zur Arbeit fahren. Als OB wollte er sich als derjenige profilieren, der am schnellsten dafür sorgt, dass die Baustelle zu S21 wieder verschwindet - durch zügige Fertigstellung. Das würde ihm wohl eher gelingen, wenn er sich als OB von Pjöngjang bewerben könnte. Diesen Einfluss hat ein Stuttgarter OB nicht. Außerdem geht es nach dem Bahnhof auf den neu gewonnenen Gelände erst richtig los. So viele Wiederwahlen wird er kaum erreichen können, um das Ende der Baukräne noch in seiner Amtszeit erleben zu können.

    Auch hier wieder der Irrtum, dass das riesige Gelände durch Verbuddeln des Bahnhofs entsteht. Dem sind nur ca. 25 % der Gebietsgewinne zuzuordnen. Die meisten Gleisflächen stammen nicht von dem Kopfbahnhofgleisen, sondern von dem längst nicht mehr benutzen Rangier und Abstellbahnhof dahinter.

    Die "große Chance" mit Berlin zu vergleichen, ist gewagt. Als Werbefachmann ist das legitim (klappern gehört zum Handwerk), als Oberbürgermeister muss er sich das abgewöhnen. Da ist der Trend seitens der Bürger inzwischen eindeutig in Richtung vertrauenswürdiger Kandidaten.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Werbebranche hat er fast alles erreicht - nun will Sebastian Turner in die Politik. Als parteiloser CDU-Bewerber hat er gute Chancen, im Herbst Stuttgarter Oberbürgermeister zu werden.
    Übrigens, Herr Turner hat sich gleich nach seiner Nominierung durch die CDU auch bei den Piraten als Kandidat beworben.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Werbebranche hat er fast alles erreicht - nun will Sebastian Turner in die Politik. Als parteiloser CDU-Bewerber hat er gute Chancen, im Herbst Stuttgarter Oberbürgermeister zu werden. Die Kandidatur ist ei
    ich finds gut. durchgesetzt gegen den profi-politiker. das er was drauf hat, hat er ja nun mehrfach bewiesen. und ein michael bloomberg hat in NY ja auch ne ganze menge bewegen koennen (klar, andere liga, aber stuttgart ist ja auch nicht new york). ich nehm ihm auch ab, dass die leute/politik am herzen liegt, sonst haette er sich nicht von seiner sicher hoeher dotierteren stelle in die politik stuerzen wollen.

    gebt dem mann zeit, ein bisschen buergernah zu werden (mit buergern hat er ja wohl weniger zeit verbracht als mit business leuten), dann wird das was. kuhn braucht kein mensch. der will nur im schatten kretschmanns wieder etwas rampenlicht haben. schwaetzer halt ;-)

    gruss aus shanghai
    raphael
  5. #5

    Werbeprofi als Bürgermeister

    Toll, endlich mal ein Kandidat der einfach nur durch seine Kenntnisse der Werbepranche, den Weg zum Bürgermeister schaffen will.
    Sonstige Kenntnisse zu stadtspezifischen Themen und Problemen scheinen ihm nicht besonders wichtig zu sein. Dieser Eindruck entsteht jedenfalls, wenn man die Diskussionsrunden mit ihm gehört hat.
    Als Einwohner dieser Stadt, um die es in diesem OB Wahlkampf geht, möchte ich aber lieber einen Menschen mit Sachkenntnis zum Bürgermeister haben, als einen Schwarzenegger der Werbebranche. Super Werbesprüche bringen eine Stadt nicht weiter.
  6. #6

    Weniger Inhalt ist mehr

    Hallooooo, wo is das Programm? Ach so – brauchts nich - wichtig is nur die Hülle - schließlich ist der Herr Turner ein Werbeprofi
  7. #7

    Turners mit Abstand beste Werbeleistung

    Dass sich Sebastian Turner, der in der CDU besser vernetzt ist als noch OB Schuster, sich für den Stuttgarter Oberbürgermeisterposten als "parteiloser" Bewerber hinstellt, dass ist die mit Abstand beste Werbeleistung des Profis.

    Der und parteilos. Dann war Stalin ein Verfechter der Menschenrechte
  8. #8

    werbekampagne

    der mann macht einfach eine werbekampagne, was dahinter steckt ist absolut nicht zu erkennen. aber dank seiner unterstützung für stuttgart21, deutschlands teuerstes und dümmstes grossprokt - teuer und dümmer als der berliner flughafen, oder die hamburger elbphilharmonie und nach expertenmeinung absolut überflüssig, ist es ganz einfach. wer den wählt ist selber schuld wenn die schulen verrotten und die kinder keinen kindegartenplatz finden. das geld ist weg.
  9. #9

    obacht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    .. so wenig wie Stuttgart eine Weltmetropole ist..

    Warum sollte unser schönes Stuttgart eine Weltmetropole sein? Die Welt kommt sowieso zu uns, warum sich aufblasen? Kostet bloss und macht nichts besser. Wenn der Turner so gewitzt ist wie der Rommel und genauso erfolgreich bin ich schon zufrieden :-)


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