Studienanfänger-Tagebuch: Erstis Allgemeine Verunsicherung

So sieht also das Uni-Chaos aus:*Marc*kämpft um Seminarplätze, Larissa bietet*einer*obdachlosen Freundin ein Bett und Fabienne lernt ihre Ü60-Kommilitonen kennen. Für den UniSPIEGEL berichten die drei von ihrem Studienstart.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...792460,00.html
  1. #10

    gelobt ist was "hart" ist

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    Ist ja ganz nett geschrieben! Wenn ich mir so den verschmierten Eingang der geisteswissenschaftlichen Fakultät anschaue, dann komme ich eher auf Schweinestall! Das sich Studenten darüber nicht maßlos beschweren und Vorschläge machen, wie man Staats(Gemein-)eigentum erhält!
    Politologie ist ja nicht schlecht, bringt aber später keinen EURO exportfähiges Bruttosozialprodukt!!! So etwas studiert man nebenbei nach Feierabend! Mir wird bange, wie eine ganze Generation (38%) gepampert wird! Erst mal schauen, wie die Stadt so ist, sich ein wenig eingewöhnen u.s.w. Zur gleichen Zeit sind die Lehrlinge eines Handwerks- oder Industriebetriebs bei der Arbeit und verdienen sich ihren Lebnsunterhalt selbst! Und später zahlen sie Steuern während die Politologen nch 4 Jahren noch eine "adäquate" Beschäftigung suchen! Es würde reichen, wenn 15% der besten studieren und zwar nur in den "harten" Fächern ohne jede neumodische Spezialisierung, wie z.B. Dipl.-Medienwirt!?
    Aber das ist auch die Generation die mit Stützrädern am Kinderfahrrad groß geworden ist! Heute haben sie schon den Sturzhelm auf dem Laufrad auf......Weicheier!!
    Kauri
    Jauu, 15% der Besten, wie sollen die bestimmt werden! Die sogenannten Eliteabsolventen der Harvard-Business-School, verdanken wir denen nicht gerade den Abgesang des Kapitalismus- wollen wir hoffen, dass das eine langfristig geplante Strategie war, ein anachronistisches Gesellschaftsmodell zu verabschieden- und dass diese Leute auch etwas Besseres im Portefeuille haben.
    Geisteswissenschaften, wer braucht sowas- bloße Laberei- ein Glasperlenspiel (vielleicht mal Hesse lesen, im gleichnamigen Buch).
    Wie war das noch bei Goethe: "Hab´nun studiert ...Juristerei, Medizin..etc..etc..." tatsächlich, lang, lang ist´s her, da gehörte einn Fach wie Philosophie zur Grundaustattung eines Studiums, und Kenntnisse der Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften sollten den Akademiker ausmachen- allerdings zugegeben, diese Idealvorstellung ist schon lange nicht mehr machbar, dementsprechend herrscht im Durchschnitt unserer "Führungseliten" Funktionales Fachidiotentum vor...und das die Welt nunmehr fachlich besser geregelt wird, kann wahrlich nicht behauptet werden. Vielleicht täte es uns, der Gesellschaft, gut, wenn die, die mal führen sollen, nicht nur funktioniernde Maschinen, begehbare Brücken und andere Dinge entwickeln lernen, die das Bruttosozialprodukt steigern werden, sondern auch lernen, die Frage nach dem Sinn des Seins zu stellen. Aber die dafür notwendige Zeit läßt "Bologna" nicht zu, die wird ja inzwischen sogar auf dem Weg zum Abi gestrichen- bloss niemanden haben, der Fragen aufwirft, die nicht in Heller und Pfennig, Pardon, noch € und Cent, umgesetzt werden können- oder, O graus, sogar die Vermehrung von € und Cent behindern könnten.
  2. #11

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    Ist ja ganz nett geschrieben! Wenn ich mir so den verschmierten Eingang der geisteswissenschaftlichen Fakultät anschaue, dann komme ich eher auf Schweinestall!
    Das sich Studenten darüber nicht maßlos beschweren und Vorschläge machen, wie man Staats(Gemein-)eigentum erhält!
    Ich studiere in ebendieser Fakultät und halte mich dort fast täglich auf. Ja, der ganze Komplex ist ziemlich gammlig und trägt ein linkes Amkbiente, was mir persönlich nicht so viel ausmacht. Im Übrigen wird der Komplex ohnehin auf Grund baulicher Mängel in absehbarer Zeit abgerissen und neu aufgebaut werden.


    Politologie ist ja nicht schlecht, bringt aber später keinen EURO exportfähiges Bruttosozialprodukt!!!
    Ach du liebe Zeit, welch ein Verrat am Volk. Demnach verbieten wir sämtliche Künste bzw. Künstler und schmeißen die Alten, Kranken und Behinderten aus dem Land, die tragen zum BSP nämlich auch nichts bei.

