und ich frage mich ernsthaft, ob man das Managermagazin noch lesen soll, da es wohl mehr dem Zeitgeist als sachlicher Untersuchung verhaftet ist. Lieber Herr Kaufmann folgender Satz ist sehr unscharf: "Die Übersicht verdeutlicht auch, wie extrem die Löhne teilweise bei Männern und Frauen auseinanderklaffen, die die selbe Ausbildung haben." Erstens können unterschiedliche Personen bestenfalls die gleiche Ausbildung haben, doch Ausbildung ist nicht nur der letzte Abschluss sondern die Summe aller Ausbildungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Anderfalls können Sie sich Lebensläufe und Personalabteilungen schenken. Dazu kommt etliches: Z.B. dass nicht wenige Zeitsoldaten später in die Industrie wechseln, also mit Hochschulabschluss und jahrelanger Führungsverantwortung punkten. Das mag bei Piloten und Pilotinnen schon mal gewisse Anfangsunterschiede im Gehalt begründen. Fakt ist auch, das Gehälter nach Stelle und nicht nach Qualifikation bezahlt werden. In Stellenausschreibungen wird neben der nötigen Qualifikation auch die notwendige Erfahrung festgelegt, die, so bedauerlich dies ist, etliche Frauen auf Grund von Ausfallzeiten oft nicht vorweisen können. Aber nehmen wir Anwälte und Zahnärzte. Es ist ein Unterschied, ob man Eigentümer einer Praxis ist oder angestellt. Also nichts mit gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Dies gilt auch für Ingenieurbüros, Systemhäuser usw.. Wer sind da meist die Eigentümer?
In der Praxis als Produktmanager konnte ich mehrmals Consultants von hochrangigen Unternehmensberatungen beobachten, die in der Ausbildung alle weit besser als ich, oft Fähigkeiten und Fertigkeiten vermissen liessen, die nur beherrscht, wer von der Pike auf lernt. Eine bei vielen hochqualifizierten Frauen gerade im technischen Bereich nicht gerade häufige Eigenschaft. Daher eine mehr männliche Besetzung höher dotierter Stellen. Jetzt erklären sie mir mal bitte, warum eine 1er Unikanditatin BWL besser bezahlt werden soll, als ein BWL Fachschulabsolvent, der vielleicht alle Schweißtechniken auch praktisch beherrscht, vielleicht noch zusätzlich eine technischen Meister besitzt oder beides in Kombination. So sieht die Realität in Unternehmen aus und dies bedingt unterschiedliche Gehälter und damit Stundenlöhne. Dies hat absolut nichts mit dem Geschlecht zu tun! Die Frage nach weiblicher Anstrengungsbereitschaft kann ich als alleinerziehender Vater ebenfalls sehr gut ermessen, da mir erhebliche zusätzliche Nettomittel zufließen, für die ich rein rechnerisch mindestens 20% mehr arbeiten müßte. Aber warum denn, Lebensqualität, wird nach Leistungsaufwand fürs Einkommen gemessen und da sind Frauen wirklich mehr als gleichgestellt. Dies beweist nicht nur das frühere Ableben von Männern, sondern auch deren prozentuale höhere Frühinvalidität, Herzinfarkte usw. Hart erarbeitet quasi, aber einen Gendergap ist nicht erkennbar, selbst dann nicht, wenn man Länder vergleicht, denn Deutschland ist ein Industrieland und dort wird hauptsächlich Geld verdient und verteilt. Das Frauen in Form gleicher hoher Löhne partizipieren wird nur möglich sein, wenn Männer lernen zu gebären und ihren Anteil an Ausfallzeiten denen der Frauen angleichen.
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