Ich wurde selber im südoldenburger Land geboren, im Raum Cloppenburg.
Auch wenn ich mich natürlich irgendwie verbunden mit meiner Heimat fühle, ein zwiespältiges Verhältnis hatte ich schon immer zu dem ausgeprägten Katholizismus und der unangefochtenen Vorherrschaft der Partei mit dem großen "C". Außerhalb Bayerns werden hier bundesweit die höchsten Prozente eingefahren.
Viele Leute tendieren zur Einfältigkeit und sind konservativ, kommen nicht leicht über ihre eigene Weltsicht hinaus. War die Gegend früher sehr geprägt von Einfachheit und armen Verhältnissen, so trifft man dort heutzutage doch einige "Neureiche", denen Statussymbole etwas bedeuten.
Das gilt nun besonders für die Landkreise Cloppenburg und Vechta. Natürlich trifft man dort auch nette und herzliche Menschen aber der große Rest des Nordwestens an sich ist lockerer und auch weltoffener.
In Oldenburg ist CLP-VEC als der schwarze Erdteil gebrandmarkt. Ich persönlich passe hier (OL) besser hin, möchte nach dem Studium aber auch noch etwas raus in die weite Welt.
Ich musste in meinem Leben schon des öfteren mit meinem Zugehörigkeitsgefühl kämpfen, will meine Heimat aber nicht leugnen, zumal sie auch landschaftlich sehr angenehm und entspannt ist. Wenn man die richtigen Menschen trifft, denn es gibt schließlich auch noch viele junge und lockere Leute, kann man wirklich eine tolle Zeit haben, vor allem im Sommer!
Letztendlich ist das Unbekannte immer ein Abenteuer und wenn jemand den Nordwesten speziell Südoldenburger Land noch nicht kennt, ganz abraten würde ich ihn nicht davon.. es hat alles seine Vorzüge.
Cool oder angesagt ist natürlich etwas Anderes, dafür würde ich das Persönlichere, das nicht anonyme hervorheben und natürlich die Kohlfahrten und Schützenfeste!
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