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Stundenlöhne: Buchhalter schlagen Bauingenieure, Zahnärzte toppen alle

DPAGinge es bei der Berufswahl nur um den späteren Stundenlohn, müssten alle Zahnmedizin studieren. Oder einen der Ausbildungsberufe ergreifen, die besonders gut bezahlt werden.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...824359,00.html
  1. #80

    Da ist sie wieder, die Lohnlüge

    und ich frage mich ernsthaft, ob man das Managermagazin noch lesen soll, da es wohl mehr dem Zeitgeist als sachlicher Untersuchung verhaftet ist. Lieber Herr Kaufmann folgender Satz ist sehr unscharf: "Die Übersicht verdeutlicht auch, wie extrem die Löhne teilweise bei Männern und Frauen auseinanderklaffen, die die selbe Ausbildung haben." Erstens können unterschiedliche Personen bestenfalls die gleiche Ausbildung haben, doch Ausbildung ist nicht nur der letzte Abschluss sondern die Summe aller Ausbildungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Anderfalls können Sie sich Lebensläufe und Personalabteilungen schenken. Dazu kommt etliches: Z.B. dass nicht wenige Zeitsoldaten später in die Industrie wechseln, also mit Hochschulabschluss und jahrelanger Führungsverantwortung punkten. Das mag bei Piloten und Pilotinnen schon mal gewisse Anfangsunterschiede im Gehalt begründen. Fakt ist auch, das Gehälter nach Stelle und nicht nach Qualifikation bezahlt werden. In Stellenausschreibungen wird neben der nötigen Qualifikation auch die notwendige Erfahrung festgelegt, die, so bedauerlich dies ist, etliche Frauen auf Grund von Ausfallzeiten oft nicht vorweisen können. Aber nehmen wir Anwälte und Zahnärzte. Es ist ein Unterschied, ob man Eigentümer einer Praxis ist oder angestellt. Also nichts mit gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Dies gilt auch für Ingenieurbüros, Systemhäuser usw.. Wer sind da meist die Eigentümer?
    In der Praxis als Produktmanager konnte ich mehrmals Consultants von hochrangigen Unternehmensberatungen beobachten, die in der Ausbildung alle weit besser als ich, oft Fähigkeiten und Fertigkeiten vermissen liessen, die nur beherrscht, wer von der Pike auf lernt. Eine bei vielen hochqualifizierten Frauen gerade im technischen Bereich nicht gerade häufige Eigenschaft. Daher eine mehr männliche Besetzung höher dotierter Stellen. Jetzt erklären sie mir mal bitte, warum eine 1er Unikanditatin BWL besser bezahlt werden soll, als ein BWL Fachschulabsolvent, der vielleicht alle Schweißtechniken auch praktisch beherrscht, vielleicht noch zusätzlich eine technischen Meister besitzt oder beides in Kombination. So sieht die Realität in Unternehmen aus und dies bedingt unterschiedliche Gehälter und damit Stundenlöhne. Dies hat absolut nichts mit dem Geschlecht zu tun! Die Frage nach weiblicher Anstrengungsbereitschaft kann ich als alleinerziehender Vater ebenfalls sehr gut ermessen, da mir erhebliche zusätzliche Nettomittel zufließen, für die ich rein rechnerisch mindestens 20% mehr arbeiten müßte. Aber warum denn, Lebensqualität, wird nach Leistungsaufwand fürs Einkommen gemessen und da sind Frauen wirklich mehr als gleichgestellt. Dies beweist nicht nur das frühere Ableben von Männern, sondern auch deren prozentuale höhere Frühinvalidität, Herzinfarkte usw. Hart erarbeitet quasi, aber einen Gendergap ist nicht erkennbar, selbst dann nicht, wenn man Länder vergleicht, denn Deutschland ist ein Industrieland und dort wird hauptsächlich Geld verdient und verteilt. Das Frauen in Form gleicher hoher Löhne partizipieren wird nur möglich sein, wenn Männer lernen zu gebären und ihren Anteil an Ausfallzeiten denen der Frauen angleichen.
  2. #81

    Sicher?

