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Studienkredite: Leihe lieber mit Bedacht
CorbisWie soll ich's nur bezahlen? Die meisten Studenten finanzieren ihr Studium mit Geld von den Eltern oder Bafög. Doch wenn es knapp wird, kann ein Studienkredit helfen. Der birgt aber auch Risiken.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-863476.html
- #1 27.10.2012 09:38 von
Da ich von Studenten aufgrund der Vorbildung erwarte, intellektuell einiges drauf zu haben, ist es doch verrückt, dass diese entweder nicht die Vertragsbedingungen genau lesen und/oder diese zwar lesen, aber guten Gewissens sich verschulden.
Oder man nimmt erst gar keinen Kredit auf. Was ich mir nicht leisten kann, das lass ich sein. - #2 27.10.2012 09:51 von
Ich bin zwar kein Freund vom Studentenpack, weil die in meinen Augen die produktivsten Jahre im Leben vergeuden, aber wenn 87% vom Geld der Eltern leben, ist das keine Gerechtigkeit und Chancengleichheit, sondern sollte staatlich alimentiert werden.
Studenten, die ich kenne leben sowieso recht spartanisch, also sollte Sozialhilfe für Miete und Nahrung reichen und auch spezielle Lehrmittelkosten decken.
Besser wäre die Einführung eines BGE in lebensnaher Höhe. Stattdessen kauft der Staat Arbeitsplätze durch Aufstocker und Subventionen. - #3 27.10.2012 09:54 von
@plasmabruzzler
wenn ich mir kein studium leisten kann soll ich es sein lassen?
das kann ja wohl nicht ihr ernst sein! - #4 27.10.2012 09:55 von
Sie scheinen nicht sehr viel Ahnung von dem Thema zu haben, sonst würden Sie hier nicht so kommentieren.
Viele Studenten schaffen das Studium nicht in der Regelstudienzeit (Das passiert schneller als man denkt und hat nicht immer etwas mit schlechter Leistung zu tun), und dann gibt es kein Bafög mehr. Oft stehen diese dann auch unter großem Druck, weil sie das Geld dringend brauchen. Das Studium dann deswegen abzublasen ist völliger Schwachsinn. Lieber einen Kredit als arbeitslos !
Das jeder Student intellektuell einiges drauf haben soll ist übrigens pure Utopie. Und besonders Kreditverträge sind ja meist so verschwurbelt formuliert das man ohne Fachkenntnis nur schwer die Konsequenzen aus jedem einzelnen Paragraphen abschätzen kann.
Das nächste mal haben Sie also bitte wirklich etwas zu sagen oder lassen es sein. Danke - #5 27.10.2012 09:58 von
- #6 27.10.2012 10:13 von
manchmal...
...kommt man um diese Art der Finanzierung nicht drumrum. Vorallem wenn man keine Unterstützung von Eltern oder BAföG erwarten kann, arbeiten geht und es trotzdem nicht reicht. Und deshalb einen Traum sein lassen?! Ganz bestimmt nicht und dann ist es doch gut, dass es solche Angebote gibt. Und viele die frisch von der Schule kommen haben nun mal noch keine Erfahrung im Lesen und Verstehen von Versicherungsjargon, daher ist dieser Artikel mit den Hinweisen sinnvoll. Und auch das sogenannte "Studentenpack" sollte man nicht generell über einen Kamm ziehen! Denn ohne Studenten, die später in der Forschung arbeiten, würde es z.B. keine neuen und hilfreichen Medikamente gegen Krankheiten geben.
- #7 27.10.2012 10:14 von
Eine kreditfinanzierte Investition in Bildung kann sich auszahlen. Risiken und Chancen müssen dabei natürlich sorgfältig abgewogen werden. Wenn man sich beispielsweise das letzte Jahr bis zum Abschluss "nicht leisten kann", steht die Verschuldung einem sehr wahrscheinlich dauerhaft niedrigerem Einkommen ohne Universitätsabschluss gegenüber. Die Rückzahlungsphase hat mein Nettoeinkommen über viele Monate gedrückt, trotzdem bin ich der KfW dankbar für einen Bildungskredit, der mir zügig einen optimalen Abschluss und später den Wunschberuf ermöglicht hat.
- #8 27.10.2012 10:59 von
Wenn es Deutschland wirklich auf Bildung ankäme …
–*und welche anderen Ressourcen haben wir denn sonst schon … Steinkohle?? –*dann würde der Staat, also wir, verstärkt in Bildung investieren und nicht darauf hoffen, dass es einige schon irgendwie schaffen, sich die höhere Ausbildung zu finanzieren, dann jahrelang in Praktika und ähnlichen Ausbeutungsverhältnissen zu darben und TROTZDEM noch im Land zu bleiben um irgendwann zu Bruttosozialprodukt und Wohlstand beizutragen. Daher ist das ganze bisherige Finanzierungsmodell einfach für'n A*sch … sorry.
