...wie naiv die zukünftigen Leistungsträger und Fachkräfte doch sind. Nach dem Abi durch die Welt touren? Wer bezahlt die Reise? Wer bezahlt die verlorenen Lebensjahre für die Rentenkasse?
Und warum um Gottes Willen informiert man sich nicht vorher über das Studium um sich dann auf eventuellen Stress vorzubereiten bzw. zu überlegen ob eine ganz normale Berufsausbildung nach dem Abitur nicht vielleicht doch sinnvoller wäre?
Nunja, wenn ich mich bei Kollegen in anderen Unternehmen (IT-Branche) so umhöre sucht man wieder bevorzugt nach Quereinsteigern oder Leuten, die Ahnung von der Materie haben und sich schonmal die Hände - sprichwörtlich - schmutzig gemacht haben. Hier hat man erkannt dass es absolut unsinnig ist einem sog. "Senior Software Developer" die Entwicklung von Arbeitsmitteln für die Logistik und Lagerhaltung zu übertragen, wenn dieser LKWs nur als rollendes Hindernis auf Autobahnen wahrnehmen und noch nie ein Hochregallager von innen gesehen hat.
Die natürliche Selektion dürfte also in Zukunft bei den Geisteswissenschaften deutlich rabiater ausfallen. Aber es konnte in den letzten fünf Jahren natürlich niemand ahnen, dass das passieren wird. ;)
Es kann aber auch an den SPON-Artikeln liegen, dass ich immer wieder in dem Glauben versinke, dass der Ernst des Lebens bei den meisten heute erst nach dem Eintritt in das Berufsleben stattfindet. Berufsleben heisst für mich in diesem Zusammenhang übrigens "eigenverantwortlich Arbeiten" und nicht "drei Trainee-Programme und fünf Praktika abbummeln".

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