    Zitat von Meerkönig Beitrag anzeigen
    ...Wie dem auch sei: In Deutschland gibt es zur Zeit keinen Ingenieur, bzw. Techniker in entsprechender Position der unter 75.000,- Euro netto (ca. 110.000E. brutto) im Jahr überhaupt arbeiten würde. Darin ist enthalten: Grundeinkommen, Sonderzuwendungen, freie Privat-Verfügung des Dienst-PKWs. Altersversorgung für die Zeit nach 65.Die Einkommen dieser Personengruppe in der Automobilindustrie ist wesentlich höher. Diese Zahl stammt aus dem Jahr 2007!
    Hmm, ich arbeite in der Automobilindustrie, Bereich Engineering, aber irgendwie scheinen mir diese Zahlen dann doch zu hoch gegriffen.
    Sicher muss man unterscheiden zwischen OEM und Dienstleister, zwischen Süddeutschland und eher im Norden, zwischen Sachbearbeiter und Führungskräften, und wird es sicher Leute geben, die entsprechend viel bekommen. Realistisch ist aber für die meisten eher ein Bruttogehalt zwischen 45.000 und 70.000 (je nach Erfahrung bzw. nach ERA-Einstufung bei Daimlers z.B., und bei Dienstleistern, wann man eingestiegen ist, Boom oder Krise).
    Die betriebliche Zusatzrente ist eher nur bei OEMs üblich, der private Gebrauch von Dienstwagen (Dienstwagen generell) meist nur für mindestens Teamleiter vorgesehen (die das aber auch als geldwerten Vorteil versteuern müssen).
  3. #82

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Mein Lehrergehalt laut Gehaltszettel und abzüglich der PKV: 16,40 Euro Nettostundenlohn.

    Mein Lehrergehalt einschliesslich der zusätzlich geleisteten Arbeitsstunden und abzüglich der Kosten für die Arbeitsmaterialien: 11-12 Euro Nettostundenlohn.

    Papier, und insbesondere Papier, auf dem die Gehaltsabrechnung steht, ist sehr geduldig.
    Komisch, ich komme auf fast das Doppelte. Was mache ich falsch?
  4. #83

    Zitat von leoniwska Beitrag anzeigen
    also dann frag ich mich wie lange sie denn in der schule sind :o

    die meisten lehrer die ich kenne sind kürzer in der schule als ich und meine mitschüler.

    es kann sein das sie danach noch viel mit klausuren und ähnlichem beschäftigt sind, aber mein vater ist von 7 uhr morgens bis 7 uhr abends nicht zu hause, und muss häufig dann noch am wochenende zu hause arbeiten. und nein, wir sind nicht reich
    Woran ist Ihr Vater gescheitert? War er für den Lehrerberuf zu ehrlich oder zu dumm?
  5. #84

    Wie ist der Deutsche?

    Zitat von stesch Beitrag anzeigen
    Laut dieser Rechnung bekommt ein Lehrer bei 22 Tagen a 8 Stunden ein Gehalt von 2145,44 € ? Eine kurze Umfrage und Recherche im Internet zeigen, daß diese Rechnung nicht stimmen kann. Ich glaube auch nicht, daß gerade Lehrer eine überdurchschnittlich lange Ausbildungszeit (Abitur, Studium...) absolvieren müssen. Mal abgesehen davon, daß ein 8-Stunden-Tag deren Arbeitszeit sehr großzügig bemisst. Diese Studie zeigt vor allem den Wert von Selbstauskünften.
    Wie auch immer die Rechnung eines einzelnen Lehrers oder Nichtlehrers zu der Frage aussieht, die Bandbreite im Lehrerberuf ist riesig, und das nicht nur in Bezug auf die Besoldungstabelle, die zwischen verschiedenen studierten Lehrern eine Spanne von A11 bis A16 vorsieht, wobei A16 brutto mehr als das Eineinhalbfache von A11 ergibt, allerdings immer schön dasselbe Gehalt für Männlein und Weiblein. Nicht berücksichtigt die nichtstudierten Lehrer, und Angestellte, die brutto mehr und netto weniger in der Tasche haben als die verbeamteten Kollegen.
    Viel hängt auch von den unterrichteten Fächern ab, oder ob der Lehrer in der Volksschule fast alles unterrichtet, davon, wie oft neue Lehrpläne eingeführt werden, nicht zuletzt mit der Absicht, dass die Lehrer ihre alten Unterlagen wieder einmal ausmisten müssen. Die Schulsituation spielt eine Rolle, die Klassensituation, das persönliche Engagement, die individuelle Leistungsfähigkeit, die individuelle Ökonomie der Arbeitsweise. Es ist einfach unmöglich, alle Lehrer über einen Kamm zu scheren. Jede Pauschalaussage, die auf irgendjemanden zutreffen mag, diskriminiert die einen und spendet anderen unverdiente Anerkennung.
  6. #85

