Die CDU will die Auseinandersetzung um "Stuttgart 21" zur Grundsatzfrage vor der Landtagswahl machen - nun werden Fakten geschaffen: Das brutale Vorgehen gegen Demonstranten zementiert die Fronten im Streit um das Bahnhofsprojekt endgültig. Und spaltet das Land noch tiefer.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...720579,00.html
Als Schlussfolgerung bleibt dem Volk doch nur die Wahl zwischen Teufel und Belzebub. Auf der einen Seite steht die Staatsmacht mit brutaler Gewalt. Auf der anderen Seite sind es Parteien, die sich im Grunde einig sind. Prototyp dafür ist der Afghanistaneinsatz, der hinter der Aufmüpfigkeit von Stuttgart21 an Bedeutung verliert. Was Merkel & Co. sehr recht ist. Dafür nehmen sie gerne einige andere Krawalle, wie die in Stuttgart, in Kauf, solange sie nur auf kommunaler Ebene stattfinden.
Letztlich kann das Volk wählen, wen immer es will. Die Parteien sind sich auf breiter Ebene einig. Fällt eine Partei aus dem Rahmen, dann wird sie entweder verboten, oder aber sie passt sich an. Das scheint mir schon jetzt bei den Linken der Fall zu sein, die anscheinend mehr und mehr von ihrem ursprünglichen Parteiprogramm abweichen.
Unsere Demokratie ist die Beste, denn eine bessere gibt es für uns Deutsche nicht. Wie sagte doch Theodor Fontane schon vor 150 Jahren:
Freiheit freilich. Aber zum Schlimmen
Führt der Masse sich selbst Bestimmen,
Und das Klügste, das Beste, Bequemste,
Das auch freien Seelen weitaus Genehmste
Heißt doch schließlich, ich hab's nicht Hehl:
Festes Gesetz und fester Befehl.