Vor allem sollte man allen Studierenden, bzw. allen, die sich in einer Ausbildung befinden, einen ausreichenden Lebensunterhalt durch Stipendien sichern. Diese könnten, ebenso wie die Unis, darüber finanziert werden, dass die ausgebildeten Akademiker eine winzige Zusatzsteuer (1% dürfte reichen) auf ihre i.d.R. höheren Gehälter zahlen. Diejenigen, die die Ausbildung abbrechen, müssten nur im Laufe ihres Lebens die direkten Kosten zurück zahlen, alle anderen würden aber das Bildungssystem massiv voran bringen. Hinzu käme natürlich die Notwendigkeit, diesen Wahnsinn mit den befristeten Stellen zu beenden: Studierte bzw. Promovierte können doch oft bis zum 35. Lebensjahr oder noch länger (selten früher) gar nicht daran denken, eine Familie zu gründen und "sesshaft" zu werden, weil sie immer irgendwelchen befristeten Jobs hinterher ziehen müssen.
Aber nein, statt dessen wird das Studieren immer mehr zu einem "Hobby" für die Kinder von "Besserverdienenden". Welche Chancen wir dabei ungenutzt lassen, dass Millionen von Eingewanderten oder Arbeiterkindern, die garantiert genauso intelligent sind wie die Chefarztsöhne und Bankstertöchter …, kommt einer Zerstörung von möglichem Wohlstand in ungeahnten Ausmaßen gleich. Und wohin das führt, sehen wir an den Fähigkeiten unserer Eliten: Von den Dummschwätzern in der Politik bis zu den deutschen Ingenieuren, deren Kunst in der Leistung gipfelt, in den Kofferraum des Audi TT 50kg Zement zu gießen, um dessen Fahrverhalten zu verbessern. Noch wenige Jahre, nicht Jahrzehnte, und Asien hat uns total abgehängt, kauft nichts mehr von uns … und das Einzige, was uns dann noch bleibt, ist "Reiseführer" für Chinesen u.a. durch das "Museum Europa" …
Da gegenzusteuern verlangt natürlich ein mittel- bis längerfristiges Denken, aber dazu sind weder die Politikmarionetten noch die Besitzstandswahrer in den Bildungseinrichtungen (aka "Professoren", die einzigen, die ovom Erhalt des Systems im aktuellen desolaten Zustand profitieren, nicht alle, aber einige) noch die Firmen, die den Fachkräftemangel beklagen (komisch, früher haben die sich ihre Fachkräfte doch auch selbst ausgebildet oder deren Ausbildung und vor allem deren Start in ein Berufsleben mit halbwegs gesicherter Perspektive unterstützt …?), willens. Obwohl ihnen jeder an 3 Fingern vorrechnen kann, dass (massive) Investition in Bildung sich VIELFACH auszahlt! …*Und für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland auch die einzige Zukunftsperspektive ist!! - #9 27.10.2012 11:06 von
Ich habe selber studiert. Um mir das leisten zu können, habe ich davor eine Ausbildung gemacht (nebenbei die Fachhochschulreife erlangt) und eine Zeit lang gearbeitet und Geld zurückgelegt. Während des Studiums habe ich pro Woche ca. 19 Stunden gearbeitet, während der vorlesungsfreien Zeit 40 Stunden. Und das in einem ingenieurwissenschaftlichen Studiengang (Maschinenbau - Konstruktionstechnik), bei dem es allerhand Pflichtveranstaltungen gab. Alles eine Frage der Organisation.
Wenn dies durch Krankheit passiert, kann man recht formlos eine Velängerung des BAföG beantragen. Eine Kommillitonin hat sogar 2 Semester mehr Zeit bekommen.
Nicht ohne Grund gibt es Regelstudienzeiten - die hat niemand einfach so erfunden. Und Maschinenbau in 7 Semestern durchzuziehen ist nicht einfach - aber machbar.
Man kann ein Studium durchaus auch unterbrechen, um Geld zu verdienen und dann weiter zu studieren. Die bisher erreichten Leistungen lässt man sich beim Prüfungsamt quittieren und kann nach z. B. 2 Semestern wieder einsteigen. Man sollte sich VOR Antritt des Studiums über die Kosten Gedanken machen und ggf. mehr Zeit einplanen als die Regelstudienzeit.
Sehe ich nicht so. Wer studiert, hat in der Schule bewiesen, das nötige Grundgerüst dafür zu haben.
Als Azubi bzw. Studierender bekommt man nahezu kostenlosen Rechtsbeistand. Da wird einem geholfen, solche Verträge unter die Lupe zu nehmen. Niemand wird gezwungen, bei Angebot eines Kredites sofort zuzuschnappen.
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