    Klempner

    Zitat von fiutare Beitrag anzeigen
    Ich finde den Stundenlohn für Mediziner, gemessen an dem Mist, den sie verzapfen und machen, viel zu hoch.
    Und hören Sie endlich auf mit diesem Quark von der menschlichen Verantwortung. Jeder Busfahrer hat mehr Verantwortung - und der kann sich nicht mit der Kunst .....
    Na, dann hoffe ich doch, dass Sie nie krank werden oder sonstwie von einem Fachidioten behandelt werden.
    Sargtischler arbeiten zwar nicht kostenlos, dafür gründlich und individuell - wenn man sie vor konkreter Inanspruchnahme instruiert!
  7. #86

    Mit Statistiken Begehrlichkeiten verhindern!

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Ich kenne IT-Experten (mehr als zehn Jahre Berufserfahrung, alle Zertifikate, ...), die deutschlandweit eingesetzt werden und bei deren Einsatz die Firma einen vierstelligen Tagessatz in Rechnung stellt, mit einem monatlichen Nettolohn von 2300 Euro.

    Was meinen Sie mit entsprechender Position?

    Ihre Gehaltsvorstellungen sind weltfremd. Unabhängig davon, dass echte Könner in den von Ihnen genannten Fächer dieses Gehalt wert wären und es verdienen sollten, zahlt das kaum einer.
    Entsprechende Position in der Automobilindustrie wäre ein Fertigungs-Planer, ein Produktentwickler, ein Sondermaschinenkonstrukteur , Werkzeugplaner usw. Im Mittelstand ein Produktmanager, Konstrukteur , Detailkonstrukteur, Fertigungsplaner ,Außendiensting. usw. Erkundigen sie sich doch bitte in der Automobilindustrie, im Schwermaschinenbau, im Werkzeugmaschinenbau in der Kraftwerkstechnik bei den technischen Überwachungsvereinen usw. Glauben sie mir, die im SPON-Bericht veröffentlichte Statistik dient nur dem von mir genannten Zweck. Kann ihnen allerdings nicht sagen, warum sich SPON vor diesen Karren spannen lässt.
  8. #87

    Zitat von antonwitt Beitrag anzeigen
    Na, dann hoffe ich doch, dass Sie nie krank werden oder sonstwie von einem Fachidioten behandelt werden.
    Sargtischler arbeiten zwar nicht kostenlos, dafür gründlich und individuell - wenn man sie vor konkreter Inanspruchnahme instruiert!
    Genau auf diesen Reflex habe ich gewartet: die Drohung mit der Unverzichtbarkeit und Einmaligkeit der ärztlichen Kunst.
    Guter Mann, natürlich war ich schon krank und natürlich haben mir Årzte auch schon "geholfen", in dem sie eine Diagnose gestellt haben, zum Messer gegriffen und den Schaden behoben haben. Ja und? Das haben sie auch gelernt, das ist das Prinzip jedes KFZ-Monteurs.
    Mindestens genauso oft habe ich mich schon gegen jeden ärztlichen Rat selbst kuriert, mindestens genauso oft haben mir Ärzte schon himmelschreienden Unfug verzapft.