    Wie kommen Menschen nur dazu, nicht von Beginn ihrer Geburt ökonomisch und staatsdienlich zu leben; wie kommen Menschen dazu, ihren eigenen Traum zu haben und diesen umsetzen zu wollen? Falls dies, Kauri, dein wurmstichiger Verstand noch begreift: Demokratie heißt, auch diese Menschen bedinungslos zu dulden. Menschen sind kein Kapital, sondern Individuen. Punkt aus.


    Aber das ist auch die Generation die mit Stützrädern am Kinderfahrrad groß geworden ist! Heute haben sie schon den Sturzhelm auf dem Laufrad auf......Weicheier!!
    Kauri
    Immerhin wirft diese Generation nicht mit dämlichen Verallgemeinerungen um sich. Ich würde vorschlagen, dass du demnächst mal nachdenkst, bevor du solchen Blödsinn verzapfst.

    gruß, santaros
  3. #12

    Zitat von NorwayDude Beitrag anzeigen
    Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sie Katholische Theologie auf Lehramt studieren...
    Nein. Dann müsste sie nochmal anfangen. Das Lehramt kann man (zumindest in Dresden) nicht einfach so losgelöst nachholen.
  4. #13

    Zitat von sagichned Beitrag anzeigen
    Ich bin jetzt im 9 Semester Physik, ich hatte heute von 8 bis 16 Vorlesungen und Übungen. Ich bin hundemüde nach Hause gekommen und wollte mich nur noch ins Bett werfen und dann muss ich so einen Mist hier lesen. Wie können Leute neben dem Studium im ersten SEMESTER (!) überhaupt Zeit haben um Tagebücher zu schreiben!
    Wieso nicht? Ich hab im ersten Semester Physik in den Vorlesungen Skat gespielt und trotzdem alle Scheine gekriegt... so schwer war das nun nicht. Klar, ab dem Zweiten gings dann ab ;-)
    Aber mal ne Frage: 9. Semester da müsste man doch schon scheinfrei sein, oder wie ist das jetzt mit dem BA/MA?
  5. #14

    Zitat von derlabbecker Beitrag anzeigen
    ... will dieses Mädchen mit dem Altgriechisch Kurs mal machen.... Diplom Arbeitslose?
    Wenn dann Bachelor/Master.
    Interessanter Weise sind Geisteswissenschaftler bei der Jobsuche flexibler und müssen nicht so wie einige Ingenieurwissenschaften darauf hoffen, dass gerade mal für ihre Spezialisierung Bedarf besteht.
  6. #15

    alles schon gesagt

    Zitat von el-gato-lopez Beitrag anzeigen
    Mal eine allgemeine Frage an die lieben Unispiegel-Schreiber: Ist euch eigentlich jemals aufgefallen, dass es auch noch Studiengänge in der Nat. Wiss. Ecke gibt, dazu noch die Juristerei, Medizin, Wiwi etc. etc.

    Nicht? Hm? Ich fände es ganz interessant, wenn der Studierendenalltag mal nicht aus der Ecke "Kultur/Medien/Phil etc. - diplomierte zukünftige Taxifahrer/Voluntäre und Kaffeehaus-Arte-Intellektuelle" betrachtet würde. Mich reizte es mal zu wissen, was ein Erstsemester-Chemiker so treibt oder wie das Studium für eine Informatikerin (in einer "Männerdomäne") abläuft...

    Aber nee, hier gehts wohl eher für die Unispiegelredatkeure darum, die eigene "Nachfolgergeneration" zu beleuchten und in allten Erinnerungen zu schwelgen...
    Tut euch einen gefallen und schlagt mal den Begriff "Silo Thinking" nach. Ja, ist so ein böser englischer BWL Ausdruck, aber eben - ein Blick über den 'Auskenner'-Tellerrand würde mal nicht schaden...
    Wollte auch gerade in diese Richtung kommentieren, aber nachdem ich ein paar Comments gelesen habe stelle ich fest dass im Prinzip schon alles gesagt wurde...

    Kaum ein Absolvent der im Artikel genannten Studiengänge wird nennenswert zum Bruttonationalprodukt (Bruttosozialprodukt gibt's nicht mehr) beitragen. Porträtiert doch lieber mal echte Studis, wie bspw. die ach so begehrten Ingenieure.

    Ein Fokus auf Leute, die solchen Lagalutschi-Kram studieren verfälscht auch bei Nichtstudierten komplett das Bild von Akademikern. Die müssen ja automatisch alle Studenten für faul und verweichlicht halten.

    Naja, sobald ich meinen Wirtschaftsingenieur zuende studiert habe geht's zum arbeiten in die Schweiz. In Germany können sich die Medienwissenschaftler und Journalisten dann gegenseitig ihr Gehalt via Hartz aufstocken, aber von meinem Steuerbeitrag gibts für euch nichts ;-)
  7. #16

    Jawohl, Kauri, du sagst es!

