Typisch! Das passiert mir regelmässig, leider ist man darauf angewiesen- Die Türöffnungsmechanik sollte man als intelligenter Zugführer eigentlich schon bedienen können...
Der Zug stand still, einige Türen ließen sich bereits öffnen - doch dann fuhr die Bahn noch einmal los: Drei Frauen sind in Hamburg aus einem rollenden Intercity gestürzt und verletzt worden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,849696,00.html
Typisch! Das passiert mir regelmässig, leider ist man darauf angewiesen- Die Türöffnungsmechanik sollte man als intelligenter Zugführer eigentlich schon bedienen können...
...da wundert mich das nicht. Wenn die Türen mal nach gefühlten 10 Minuten entriegelt werden, braucht man bei manchen Waggons aus den 60ern erhebliche Kraft um die Türen überhaupt auf zu bekommen. Und selbst die "neueren" Waggons stammen vermutlich aus den 70ern. Höchste Zeit, dass diese Zumutungen ins Museum kommen.
Bei mir wurden mal zwei Zugteile gekoppelt, dabei waren bei einem die Türen schon geöffnet, die Passagiere stiegen ein und aus. Es ist nur nichts passiert, weil sie sich in Acht nahmen.
es gibt Wagen mit einer automatischen Türfreigabe wenn die Geschwindigkeit unter 5km/h fällt (was vom Eisenbahnbundesamt abgenommen ist). Oder die zweite Möglichkeit ist die alleinige Türfreigabe durch den Triebfahrzeugführer. In beiden Fällen hätte der TF (Triebfahrzeugführer) aber stehenbleiben müssen, auch wenn er zu früh zum Stillstand kam. Wenn nun Wagen über das Bahnsteigende hinausgeragt hätten, wären das Zug und Bahnsteigpersonal gefragt gewesen um den Passagieren entweder über den Schotter behilflich zu sein oder diese durch den Zug bis zum Bahnsteig leiten müssen. Ein "Vorziehen" des Zuges hätte nur mit ordnungsgemäßem Schließen der Türen und Verriegeln stattfinden dürfen.
Btw die Bahn hat in den letzten Jahren viele Triebfahrzeugführer mit Crashkursen ausgebildet. Zeigt sich das in diesem Vorfall wiedermal?
Das stimmt allerdings!
Wundert mich auch, das gerade bei den Schwer fälligen Türen bis heute nichts geändert wurde.
Ich habe da ebenfalls - gut bisher nur ein mal - erlebt das eine ältere Dame sogar Probleme hatte, die Türen ohne Hilfe noch alleine aufzubekommen.
Stellt Sich die Frage was die alten und gebrechlichen Menschen machen sollen, wenn gerade mal keine anderen Mitreisenden da sind um die Tür für Sie zu öffnen... Weiterfahren? Notbremse? ...
Die (tatsächlich alle uralten) IC-Wagen haben keine ferngesteuerte Türfreigabe, nur eine pneumatische, von jeder Tür aus bedienbare zentrale Türschliessung. Jeder Wagen reagiert autark auf die aktuelle Geschwindigkeit.
Leider erlebt man es immer wieder, dass Reisende schon vor dem Stillstand des Zuges versuchen, die Türen zu öffnen. Allerdings gibt es im Falle der Notwendigkeit der Vorziehens nach erfolgtem Halt ein vorgeschreibenes Prozedere - Zug muss zunächst stehen bleiben, der Zugführer (nicht der Lokführer) macht eine Durchsage, dass niermand aussteigen darf, weil eine kurze Fahrt erforderlich ist, dann schliesst er zentral die Türen und erst dann darf der Lokführer vorziehen. Bei unübersichtilichen Bahnteigen wird hierzu der Zugführer mit seinen KollegInnen auf dem Bahnsteig eine Rangierfreigabe erteilen, nachdem er von allen KollegInnen ein Freigabe erhalten hat.
Ein Unsitte der Lokführer besonders in den Regionalbahnen mit den alten Nahverkehrswagen ist es, nach dem erfolgten Halt die Bremse zu lösen uns so durch die Pufferentspannung Wagen noch einmal kurz rollen zu lassen, oft mehr als 50cm. Dies ist ebenso gefährlich wie die Situation diese bedauerlichen Unfalls.
Was erwarten die Leute denn?
Die Bahn ist schon lange ein profit-orientiertes Unternehmen. Und die durchlaufen zur Zeit einen ganz normalen Prozess:
Zuerst wird der Profit gesteigert, indem man Personal abbaut. Dann wird an den Investitionen gespart - siehe ICE-Pannen.
Danach wird die Ausbildung der Mitarbeiter reduziert. Weitere Pannen und mangelnder Kundenservice sind die Folge.
Und dann werden noch die nicht profitablen Bereiche eingespart. Bei der Bahn nennt man das Streckenstilllegungen.
Gleichzeitig wird das ganze mit großen PR-Kampagnen überdeckt.
Irgendwann werden sie vielleicht merken, dass nur gute Mitarbeiter, guter Service und gute Leistungen tatsächlich die Profitabilität eines Unternehmens langfristig sichern.
Da die Bahn aber de facto kaum Konkurrenz hat, wird dieser Prozess noch eine Weile dauern.
Benutzerfreundlichkeit ist bei der Bahn eh ein Fremdwort.
Der Öffnungsmechanismus bei den älteren, sprich 80% der IC-Wagen ist schlicht und ergreifend eine Zumutung!
Griff hoch oder runter...
dabei umständlich gegen Tür und Türgriff nach hinten stemmen?!
Das könnte ein Theoretiker beim Schnüffeln der verstaubten Dienstvorschriften erfunden haben.
Wo ist der lustige Kommentar von vorhin? "Sie fallen regelmäßig aus dem IC - und Sie sind darauf angewiesen?". Ich habe so sehr gelacht wie selten nicht mehr. Warum löscht man sowas?