    Ich kann nur diese selbsternannte gottgleiche Einmaligkeit der Mediziner nicht mehr ertragen. Das sollte endlich der Vergangenheit angehören. Mediziner sind keine Lichtgestalten. Das ist ein Beruf wie jeder andere.
    Berufung ist es schon mal garnicht mehr.
  9. #88

    So geht Realität

    Zitat von alfredjosef Beitrag anzeigen
    Ich hätte jetzt mal als mittleres Einkommen für einen "guten" Akademiker (also Ingenieur, Arzt, Mathe usf.) 4000 Euro netto/Monat = fast 50 000 Euro pro Jahr angestzt. Und das Jahr hat bei einer 37-Stunden-Woche 1600 Arbeitsstunden, macht als Einkommen

    31,25 Euro/h
    Und da kenne ich viele mit so nem Einkommen.
    Wusste gar nicht, dass das so überdurchschnittlich sein soll! wenn sogar der best-bezahlte Zahnarzt im Schnitt unter 20 Euro netto /h liegt.
    Lasst euch doch nicht verarschen. Hiermit soll doch das Niedriglohnzeitalter für abhängig beschäftigte Akademiker oder Halbakademiker eingeläutet werden. Dazu passt einmal mehr die heutige Nachricht: " Bundesregierung gibt Anwerbung von Akademikern und Halbakademikern aus Unterentwickelungsländer und Schwellenländer frei ". Darüber hinaus, nach Einkommensoffenlegung des Herrn Wulff, müssen Begehrlichkeiten der abhängig beschäftigten Akademiker und Halbakademiker im Keime erstickt werden, durch weit nach unten korrigierte veröffentlichte Einkommensstatistiken. Wie dem auch sei: In Deutschland gibt es zur Zeit keinen Ingenieur, bzw. Techniker in entsprechender Position der unter 75.000,- Euro netto (ca. 110.000E. brutto) im Jahr überhaupt arbeiten würde. Darin ist enthalten: Grundeinkommen, Sonderzuwendungen, freie Privat-Verfügung des Dienst-PKWs. Altersversorgung für die Zeit nach 65.Die Einkommen dieser Personengruppe in der Automobilindustrie ist wesentlich höher. Diese Zahl stammt aus dem Jahr 2007!
  10. #89

    Job-Findungszeit

    Zitat von lokoshan Beitrag anzeigen
    Ich sitze hier in der Automobilindustrie zwischen ner Menge Ingenieuren, die z.T. erst vor Kurzem angefangen haben. Hier auf der "untersten" Angestelltenebene gibt es keinen einzigen, der 110.000 Euro brutto bekommt, noch dazu mit den geschilderten Boni und die sind alle gut ausgebildet, sind zum Teil sogar promoviert. Und überweigend tariflich angestellt.
    Auf solche Summen kommen Sie nur, wenn es auch um Führungsaufgaben und Personalverantwortung geht. SOllten sie das mit "entsprechender Posiiton" meinen, dann haben Sie wohl recht, aber Sie betrachten dann auch nur einen kleinen Teil der Arbeitnehmer.
    In der Automobilindustrie aber auch in renommierten mittelständischen Unternehmen wird der Anfänger/Anfängerin mit Akademiker-/Halbakademikerabschluss zunächst in den "Pool" bzw. als Trainee eingestellt. Hier haben die Berufsanfänger Zeit, sich einen entsprechenden Job auszusuchen, nachdem sie überall mal zur Probe arbeiteten. Das von mir genannte Nettogehalt wird natürlich erst nach dieser "Job-Findungszeit" erzielt, durch jährlich Gehaltsanpassungen, 15 % bis 25% sind immer drin. Dagegen sind die tariflich verkündeten Tariferhöhungen immer nur als Witz zu betrachten. So sollte man das auch heute sehen. Selbst wenn die öffentlichen Angestellten 6,5% (bzw. 200,-Euro)"Mehr" erhalten sollten, ist das doch nicht einmal „der nasse Tropfen auf der heißen Herdplatte“ , weil anschließend sofort alle Preise und Abgaben genau so steigen und zwar für alle!


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