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    Ist ja ganz nett geschrieben! Wenn ich mir so den verschmierten Eingang der geisteswissenschaftlichen Fakultät anschaue, dann komme ich eher auf Schweinestall! Das sich Studenten darüber nicht maßlos beschweren und Vorschläge machen, wie man Staats(Gemein-)eigentum erhält!
    Vielleicht sind Studenten einfach keine Choleriker, die sich über Dreck aufregen, der einfach niemanden interessiert. Etwas weniger Ausrufezeichen, dann klappts auch mit dem Blutdruck.

    Politologie ist ja nicht schlecht, bringt aber später keinen EURO exportfähiges Bruttosozialprodukt!!! So etwas studiert man nebenbei nach Feierabend! Mir wird bange, wie eine ganze Generation (38%) gepampert wird! Erst mal schauen, wie die Stadt so ist, sich ein wenig eingewöhnen u.s.w. Zur gleichen Zeit sind die Lehrlinge eines Handwerks- oder Industriebetriebs bei der Arbeit und verdienen sich ihren Lebnsunterhalt selbst! Und später zahlen sie Steuern während die Politologen nch 4 Jahren noch eine "adäquate" Beschäftigung suchen! Es würde reichen, wenn 15% der besten studieren und zwar nur in den "harten" Fächern ohne jede neumodische Spezialisierung, wie z.B. Dipl.-Medienwirt!?
    Genau, nur die Harten kommen in den Garten. Volk der Dichter und Denker, wen interessiert so ein Mist. Stupides Produzieren, darauf baut man Zivilisationen auf. Dass man mit Geisteswissenschaften durchaus auch einen Beruf ergreifen kann, ist natürlich reine Erfindung. Und Steuern zahlen diese Schmarotzer ja sowieso nicht! :D Aber jetzt mal Butter bei die Fische, ist der Beitrag ernst gemeint (wahrscheinlich traurigerweise schon). Da würde ich dann doch vielleicht mein Weltbild mal etwas überdenken.

    Ich studier übrigens WIng, gehöre also zu denen, die sie mögen, deshalb bitte nicht hauen.

    Aber das ist auch die Generation die mit Stützrädern am Kinderfahrrad groß geworden ist! Heute haben sie schon den Sturzhelm auf dem Laufrad auf......Weicheier!!
    Kauri
    Gut, ich hab lange überlegt, aber den Sinn dieser zwei Sätze und was sie mit dem Thema zu tun, wird mir nicht klar.
  8. #17

    *würg*

    Also bei einigen Kommentaren hier wird mir wirklich schlecht! Bip Bip Bip... Ist das mittlerweile alles, worauf wir unser Dasein begründen sollten?
    Genau wegen solch geistiger Dürre gibt es doch diese "nichtssagenden" Studiengänge.
    Manche hier kotzen mich so dermaßen an!


    Mit freundlichen Grüßen,
    ein Wirtschaftsingenieurstudent mit Schwerpunkt Maschinenbau
  9. #18

    Dass man

    Theologie überhaupt studieren kann ist ein Witz. Die Pfaffenausbildung sollten die Kirchen auf eigene Kosten in eigenen Räumlichkeiten durchziehen.
  10. #19

    Zitat von DonQuappo Beitrag anzeigen

    Naja, sobald ich meinen Wirtschaftsingenieur zuende studiert habe geht's zum arbeiten in die Schweiz. In Germany können sich die Medienwissenschaftler und Journalisten dann gegenseitig ihr Gehalt via Hartz aufstocken, aber von meinem Steuerbeitrag gibts für euch nichts ;-)
    Das wir sicherlich dem Bruttoinlandsprodukt helfen und ist natürlich überhaupt nicht schmarotzerhaft.

    Haben Sie eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, dass es harte Arbeit sein kann eine Geisteswissenschaft zu studieren und sich dafür jahrelang durch tausende Bücher zu lesen? Meinen Sie Kant, Marx, Feuerbach, Roussou etc. lesen sich so nebenbei? Im übrigen kann ich mich nur den Geisteswissenschaftlern hier anschließen, wir haben deutlich flexibelere Berufschancen und unsere Anfangsgehälter liegen oft auch über dem Niveau eines Lehrlings oder Azubis nach dem seinen.
    Neulich erst hat einer unserer Kommilitonen einen Job beim einem großen Magazin angenommen für das er jetzt durch Europa reist und Promis trifft. Ist übrigens Althistoriker^^

    Außerdem werden uns Geisteswissenschaftlern keine Stundenpläne erstellt und auch nicht gesagt welche Literatur wir brauchen. Selbsterarbeiten, schnelles Verstehenn von Zusammenhängen und Teamwork werden hier gefördert.