Stuttgart 21 hin oder her. Jeder hat seine Meinung zu dem Thema und schlussendlich hat die Mehrheit des Volkes sich für den Bahnhof entschieden und zwar mit 58,9 %. Das gesamte System wie man Erfolg in einer Volksabstimmung haben kann ist dennoch fragwürdig (s. 1/3 aller Wahlberechtigten muss für den Volksentscheid abstimmen).
Was ich jedoch persönlich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erlebt habe lässt bei mir jegliche Hoffnung auf einen vernünftigen Protest der sogenannten "Parkschützer" schwinden. Wenn die dortige Polizei mit Böllern beworfen wird aus den Zeltdörfern heraus, halte ich das für eine Frechheit. Die Sitzblockade ist friedlich abgelaufen, jedoch denke ich auch hier das es eine Ungeheuerlichkeit ist, wenn man bei Polizeidurchsagen "Dies ist eine verbotene Veranstaltung, bitte verlassen sie den Bereich in Richtung Innenstadt" mit Trillerpfeifen und Tröten entgegentritt.
Ich bin nach abwegen der Argumente für mich persönlich zu dem Schluss gekommen, dass ich leicht pro S21 bin. Dies habe ich in einem Gespräch mit einem Polizisten auch ausgedrückt und musste mir daraufhin Beschimpfungen der S21-Gegner gefallen lassen, die die abgesperrte Sitzblockade von Außen beobachtet haben. Dieses Beispiel lässt mich daran zweifeln, dass die einige Protestler nicht nur den geringsten Teil der Demokratie verstanden haben, mit welcher der Volksentscheid herbeigeführt wurde.
Sehr viele dieser Demonstranten, die in dem Schlossgarten leben tuen mir einfach nur Leid, denn dort sind einige Leute untergekommen, die nichts anderes haben bzw. nur um des Protestes Willen demonstrieren. Wenn man an den Zelten schon teilweise liest "Wer nicht kotzt säuft nicht am Limit" oder "Wenn ihr noch tiefer grabt erwacht der Balrog", dann kann ich diese Leute nicht für Ernst nehmen.
Abschließend möchte ich sagen, dass Demokratie gefordert, diese mit dem Volksentscheid durchgeführt wurde und diese nun auch akzeptiert werden sollte.



