DPAPannenserie in Stuttgart: Schon wieder ist ein Intercity aus den Schienen gesprungen. Fernzüge von Süden nach Norden werden um den Hauptbahnhof herumgeleitet. Die Folgen für den Berufsverkehr sind bislang nicht abzusehen.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-860280.html
Die Garantie liegt darin, dass ab dem Stopp für S21 keine Umbauarbeiten am Hbf stattfinden wird. K21 war nur eine Nebelkerze und wird niemals realisiert werden, auch wegen der ähnlich hohen Kosten.
So hat man auch in München erlebt: wo ist die Express-S-Bahn zum Flughafen die vom Transrapid-Gegener eingebracht wurde?
Wenn man ohne S21, K21 und all die Fantasieprojekte nur den Bahnhof Generalüberholen möchte, werden auch Gleise und Teile der Bahnhofshalle gesperrt werden müssen, was zum ähnlichen Chaos führen dürfte. Der Chaos würde dann wochen- oder monatelang dauern.
Die Hoffnung von S21 ist, dass nach einigen Jahren ein neuer Bahnhof entstehen würde. Evtl. ist die Hoffnung unbegründet, aber das weiß man immer hinterher. Kostenexplosion gibt es bei jedem großen Vorhaben, z. B. bei der s. g. Energiewende.
Nein, nicht mit solchen engen Kurvenradien.
Nehmen Sie mal bei dem bestgeplanten, schiefen und unterirdischen Durchgangsbahnhof vier Gleise weg und sie werden den Unterschied erkennen. Das wäre dann die halbe Bahnhofskapazität.
Die Umbauarbeit für S21, wo das halbe Gleisvorfeld umgebaut wurde, haben gezeigt, dass der Hauptbahnhof einen Umbau im Gleisvorfeld relativ reibungslos verkraftet. Die Unfälle über die wir hier sprechen betreffen keine Umbauarbeiten sondern das fertige mangelhafte Produkt mangelhafter Planung. Ihre folgenden Befürchtungen sind daher grundlos.
Dann noch eine Frage:
Wieso denken Sie, dass "neu" gleichbedeutend mit "besser" wäre?
Es gäbe Strecke für eine Express-Bahn. Mit der wären Sie in unter 25 Minuten am Flughafen statt heute 40. Der RE vom München Hbf nach Freising braucht 23 Minuten. Wenn der nach Neufahrn zum Flughafen abböge wäre er statt in Neufahrn am Flughafen. Warum fährt also kein RE zum Flughafen, die Trasse wäre da.
...entschuldigen Sie die Einmischung, aber wenn Sie die Links gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, daß die Planungen abgeschlossen, die Realisierungsphase eingeleitet - und Einspruchsfristen somit verstrichen sind.
Hauptsache, man kann als kritiklos Fortschrittsgläubiger seine Vorurteile pflegen, nicht wahr?
Ach ja?
Zitat aus dem ersten Link:
"Weil der Freistaat auf die Untertunnelung einer vier Kilometer langen Neubaustrecke zwischen Zamdorf und Johanneskirchen verzichten will, drohen langwierige Klagen. "
Neues Gutachten zu Express-S-Bahn zum Flughafen - München - Aktuelles - tz-online.de
Also eher doch 4017...
Sicher ist das sinnvoll. Aber es gibt zig mögliche Varianten. Und die mit Abstand teuerste und steilste Variante zu wählen zeigt bestenfalls, daß Geld vergraben werden soll, möglichst schnell und rückstandslos.
Es geht um zehn bis fünfzehn Minuten, keineswegs eine Halbierung, absolut ausgeschlossen bei der kurzen Distanz, und das müßte bereits ein Grundschüler rechnerisch bewältigen können. Und 70 km/h muß auf der Geislinger Steige nur auf wenigen kurvenreichen Kilometern im oberen Bereich gefahren werden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten einer Verbesserung, insbesondere bei einem Gefälle, das alle Züge bewältigen können. Auch andere Streckenführungen bieten sich an, etwa entlang der Rems anstatt der Fils. Um Ulm herum etwa.
Gestern abend habe ich lauthals und etwas bitter gelacht. Früher gab es in der Wikipedia ein Längsprofil der Strecke mit Angabe der auf die Kilometrierung bezogenen Höhengradienten. Die Gefälle lagen seinerzeit – überprüfbar - zwischen 4,5 und 6,0 Prozent. Das neue Bildchen verzichtet auf alle Detailangaben und gibt nur noch Prozente an. Und die liegen mit einer Ausnahme (3,0%) alle unter 2,5 %. Da hat Gott höchstselbst in den Planungsprozeß eingegriffen. Wurde ja auch Zeit.